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Samsung Galaxy S5 mit überarbeitetem Region-Lock

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Es tut mir leid, aber es ist einfach so: Menschen sind nicht lernfähig. Wir verdrängen schlechte Nachrichten. Obwohl die Gegend noch kräftig verseucht ist, ist Fukushima für uns Schnee von gestern. Irgendein Ort in Japan. Kein Grund mehr für uns, sofort über die Energiepolitik nachzudenken und schnell Lösungen zu finden, wie wir mit gegebenenfalls tickenden Zeitbomben umgehen müssen. Zugegeben, das Beispiel ist drastisch und vielleicht politisch unkorrekt, aber es beschreibt den Punkt doch ganz gut.

Im Vergleich zu diesen Tragödien ist der Region-Lock von Samsung eigentlich eine Lachpille. Ein bitterer Beigeschmack. Ein First-World-Problem. Aber dennoch: Ich hatte ihn fast vergessen. Einen der großen Aufreger unserer kleinen Technik-Welt des letzten Jahres, eine Art SIM-Lock durch die Hintertür. Los ging es mit dem Galaxy Note 3, auf dessen Verpackung ein Aufkleber prangt: Dieses Gerät funktioniert nur in Europa. Bereits das Einsetzen einer Prepaid-SIM-Karte im Urlaub könnte schwierig werden. Das große Problem war nicht nur die hässliche Sperre an sich, sondern vor allem auch die Kommunikation der Koreaner: Welche Geräte betroffen sind, wie man diese Sperre löst, wie sie sich selbst deaktiviert? Alles nicht so ganz klar.

Das frisch auf meinem Schreibtisch eingetroffene Galaxy S5 hat mich wieder daran erinnert. Seine Verpackung trägt ebenfalls einen Aufkleber zur Sperre: "Europäisches Modell: Dieses Produkt sollte mit einer SIM-Karte verwendet werden, die von einem Mobilfunkanbieter aus der Region Europa stammt. Wenn Sie SIM-Karten aus Ländern außerhalb der Region Europa verwenden möchten, muss zunächst mindestens fünf Minuten über die SIM-Karte eines europäischen Anbieters innerhalb der Region Europa telefoniert werden."

Immerhin: Man kann Samsung nicht vorwerfen, aus dem Ärger des vergangenen Jahres nichts gelernt zu haben. Nun ist die Kommunikation zumindest klar. Auf dem Aufkleber prankt eine eindeutige Anleitung, was zu tun ist. Schön ist die Sperre immer noch nicht. Aber wir halten den Koreanern zugute, dass die Kommunikation jetzt eindeutig ist – und als typischer Standard-Käufer, der tatsächlich primär in seinem Heimatland unterwegs ist und nur gelegentlich mal eine ausländische Prepaid-SIM einsetzt, wird von der neuen Sperre wohl nicht einmal etwas merken. Abgesehen vom Aufkleber – und den kann man ja auch schnell wieder vergessen. Oder?

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