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Nach Uhr und Brille: Sony arbeitet an schlauer Perücke

Bild: Frau mit Perücke: Flickr-User vancouverfilmschool; Collage: TechStage

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Smarte Gadgets als Verbindungsglied zwischen Mensch und Smartphone haben Hochkonjunktur. Der Markt weiß das zwar noch nicht, aber die mediale Aufmerksamkeit für Google Glass, Qualcomm Toq oder Samsung Galaxy Gear ist hoch. Vielleicht verkaufen sich die Gadgets nicht, weil sie noch nicht lieferbar sind (Glass und Toq), weil sie unförmig wirken, wenig können und Akkus haben, die eigentlich immer leer sind? Möglich.

Aber vielleicht sind Uhr und Brille auch einfach noch nicht die richtige Form für Wearable Computing. Das scheinen sich zumindest die Entwickler von Sony gedacht zu haben – und haben tatsächlich im Mai dieses Jahers einen Patentantrag auf eine Smart Wig gestellt, eine schlaue Perücke also.

Display und Lautsprecher gibt es dabei ebensowenig wie die Kamera, aber wer weiß, was die Zukunft bringt. So weit weg scheint der Schritt auch nicht mehr zu sein. Laut Patentantrag erfolgt die Übertragung der Daten an den Menschen jedenfalls per Vibration. Prinzipbedingt kann man über diesen Weg keine großen Datenmengen wie Wikipedia-Artikel oder Bus-Abfahrtzeiten übertragen, aber für einfache Navi-Anweisungen (es kribbelt links, also geh' in die Richtung) reicht es. Sogar an eine Rückmeldung ans Smartphone haben die Entwickler gedacht: Kopfkratzen könnte eingehende Anrufe ablehnen, ein Tipp auf die rechte Kotlette das aktuelle Lied überspringen.

Obwohl ich ja zugegebenermaßen Technik-Fan bin und mich auf Google Glass tatsächlich freue, wirkt die Sony-Perücke auf mich dennoch befremdlich. Links und rechts vibrieren? Würde mit dem Smartphone in der einen und einem kleinen Kästchen in der anderen Hosentasche auch klappen. Vielleicht ist die Form der Perücke ja auch einfach nicht das richtige. Ich bin mal gespannt, welcher Hersteller zuerst mit einer elektroschockverteilenden Unterhose auf den Markt kommt.

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