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Neue Mobil-CPU Nvidia Tegra 4i: aufgebohrter Tegra 3

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Auf der CES in Las Vegas hat Nvidia mit großem Brimborium seinen neuen Mobil-Prozessor Tegra 4 vorgestellt – in Kombination mit einem spektakulären Showcase, der neuen Android-Spielekonsole Project Shield. Gestern Abend hat Nvidia den kleinen Bruder nachgeschoben, den Tegra 4i.

Doch leider hat der Tegra 4i beim Blick ins Datenblatt mit dem Tegra 4 weit weniger gemein, als der Name vermuten ließe. Denn der kleine Bruder basiert noch auf der älteren Cortex-A9-Architektur, während der große Tegra 4 die neuere A15-Basis nutzt.

Dank des Umstiegs auf den 28-Nanometer-Fertigungsprozess konnte Nvidia die maximale Taktfrequenz der A9-Kerne immerhin von 1,7 auf 2,3 GHz steigern. Dazu gibt es mehr GPU-Kerne und die aktuelle Speicherversion, die auch der Tegra 4 einsetzt. Außerdem ist der Tegra 4i Nvidias erster Chip mit integriertem LTE-Modem.

Unterm Strich werden wir den Tegra 4i damit wohl in LTE-Smartphones der Mittel- und Einsteiger-Klasse finden, während der Tegra 4 in den Highend-Geräten zum Einsatz kommen wird. Wie groß der Leistungsunterschied zwischen den beiden neuesten Tegras in der Praxis ausfallen wird, lässt sich leider nur schwer abschätzen. Der 4i jedenfalls dürfte sich über Tegra 3, aber gleichzeitig deutlich unter Tegra 4 einordnen.

Die folgende Tabelle zeigt noch einmal Tegra 3, Tegra 4i und Tegra 4 im Vergleich.

Nvidia Tegra 3, Tegra 4i und Tegra 4 im Vergleich
Tegra 3 Tegra 4i Tegra 4
Zahl der CPU-Kerne / Architektur 4+1, Cortex A9 4+1, Cortex A9 4+1, Cortex A15
Maximale Taktfrequenz 1,7 GHz 2,3 GHz 1,9 GHz
Zahl der GPU-Kerne
12 60 72
Speicher DDR3-L, LPDDR2 (bis 2 GByte) DDR3-L, LPDDR3 (bis 2 GByte) DDR3-L, LPDDR3 (bis 4 GByte)
Max. Displayauflösung 2048 x 1536 Pixel 1920 x 1200 Pixel 3200 x 2000 Pixel
Integriertes Modem
nein LTE nein
Fertigungsprozess 40 nm 28 nm 28 nm

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