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NewsDrop 42: Android M, iOS 9, Laserprojektor-Handy

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Der heutige NewsDrop steht, und das dürfte keine große Überraschung sein, im Zeichen der Google I/O. Auf seiner Entwicklerkonferenz hat der Konzern unter anderem Details zu Android M, Google Pay, Google Photos, Now on Tap, Weave und Brillo verraten.

Außerdem gab es diese Woche unter anderem noch ein paar Gerüchte zu iOS 9, eine Vorankündigung von zwei neuen YotaPhones, zwei wirklich abgedrehte Lenovo-Prototypen und ein Fahrradlicht, von dem ich mir nicht sicher bin, ob ich es genial oder total grausam finde.

Alle Details zu diesen und weiteren Themen findet Ihr im folgenden Video. Viel Spaß mit Folge 42 vom NewsDrop und ein schönes Wochenende!

NewsDrop 42: Google I/O, Android M, Lenovo-Prototypen, Hodenlampe und mehr

Falls Ihr ein Detail aus dem NewsDrop noch einmal nachlesen wollt, findet Ihr hier die Transkription:

Das große Thema der Google I/O war natürlich Android M – letztendlich dann aber eigentlich eher unspektakulär. Die Akkulaufzeit wird besser, die App-Berechtigungen übersichtlicher, USB-C nativ unterstützt und der Chrome-Browser in Apps integriert. Außerdem hat Google seinen eigenen mobilen Bezahldienst Google Pay vorgestellt, der auf sämtlichen Android-Smartphones mit NFC funktioniert. Passend dazu unterstützt Android M dann auch nativ Fingerabdruckscanner.

Spektakulärer war dann schon das neue Google Now namens Google Now on Tap. Wer an beliebiger Stelle den Home-Button gedrückt hält, bekommt zum Kontext passend weitere Informationen. So gibt es dann beispielsweise zum Film, über den in einer E-Mail gerade diskutiert wird, das IMDB-Rating und den Trailer zu sehen. Und während in der Spotify-App ein Skrillex-Song läuft, antwortet Google auf die Frage „Wie ist sein richtiger Name?” korrekt mit „Sonny Moore“.

Die Fortschritte auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz, die hier zum Einsatz kommen, helfen Google auch bei der neu vorgestellten Photos-App, die zur zentralen Sammelstelle für sämtliche Aufnahmen des Nutzers werden soll. Dazu gibt es noch eine Gesichtserkennungsfunktion, die in der Demo beeindruckend gut funktioniert hat. Support gibt es hier neben logischerweise Android auch für iOS und für den Browser.

Und das geile: Google bietet dem Nutzer unbegrenzten Speicherplatz für seine Fotos und Videos – die Foto-Auflösung ist allerdings auf 16 Megapixel beschränkt, bei Videos sind es 1920 x 1080 Pixel. Verfügbarkeit? Ab sofort.

Außerdem macht Google mächtig Dampf beim Internet of Things. Mit Brillo haben wir gestern ein IoT-Betriebssystem gesehen, das im Großen und Ganzen ein extrem abgespecktes Android ist. Und dann gab es mit Weave auch noch quasi eine Sprache, mit der die verschiedenen IoT-Gadgets miteinander kommunizieren können – also der Toaster mit dem Türschloss und so weiter. Die Weave-Zertifizierung geschieht hierbei durch Google.

Und dann kann Google Maps zukünftig noch Offline, und es gibt eine neue Google Cardboard, die sich verstärkt auch an Schulen richten soll – und mit iPhones kompatibel ist. Passend dazu hat Google in Zusammenarbeit mit GoPro noch ein Rig zur Aufnahme von 360-Grad-Videos vorgestellt. Unabhängig davon hat GoPro übrigens diese Woche bestätigt, in der ersten Jahreshälfte 2016 einen eigenen Quadrocopter zu bringen.

Auf der anderen Seite der Erde hat dann auch Lenovo diese Woche eine Hausmesse abgehalten, auf der es zwei wirklich abgedrehte Konzepte zu sehen gab. Die Smartwatch namens Magic View hat im Armband ein zweites Display, das Inhalte bis zu 20 Mal größer darstellen kann als herkömmliche Smartwatches.

Wie das funktioniert? Ganz ähnlich wie bei der Google Glass mit einer Prisma-Konstruktion, dank derer man sich das Display direkt vors Auge halten kann. Und so schaut man dann aber leider auch ganz schön deppert aus, wenn man sich so in der S-Bahn seine Serien oder Filme reinzieht.

Daneben gab es noch ein Smartphone-Konzept mit einem integrierten Laser-Projektor zu sehen. Im Gegensatz zu seinen bisherigen hart gefailten Projektor-Handy-Brüdern wirft das Lenovo Smart Cast das Bild nicht an die Wand, sondern auf den Tisch vor dem Smartphone, so dass dem User quasi zwei Displays zur Verfügung stehen.

Die integrierte Webcam macht das projizierte Display dann außerdem auch berührungsempfindlich. Wie das funktioniert, das hat niemand geringeres als der durchgeknallte Star-Pianist Lang Lang auf der Lenovo-Veranstaltung demonstriert.

Zu guter Letzt gab es auf dem Event in Peking dann auch noch Lenovo Cast zu sehen. Dabei handelt es sich um einen Chromecast-Konkurrenten, der allerdings nicht in HDMI-Stick-Form, sondern als Mini-Settop-Box daherkommt. Ist Cast mit dem TV verbunden, kann der Nutzer von Smartphones mit iOS, Windows Phone oder Android Inhalte direkt auf den Fernseher beamen. Der weltweite Marktstart soll im August erfolgen, der Preis liegt bei 50 US-Dollar.

Ein paar Gerüchte gabs dann noch zu Apple. Auf seiner Hausmesse WWDC wird der Konzern aller Wahrscheinlichkeit nach iOS 9 vorstellen. Wie 9to5Mac berichtet, wird die neue Version einen Konkurrenten zu Google Now namens Proactive mitbringen. Weiterhin soll Apple Maps eine Augmented-Reality-Ansicht bekommen und künftig auch den öffentlichen Nahverkehr erfassen.

Außerdem berichtet die New York Times, dass Apple zu seinem Bezahlsystem Pay demnächst ein Bonusprogramm für treue Kunden vorstellen wird. Die WWDC startet am 8. Juni in San Francisco – und wir werden auf TechStage natürlich ausführlich berichten.

News gibt’s dann noch aus Russland. Das YotaPhone 2, das übrigens auch gerade auf IndieGoGo läuft, könnte gleich zwei Nachfolger bekommen: das YotaPhone 3 und ein günstigeres YotaPhone 2c. Das hat der Managing Director Matthew G. Kelly gegenüber TechnoBuffalo bestätigt – wenn auch mit der Option, dass sich die Pläne jederzeit ändern können.

Nach den beiden Testläufen in den vergangenen Tagen wird Xiaomi außerdem nun seinen Online-Shop dauerhaft unter anderem in Deutschland anbieten. Smartphones soll es bis auf weiteres allerdings nicht geben, sondern wie während den Abverkäufen mit begrenzten Stückzahlen vorerst nur Zubehör.

Eher ins Kuriositätenkabinett gehört dann schließlich noch das Kickstarter-Projekt namens Bike Balls. Und tatsächlich handelt es sich dabei um ein Rücklicht fürs Fahrrad in Hodenform. Das ist so grausig, dass es irgendwie schon wieder gut ist – und entsprechend hat das Team aus Toronto den anvisierten Betrag auch schon um ein Vielfaches übertroffen.

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