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Nokia 2520 signifikant besser als Microsoft Surface 2?

Bild: Portrait von Raj Talluri: Qualcomm; Collage: TechStage

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Es gibt Bewegung im Markt der Windows-RT-Tablets: Es stehen nun doppelt so viele verschiedene Geräte zur Auswahl wie zuvor, nämlich zwei statt eines. Nokia hat letzte Woche im Rahmen seiner Nokia World nicht nur ein paar Handys und Smartphones, sondern auch das erste Tablet des Unternehmens vorgestellt.

Wenig überraschend setzen die Finnen auch dabei auf Microsoft und haben sich für das Windows-RT-Betriebssystem entschieden. Dabei handelt es sich um eine Variante von Windows 8, die auf die vorwiegend in mobilen Geräten zum Einsatz kommenden ARM-Prozessoren setzt. Windows RT wurde vor gut einem Jahr vorgestellt. Neben Microsoft selbst wollten auch PC-Hersteller wie Dell, Toshiba oder Asus entsprechende Geräte auf den Markt bringen, doch diese liegen wie Blei in den Regalen – daher blieb das Surface-RT-Tablet von Microsoft lange Zeit der einzige Flach-Computer mit RT. Alle anderen Hersteller haben sich aus dem Markt zurückgezogen. Der große Nachteil des Tablet-Windows: Auf ihm laufen nur Windows-Programme, die speziell für RT entwickelt wurden.

Das erste Surface (RT) wurde nun von einer neuen Version, dem Surface 2, abgelöst. Zusammen mit dem ab demnächst erhätllichen Lumia 2520 gibt es nun also eine Konkurrenzsituation in einem Markt, der zumindest bislang auch für einen Player zu klein war. Doch die Signale stehen auf Nokia: Laut eines Berichts von CNET hat das Surface 2 keine Chance gegen das Nokia-Tablet.

Diese Behauptung stellen zumindest einige Verantwortliche des Chip-Herstellers Qualcomm auf. Zugegeben: Die Meinung ist vorbelastet. Denn während Nvidia den Chip für das Microsoft-eigene Tablet baut (Tegra 4), stellt Qualcomm den Prozessor des Nokia 2520 her (Snapdragon 800).

In der Praxis dürften Benchmark-Ergebnisse tatsächlich zugunsten des Nokia-Tablets ausfallen. Hauptgrund ist die höhere Taktfrequenz, mit der der Snapdragon in diesem Fall betrieben wird: 2,2 GHz im Lumia treffen auf 1,7 GHz im Surface 2. Ob diese Mehrleistung in der Praxis einen spürbaren Unterschied bringt, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Wir denken, eher nicht. Und damit ist die Behauptung von Qualcomm vor allem eines: Marketing. Aber wir lassen uns gerne eines Besseren belehren.

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