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NewsDrop 45: Elop & Microsoft, DxO One, FairPhone 2

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Wenn Ihr am liebsten stundenlang Katzenvideos guckt, dann habt Ihr jetzt eine Entschuldigung dafür: Ihr tut etwas für Eure Gesundheit. Das will zumindest eine Studie belegen. Und: Die digitalen Kätzchen können Euch sogar dabei helfen, schwierige Projekte erfolgreich durchzuziehen.

Ansonsten haben Samsung und Apple diese Woche mit fiesen Bugs zu kämpfen, es gibt neue Details zum FairPhone 2 und zum OnePlus 2, DxO verpasst dem iPhone eine Kamera mit DSLR-Bildqualität, Microsoft baut mächtig um, und Amazon und der stationäre Handel werden vielleicht sogar doch noch Freunde.

Alle Details zu diesen und weiteren Themen findet Ihr in Folge 45 vom NewsDrop. Viel Spaß mit dem Video und ein schönes Wochenende!

NewsDrop 45: Elop und Microsoft, gesunde Katzen-Videos, FairPhone 2, OnePlus 2 und mehr

Falls Ihr ein Detail aus dem Clip noch einmal nachlesen möchtet, findet Ihr hier die vollständige Transkription vom NewsDrop:

Microsoft baut um – und kegelt im Zuge dessen etliche Top-Manager raus, darunter auch die bisherige Smartphone-Chefin Jo Harlow und den bisherigen Executive Vice President of Microsoft’s Devices and Services und Nokia-Trojaner Stephen Elop. CEO Satya Nadella unterteilt den Konzern nun in drei Bereiche.

Terry Myerson wird künftig die Windows and Devices Group leiten und damit wohl neben dem CEO der mächtigste Mann bei Microsoft. Darüber hinaus gibt es künftig noch die Applications and Services Group sowie die Gruppe Cloud and Enterprise. Im Internet machen indes schon die ersten Listen die Runde, welche Firma Elop als nächstes für Microsoft unterwandern wird.

Nokia – also das, was davon in Finnland noch übrig ist – hat unterdessen angekündigt, 2016 in den Smartphone-Markt zurückzukehren. Das bestätigte der Nokia-Chef Rajeev Suri gegenüber dem Manager-Magazin. Welches Betriebssystem auf den Geräten laufen wird, ist derzeit noch unklar – das Nokia-Tablet N1 zumindest läuft mit Android.

Kräftig am Dampfen ist die Kacke diese Woche dafür bei Apple und Samsung. Eine Sicherheitslücke in iOS und OS X ermöglicht es Schurken-Apps, Daten aus anderen Anwendung auszulesen, beispielsweise auch Passwörter aus dem Passwort-Manager 1Password. Autsch.

Nicht besser sieht es bei Samsung aus: Das Sicherheitsunternehmen NowSecure hat eine kritische Lücke in der Wischtastatur Swiftkey gefunden, die es Angreifern ermöglicht, beispielsweise Zugriff auf Kamera, Mikrofon, SMS, Anrufe und Fotos des Smartphones zu erlangen. Betroffen von der Lücke sind demnach potenziell 600 Millionen Samsung-Handys.

Samsung hat inzwischen ein Statement veröffentlicht. Demnach sind die mit KNOX ausgestatteten Telefone gegen Angriffe geschützt. Dennoch soll es zusätzlich noch Updates geben, um „jeglichen, noch potenziell vorhandenen Gefahren entgegenzuwirken“. Die Updates sollen in den nächsten Tagen gestartet werden.

Und wo wir schon bei Samsung sind: Die Koreaner haben sich die Marke Galaxy S6 Note schützen lassen. Möglicherweise sehen wir auf der IFA anstelle eines Galaxy Note 5 also eben ein Galaxy S6 Note. Da wird aufgeräumt.

Eine Meldung gab’s diese Woche auch zum OnePlus 2 – der Nachfolger des selbsternannten Flagship-Killers soll demnach eine weiterentwickelte Version des Snapdragon 810 haben, die nicht mit Hitzeproblemen zu kämpfen hat. Das erklärte der Hersteller in seinem Forum. Die Vorstellung des OnePlus 2 wird Ende Juli erwartet.

