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Neues Kanzler-Handy: BlackBerry Q10 statt Nokia E63

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Die Mühlen der Behörden mahlen langsam. Sehr langsam. So verwundert es wenig, dass Angie ihr Smartphone auch deutlich seltener tauscht als die Masse ihrer Schäfchen in Deutschland: Ihr aktuelles Nokia E63 ist seit 2009 im Einsatz – und darf erst jetzt in den wohlverdienten Ruhestand.

Angela Merkel bekommt ein neues Smarpthone. Besonders sicher und vor allem abhörsicher soll es sein – denn wer Freund und wer Feind ist im Regierungsbezirk, das weiß heutzutage wohl niemand mehr so genau. Die Wahl ist auf BlackBerry gefallen. Zwei Modelle standen zur Auswahl, weiß Connect: Q10 mit Tastatur oder Z30 als reines Touchscreen-Modell. Unsere Kanzlerin hat sich für das Q10 entschieden.

Aber so ein Merkel-Phone kommt nicht einfach von der Stange. Zusätzliche Verschlüsselung muss her, und zwar für Sprache, SMS und E-Mail. Dafür verantwortlich zeigt sich das Unternehmen Secusmart aus Düsseldorf, das eine hardwarebasierte Verschlüsselung für den BlackBerry entwickelt hat. Allerdings: Sicher ist die Verbindung nur, wenn an beiden Enden der Leitung Endgeräte mit der Secusmart-Erweiterung zum Einsatz kommen.

Die Alternative zum BlackBerry wäre übrigens ein Samsung Galaxy S3 gewesen. Beziehungsweise dessen sicherer Bruder, das auf dem S3 basierende SiMKo 3 von T-Systems. Doch das 1700 Euro teure Smartphone soll in internen Tests durchgefallen sein: Auf WLAN, Bluetooth und die Kamera müssten Käufer des Krypto-Galaxy verzichten – und das geht im Jahr 2014 offensichtlich selbst dem Bundesentwicklungsministerium (BMZ) zu weit. Schließlich wird das neue Merkel-Handy wohl wieder einige Jahre im Einsatz sein. Sollte es so lange halten wie ihr jetziges Nokia, bleibt der BlackBerry bis 2019 im Einsatz.

Wir "Normalos" dürften dann schon mit Galaxy S10, HTC One (M13) oder iPhone 8S durch die Gegend laufen. Und auch der eine oder andere Politiker wird wohl auch in Zukunft lieber sein deutlich moderneres Privathandy nutzen.

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