TechStage
Logo Qwant

Ein Angebot von

Nabu X: Razer kündigt bildschirmlose Wearables an

von  // 

Die CES entwickelt sich zur Uhrenmesse: nach Vorstellungen diverser Smartphone-Hersteller liefert nun die für Gaming-Produkte bekannte Firma Razer Wearables aus. Diese sind – anders als ihre Konkurrenten – bildschirmlos.

Mitglieder von Razer Inside bekommen den neu angekündigten Nabu X für 19 Euro: der normale Listenpreis liegt mit 49 Euro weit unter dem von Pebble, Galaxy Gear und Co. Das Produkt unterscheidet sich von seinen Konkurrenten dadurch, dass es komplett ohne Bildschirm auskommt.

Aufmerksame Verfolger des Gaming-Marktes wissen, dass Razer seit einiger Zeit eine stark abgespeckte Smartwatch namens Nabu anbietet. Diese hat ein – zwar nur winzig kleines, aber vorhandenes – OLED-Display.

Beim Nabu X wurde dieses durch drei RGB-LEDs ersetzt. Das Band kommuniziert mit Euch über am Handy festgelegte Farbkombinationen: blau-grün-blau könnte beispielsweise bedeuten, dass eine neue E-Mail im Firmenkonto eingegangen ist.

Min-Liang Tan, seines Zeichens CEO und Chief Gamer von Razer, begründet diese Änderung folgendermaßen:
„Die größten Barrieren für neue Technologie sind Preis und Komplexität – wir eliminieren diese beiden Faktoren mit dem Razer Nabu X. Wir haben die spannendsten Funktionen des Nabus genommen – die diskreten Benachrichtigungen, das Aktivitäts- und Fitness-Tracking und die Band-to-Band Kommunikation – und sie ebenfalls im Nabu X untergebracht. Es ist eine vereinfachte Alternative zum Nabu, extrem günstig und einfach zu nutzen.“

Die von der großen Nabu bekannten Sensoren geben sich auch bei der Kleinversion ein Stelldichein. Neben einem Schritttracker samt dazugehöriger Ermittlung der verbrauchten Kalorien ist auch die Band-to-Band-Kommunikation wieder mit von der Partie. Sie erlaubt den Datenaustausch durch Aneinanderlegen der Smartbands. Nicht minder witzig ist, dass sich Razer anscheinend vom physikalischen Aufbau der Misfit-Tracker inspirieren liess. Das Sensormodul wandert als Ganzes in ein Armband, das von Anfang an in Grün, Weiß und Schwarz angeboten wird.

RAZER Nabu X
Gibt es auch in Weiß.

Mitglieder des Insider-Programms können sich ab dem 20. Januar anmelden: wer aufgenommen wird, kann per 26. Januar zuschlagen. Die allgemeine Verfügbarkeit beginnt laut Razer mit Februar 2015.

Als stolzer Besitzer einer Pebble und eines Palm IIIc ist mir die Gehrichtung klar: die Benutzerzufriedenheit lässt sich oft nur durch das Weglassen von Funktionen steigern. Leider befürchte ich, dass Razer mit dem Nabu X einen Schritt zu weit gegangen ist. Kommunikation per RGB-LEDs mag innovativ sein, dürfte sich aber in Zeiten von e-Paper-Display und Co nicht mehr durchsetzen können.

Einloggen, um Kommentare zu schreiben

Anzeige