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Outernet: mit Nano-Satelliten gegen die Internet-Zensur

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China, Nordkorea & Co. sind wahnsinnig demokratische Länder für ihre Zensur berühmt. Das internationale Projekt Outernet will bis Ende dieses Jahres ein Netzwerk aus winzigen Satelliten im Erdorbit haben, das Inhalte aus dem Internet auch in die entlegendsten und/oder von den fiesesten Diktatoren kontrollierten Landstriche beamt. Einfach so, und ohne bei irgendwelchen Kim Jongs nachzufragen. Außerdem will man bei Bedarf auf gemietete Kapazitäten bei Third-Party-Satelliten zurückgreifen.

Eine Internet-Verbindung besteht immer aus zwei Teilen: dem Upstream und dem Downstream. Der Empfang von Web-Inhalten per Outernet, also der Downstream, läuft über die bereits erwähnten Satelliten. Die aktuell dafür notwendige stationäre Antenne mitsamt dazugehörigem Empfangsgerät ist Open Source und soll mit geringen Fachkenntnissen nachzubauen sein. Die Baupläne stehen auf der Webseite zum Download bereit.

Aktuell laufen über den Dienst 200 MByte pro Tag, die Bandbreite möchte die Non-Profit-Organisation aber noch auf 100 GByte und mehr steigern. Anfang nächsten Jahres wird Outernet eigenen Angaben zufolge außerdem einen mobilen Receiver anbieten, der in etwa die Größe einer Taschenlampe haben soll.

Da ein Rückkanal zum Satelliten technisch aufwändig wäre, setzt das Outernet hier auf simple SMS. Man fragt also mit Hilfe eines Codes per Textnachricht die gewünschte Webseite oder Datei an, und der Satellit schickt diese dann zurück zur Erde. Der designierte Empfänger schließlich kann den angeforderten Inhalt dann entschlüsseln. Nur das Hochladen von aufwändigeren Inhalten klappt so logischerweise nicht.

Quellen: Outernet, Technology Review

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