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Samsung-Mobile-Chef: Tizen soll überall laufen

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Ich habe es schon immer gewusst – egal ob beim TechDuell, oder in diversen Artikeln hier auf TechStage: Tizen ist nicht tot. Ganz im Gegenteil: Tizen soll möglichst überall zum Laufen kommen. Das sagte der Co-CEO von Samsung Electronics und Chef der Mobilsparte, J. K. Shin, gegenüber den Kollegen von CNET.com.

Tizen sei sehr viel mehr als eine Alternative zu Android, so Shin im Gespräch mit den amerikanischen Kollegen. Die Vision sei es, das Betriebssystem auf Tablets, PCs und Kameras, aber auch in Autos, der Bio-Industrie oder Banken unterzubringen. "Konvergenz ist eines der Gebiete, das Samsung am besten kann". Schließlich stelle das koreanische Unternehmen verschiedene Komponenten und fertige Produkte her.

Shin unterstrich das, was auch wir bei TechStage bereits zu Tizen schrieben: Samsung sieht Tizen als eine Chance an, ein eigenes Betriebssystem erfolgreich zu machen, über das das Unternehmen mehr Kontrolle habe.

Gerüchte, die kürzlich durch das Internet wanderten und sagten, Tizen sei tot, dürften damit widerlegt sein. Vielmehr sagt Shin, er sehe Tizen als drittes wichtiges Betriebssystem neben Android – und Achtung – Windows Phone. Dass Shin kein Wort über iOS verliert, dürfte alleine schon daran liegen, dass Samsung ebenfalls eine Partnerschaft mit Microsoft pflegt.

Samsung und Intel, die beiden Macher hinter Tizen, kommen sicherlich spät in den Markt. Trotzdem stehen die Chancen nicht schlecht, dass Samsung Android zukünftig eine Menge Konkurrenz machen könnte – zumindest was Marktanteile bei den Betriebssystemen angeht. Es ist eher nicht vorstellbar, dass Samsung ganz auf Google und seine Dienste verzichten könnte. Vielmehr dürften wir Google Maps, YouTube & Co. auch ganz bestimmt bei Tizen wiederfinden.

Ich persönlich bin mir sicher: Touchwiz UI und die Möglichkeit, das Samsung-Universum – Fernseher, Kameras und Tablets – perfekt zu verbinden, wird Samsung dabei helfen, Tizen zu einem sehr erfolgreichen Betriebssystem zu machen. Immerhin sind die Menschen, die heute ein Galaxy S2, S3 oder S4 haben, an die Oberfläche gewöhnt. Und nicht wenige können den Unterschied gar nicht ausmachen, ob unter dem Interface Android oder Tizen läuft. Wichtig ist, dass alles wie gewohnt funktioniert. Als größter Smartphone-Hersteller der Welt und mit dem Partner Intel im Rücken kann es den Koreanern gelingen, ein gutes Stück vom Kuchen abzubekommen.

Was das hieße, muss man sehen. Immerhin hätte dann der größte Smartphone-Hersteller der Welt auch noch die Macht über eines der größten Betriebssysteme. Wichtig ist dabei, dass der Wettbewerb bleibt. Ansonsten könnte uns im Mobilfunkmarkt eine innovationslose Zeit bevorstehen.

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