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MWC: Neue SoCs von Qualcomm, Samsung und Intel

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Die großen Chiphersteller haben den Mobile World Congress in Barcelona genutzt, um die neue Kollektion mobiler Prozessoren zu präsentieren, die schon bald unsere neuen Smartphones und Tablets antreiben.

Drei neue Prozessoren hatte Qualcomm im Gepäck für den Mobile World Congress. Der Snapdragon 801 ist ein verhältnismäßig kleines Upgrade zum Snapdragon 800 und unterscheidet sich vor allem durch die etwas höhere Taktung. Die einzelnen CPU-Kerne erfahren einen Geschwindigkeitsschub von 2,26 auf 2,45 GHz und die GPU von 450MHz auf 578MHz. Außerdem unterstützt der Snapdragon 801 nun auch den eMMC-5.0-Standard, was den Einsatz von schnellerem Flash-Speicher ermöglicht. Der Snapdragon 801 kommt bereits im Sony Xperia Z2 zum Einsatz.

Interessanter sind allerdings die beiden 64-Bit-Chipsätze Snapdragon 610 und 615. Diese besitzen jeweils vier respektive acht ARM-Cortex-A53-Prozessorkerne, sowie eine Adreno-405-GPU. Die SoCs fertigt Qualcomm in 28-Nanometer-Fertigungsdichte und will diese im vierten Quartal in ersten Geräten auf den Markt bringen.

Auch Samsung hat zwei neue Prozessoren der eigenen Exynos-Reihe vorgestellt. Dabei handelt es sich um den Exynos 5 Octa (5422) und den Exynos 5 Hexa (5260). Anhand der Namensgebung lässt sich bereits ableiten, dass es sich um Prozessoren mit sechs und acht Kernen handelt.

Der Exynos 5 Octa setzt dabei auf die bereits bekannte Konfiguration von vier Cortex-A7-, sowie vier Cortex-A15-Kernen im big.LITTLE-Verbund. Im Vergleich zum Vorgänger soll der Exynos 5422 34 Prozent mehr Leistung besitzen, dabei aber 10 Prozent sparsamer sein.

Der Exynos 5 Hexa setzt auf eine ganz ähnliche Kern-Konfiguration, allerdings kommen neben den vier Cortex-A7-Kernen nur zwei Cortex-A15-Kerne zum Einsatz.

Während wir nun wissen, welcher bisher namenlose Sechskern-Prozessor im Ende Januar angekündigten Samsung Galaxy Note 3 Neo verbaut ist, können wir nur spekulieren, ob der Exynos 5 Octa (5422) möglicherweise in einer Variante des Samsung Galaxy S5 zum Einsatz kommt. Vermutlich wäre diese Variante jedoch ohnehin dem asiatischen Markt vorbehalten.

Intel versucht immer noch, auf dem Mobile-Markt Fuß zu fassen. Dabei sollen nun die neu vorgestellten Merryfield- und Moorefield-Prozessoren für Smartphones und Tablets helfen.

Beiden Prozessor-Generationen ist eine überarbeitete GPU, 64-Bit-Architektur und ein effizienter 22-Nanometer-Fertigungsprozess gemein. Die bis zu 2,13 GHz schnellen Dual-Core-Merryfield-Prozessoren sind mit einer PowerVR-G6400-GPU ausgestattet, unterstützen bis zu 4 GByte RAM und haben ein LTE-Modem. Nach Angaben von Intel soll der Z3480-Chipsatz in Benchmarks sowohl Apples A7- als auch Qualcomms Snapdragon-800-Chipsatz überbieten – allerdings sind diese bereits seit einiger Zeit auf dem Markt, während der Intel-Prozessor erst in ein paar Monaten erhältlich sein soll.

Zu einem nicht näher genannten späteren Zeitpunkt 2014 sollen dann die Moorefield-Prozessoren auf den Markt kommen. Diese entsprechen weitestgehend den Merryfield-Chipsätzen, allerdings haben sie vier Rechenkerne und eine schnellere PowerVR-6430-GPU. Intel hat bereits Deals mit Lenovo, Dell und Asus an Land gezogen, um deren Geräte mit den neuen Prozessoren auszustatten.

Quellen: Qualcomm (via), Samsung (via), Intel/Businesswire (via)

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