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Samsung bringt dieses Jahr eine Flut von Tizen-Geräten

Mit einer ähnlichen Pünktlichkeit wie die Deutsche Bahn ist Tizen schon fast zu so etwas wie einem Running Gag der Mobile-Szene geworden. Seit gefühlt schon Jahren heißt es immer wieder: Ganz bald kommt das erste Tizen-Smartphone, auf der nächsten Messe ganz bestimmt. Und was war? Nüscht.

Dass jetzt mit dem Samsung Z1 tatsächlich das erste Tizen-Handy in Indien auf den Markt gekommen ist, spielt für die Smartphone-Enthusiasten hierzulande keine große Rolle. Nicht nur ist Indien sehr weit weg, auch handelt es sich bei dem umgerechnet 78 Euro teuren Modell um ein typisches Budget-Smartphone für Schwellenländer.

Und auch wenn Samsung sich vollmundig geäußert hat, 2015 eine ganze „Flut von Tizen-Geräten“ anzukündigen – die einst erhofften Mobiltelefone werden sich darunter eher kaum finden. Vielmehr wird das von Samsung und Intel vorangetriebene Betriebssystem auf hardwaretechnisch schwächer ausgestatteten Geräten zum Einsatz kommen: auf Wearables, auf Kameras, auf Fernsehern – und auf Kühlschränken, Waschmaschinen und Toastern.

Schließlich hat der Samsung-Electronics-CEO BK Yoon auf der Samsung-Keynote im Rahmen der CES versprochen, 2017 werden 90 Prozent der verkauften Samsung-Geräte einen Internetzugang haben – und 2020 sollen es dann 100 Prozent sein. Angesichts der Tatsache, dass Samsung alleine im verganenen Jahr 665 Millionen Devices verkauft hat und davon eher nur ein Bruchteil Android-Smartphones war, bedeutet das: verflucht viel Tizen.

Dass Samsungs Tizen-Mitstreiter Intel gerade fleißig dabei ist, mit Quark, Curie & Co. Hardware für das Internet der Dinge zu entwickeln, dürfte weiter dabei helfen, Tizen als Basis für das Internet of Things (IoT) zu etablieren. Nachdem Samsung beim IoT sehr auf offene Standards pocht, bin ich gespannt, wann die nächsten Hersteller auf den Zug aufspringen – und, ob Google dem noch ein „Android Light“ entgegensetzen wird.

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