Einen Nachfolger bekommt außerdem auch das Fairphone. Wie der Name schon verspricht, wird das Smartphone nicht nur unter fairen Arbeitsbedingungen gefertigt, sondern auch die Rohstoffe stammen aus konfliktfreien Quellen. Außerdem soll sich das Fairphone 2 besonders einfach und günstig reparieren lassen, um für eine lange Lebensdauer zu sorgen.

Und das ist dann nicht einmal übermäßig teuer: Für 525 Euro bietet das Fairphone 2 ein 5,0 Zoll großes Full-HD-Display mit Gorilla Glass 3, einen Snapdragon 801, 2 GByte RAM, 32 GByte Speicher, eine 8-Megapixel-Kamera, Dual-SIM, LTE und Android 5.1. Auf der Fairphone-Webseite können sich Interessenten für eine E-Mail-Benachrichtigung eintragen, wann das Telefon verfügbar ist.

DxO ist in erster Linie für Bildbearbeitungssoftware bekannt – und für absolut gnadenlose Tests zur Bildqualität von Sensoren und Objektiven. Diese Woche hat die französische nun erstmals selbst eine Kamera angekündigt – und überraschenderweise ist die DxO One keine DSLR oder gehobene Bridge-Kamera, sondern: eine Ansteckknipse für den Lightning-Port des iPhone, die ab September für 650 Euro im Handel erhältlich sein soll.

Die DxO One hat einen 1 Zoll großen Sensor mit einer Auflösung von 20,7 Megapixeln und fängt Full-HD-Videos mit 30 fps und 720p-Clips mit 120 fps ein. Das Objektiv hat eine feste Brennweite von 32 Millimetern und dank Sechs-Lamellen-Irisblende ein Öffnungsverhältnis zwischen F1,8 und F11. Die DxO One schießt JPEG-Fotos, RAW-Bilder und Super-RAW-Plus-Aufnahmen.

Letztere kombinieren vier Aufnahmen miteinander und müssen mit einer speziellen Software am Rechner bearbeitet werden. Dafür übertrifft die Bildqualität – zumindest den DxO-eignenen Tests zufolge – dann die einiger aktueller Profi-DSLRs. Aber auch im Normalbetrieb ist die DxO One weit vorne mit dabei.

Man mag das natürlich kritisch sehen, dass DxO die One durch seine eigenen Tests laufen lässt. Aber immerhin hat der Hersteller diese Problematik erkannt und geht damit in einem ausführlichen Beitrag auf einer Webseite sehr offen damit um.

Von wegen Dronen und modern und so: Amazon will Pakete künftig mit ganz viel Manpower ausliefern. Ganz im Stil von Uber soll mit dem Projekt „On my way“ jeder zum Kurier werden können. Und da wird’s dann doch wieder modern: Wer ein bisschen Zeit hat oder irgendwo unterwegs ist, soll mit einer App checken können, ob es nicht Waren von Geschäften in der Gegend oder entlang der Wegstrecke auszuliefern gibt – und kann sich ein bisschen Kohle dazuverdienen.

Amazon jedenfalls könnte sich damit ein völlig neues Geschäftsfeld eröffnen. Und wer weiß: Vielleicht werden ja sogar irgendwann noch Jeff Bezos und der stationäre Handel Freunde.

Google hat außerdem anscheinend heimlich, still und leise im Play Store die Gratis-App der Woche eingeführt. Eine offizielle Ankündigung oder dergleichen gab es bislang nicht, dafür tauchte im Store in der Kategorie „Apps & Spiele für Familien“ etwas versteckt die Mitteilung auf, dass die Anwendung „Daniel Tiger Grr-ific Feelings“ als Gratis-App der Woche für lau zu haben ist. Find ich gut.

Gut, das sind auch Katzen-Videos, und zwar für die Gesundheit. Eine in der Publikation Computers in Human Behavior veröffentlichte Studie mit 7000 Teilnehmern hat ergeben, dass die Teilnehmer nach dem Ansehen von Katzen-Videos weniger negative Emotionen wie Angst oder Trauer haben. Das gilt sogar, wenn die Katzen-Videos während der Arbeit oder des Lernens angesehen wurden.

Die Autorin der Studie, Jessica Gall Myrick, schreib in einer Pressemitteilung, der positive Effekt der Katzen-Videos könne den Menschen dabei helfen, im Anschluss besonders schwierige Aufgaben zu meistern. So: Da habt Ihr Eure Ausrede.

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