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Neue Akkus: mehr Power mit Hanf

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Hanf hat ja nicht gerade den Ruf, munter zu machen. Ganz im Gegenteil. Zumindest, wenn seine Blüten von Menschen geraucht werden. Anders eingesetzt soll die Pflanze aber durchaus einen kraftfördernden Effekt haben.

Das sagt zumindest David Mitlin, ein Wissenschaftler an der Clarkson-Uni im US-Bundesstaat New York: Er bescheinigt der Pflanze, möglicherweise ein entscheidener Baustein bei der Akkutechnik der Zukunft zu sein. In einem Experiment haben die Forscher aus Hanf-Bast Karbon-Elektroden hergestellt. Durch Behandlung mit Hitze zerfällt der Stoff zu Karbon-Nanoschichten, die genau so viel Energie tragen können wie das aufwändig künstlich hergestellte Graphen. Allerdings: Die Produktion aus Hanf ist erheblich einfacher und billiger.

Aus den Teilchen, die beim Umwandlungsprozess durch Hitze entstehen, lassen sich Superkondensatoren herstellen. Im Vergleich zu den bisher verwendeten Akkus laden diese Energiespeicher erheblich schneller nach. Der bisher beschränkende Faktor ist die Energiedichte: Kondensatoren, die Smartphones ähnlich lang mit Strom versorgen könnten wie aktuelle Akkus, wären noch riesig. Aber genau dieses Problem könnte das Hanf-Produkt nun lösen.

Übrigens: Kiffer und Forscher kommen sich nicht in die Quere. Sie sind an unterschiedlichen Teilen der Hanf-Pflanze interessiert. Der für die Akkutechnik nötige Bast befindet sich am Stamm unter der Borke der Pflanze .

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