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Rockt oder Ramsch? LED-Beamer für 50 Euro im Test

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Ein Beamer für gerademal 50 Euro? Das kann doch nichts sein, oder etwa doch? Wir haben den SceneLights HDMI-LED-Mini-Clipbeamer LB-2500.mini auf Herz und Nieren getestet.

In unserer ersten Folge von „Rockt oder Ramsch?“ schauen wir uns einen günstigen LED-Beamer an, der gerademal 50 Euro kostet. Schwer vorzustellen, dass dieses Gerät etwas taugt, oder? Ob uns der SceneLights HDMI-LED-Mini-Clipbeamer LB-2500.mini vielleicht ja doch überzeugen konnte, erfahrt Ihr in unserem Video-Test.

Rockt oder Ramsch? – Mini-Beamer für 50 Euro im Test

Wer lieber liest, statt ein Video zu gucken: Nachfolgend findet Ihr den Inhalt des Clips als Text.

Der SceneLights HDMI-LED-Mini-Clipbeamer besitzt einen integrierten Media-Player, der Inhalte von microSD-Karte oder USB-Stick abspielt. Dabei schlägt sich die kleine Plastikbox recht wacker – im Test spielte sie unter anderem Mp4-, Divx-, AVI- und MKV-Dateien mit bis zu Full-HD-Auflösung ohne Murren ab. Vorne raus kommt natürlich nur die native Auflösung des Beamers, aber dazu gleich mehr. Eigentlich soll der Mini-Beamer auch MP3-Dateien abspielen, dies gelang unserem Test-Gerät allerdings nicht – sie kamen in verlangsamtem Tempo und abgehackt aus dem Speaker.

Zum Anschließen von Abspielgeräten gibt es einen HDMI- und einen AV-Eingang, zum Anschluss von Kopfhörer oder externen Lautsprechern einen 3,5-Millimeter-Klinkenausgang. Der integrierte Lautsprecher klingt für einen so günstigen Beamer ganz ordentlich und bietet eine ausreichende Lautstärke. Der nicht überhörbare Lüfter nervt hingegen und ist jederzeit im Einsatz. Trotzdem wird der Mini-Clipbeamer schon nach kurzer Zeit recht warm, allerdings gab es diesbezüglich im Test keine Ausfallserscheinungen – auch nicht nach mehreren Stunden Laufzeit.

Die Benutzeroberfläche des integrierten Mediaplayers ist recht spartanisch, erfüllt aber ihren Zweck und lässt sich mit der beiliegenden Fernbedienung zufriedenstellend bedienen. Im Menü des Beamers gibt es unter anderem Einstellungen für den Bildmodus, die Farbtemperatur und das Bildformat – diese Optionen lassen sich auch direkt während der Wiedergabe von Filmen ändern.

Soweit schlägt sich der 50-Euro-Beamer also gar nicht so schlecht, aber wie sieht es mit dem wichtigsten Punkt aus: der Bildqualität? Die native Auflösung von 320 × 180 Pixel bei einer Helligkeit von 60 Lumen lässt es schon erahnen: Bei einem so günstigen Gerät darf man diesbezüglich nicht viel erwarten. Trotzdem hatte ich zumindest die leise Hoffnung, dass das Gerät in meinem Schlafzimmer den sonst abends zum Einsatz kommenden Laptop ersetzen könnte – aber Pustekuchen.

Während bei Auflösungen von Filmen mit bis zu 720p-Auflösung ein zumindest noch einigermaßen erträgliches Bild an die Wand geworfen wird, sehen Full-HD-Medien mit dem Mini-Beamer abgespielt im wahrsten Sinne des Wortes unansehnlich aus – selbst wenn man nicht ein 42-Zoll-Bild an die Wand wirft, sondern sich im Bereich eines 17-Zoll-Bildschirms bewegt. Mit „Filme genießen“, wie es die Produktbeschreibung verspricht, ist da nichts zu machen.

Wer einen kompakten, günstigen Beamer sucht, der sollte ein paar Euro mehr in die Hand nehmen. In der Preisklasse bis 100 Euro gibt es solche Geräte mit zumindest WVGA-Auflösung, also 800 × 480 Pixel. Damit dürfte man glücklicher werden als mit dem 50 Euro teuren HDMI-LED-Mini-Clipbeamer von SceneLights mit seiner doch sehr bescheidenen Bildqualität.

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