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Project Brillo: Mini-Android für das Internet der Dinge

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Unter dem Arbeitstitel Project Brillo wird es von Google eine Art abgespecktes Android geben, das speziell für den vernetzten Einsatz von leistungsschwachen Computern gedacht ist – sprich: Für das Internet der Dinge. Brillo soll es ermöglichen, einfache Microcomputer über WLAN und Bluetooth miteinander und mit der Cloud zu vernetzen – und möglichst die aktuellen Controller von beispielsweise Haushaltsgeräten wie Wasch- oder Kaffeemaschinen ersetzen.

Seit Jahren wird ein großer Teil der Haushaltsgeräte über Microcontroller wie die der Serie ATMega von Atmel gesteuert. Solche Chips kommen beispielsweise auch auf Bastelplatinen wie Arduino zum Einsatz. Das Problem ist nur: Üblicherweise laufen proprietäre Programme auf den Mini-Computern, die genau und ausschließlich an den jeweiligen Einsatzzweck angepasst sind – und nicht mit der Außenwelt kommunizieren können.

Mit Brillo will Google den Entwicklern solcher Geräte ein Toolkit an die Hand legen, das die nötigen Schnittstellen gleich mitbringt. Eine Waschmaschine zum Laufen zu bringen und ihren Besitzer per Push-Nachricht zu informieren, wenn die Ladung fertig ist, könnte so ähnlich einfach sein wie das Programmieren einer App fürs Smartphone.

Was hier so komplex klingt, ist eigentlich ein genialer Schachzug: Microcontrollern gehört die Zukunft. Sich hier mit einer einfachen und ressourcensparenden Lösung reinzuhängen, wird Android zu Millionen – wenn nicht Milliarden – weiterer Geräte kompatibel machen. Ob wir allerdings wollen, dass auch unsere Klospülung irgendwann „with Google“ ist, steht auf einem anderen Blatt.

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