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Schluss mit Google: Lenovo kauft Motorola Mobility

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Am späten Abend gab es ein paar Gerüchte, jetzt folgt in der Nacht die Bestätigung: Der chinesische Elektronikgigant Lenovo übernimmt Motorola Mobility von Google. Als Kaufpreis nennt Larry Page dabei im Google-Hausblog die Summe von 2,91 Milliarden Dollar. Erst im August 2012 hatte der Suchmaschinenriese den Motorola inklusive eines beträchlichen Patent-Portfolios für 12,5 Milliarden Dollar übernommen.

Larry Page beschreibt in besagtem Blogpost die Übernahme von Motorola Mobility durch Lenovo als einen wichtigen Schritt für Android selbst. Google könnte so seine Energie besser auf Android fokussieren, und außerdem sei Motorola mit dem am schnellsten wachsenden PC-Hersteller Lenovo im super-umkämpften Smartphone-Markt besser dran. Außerdem verspricht Larry Page, Lenovo werde Motorola als Marke beibehalten – ebenso wie es die Chinesen damals nach der Thinkpad-Übernahme von IBM taten.

Bis der Kauf vollzogen wird, kann es allerdings noch etwas dauern. Noch müssen die chinesischen und US-amerikanischen Behörden der Übernahme zustimmen.

Hat Motorola damit also seine Mission bei Google erfüllt? War die Übernahme des US-Herstellers und insbesondere dessen Patentportfolios vor eineinhalb Jahren in erster Linie ein Schachzug, um Android vor einer Auslöschung zu schützen, wie sie Steve Jobs einst angedroht hatte? Schließlich verbleiben die Patente von Motorola Mobility auch nach der Lenovo-Übernahme bei Google.

Und es ist gut denkbar, dass Google die restlichen Hardware-Hersteller, die auf Android setzen, nicht vergraulen möchte – schließlich hatte insbesondere das Moto G mit seinem sehr aggressiven Preispunkt den Markt durchaus durcheinander gebracht. Mit dem Rückzug aus dem Hardware-Geschäft dürfte Google seinem Android-Betriebssystem weiter Aufwind verleihen. Das kommt gelegen zu einem Zeitpunkt, zu dem beispielsweise Samsung und Intel versuchen, mit Tizen ein weiteres Mobil-Betriebssystem zu etablieren.

Quelle: Google-Blog (via)

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