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Lumus bringt F-16-Kampfjet-Technologie in Smart Glasses

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Die meisten neuen Technologien, die die Menschheit entwickelt, finden ihre Anwendung als erstes in zwei Disziplinen: Pornos und Militär. Wie es aussieht, schwappen aus zweiterer Branche jetzt Erkenntnisse in den zivilen Bereich. Der Konzern Lumus baute bislang die Head-up-Displays in den Helmen der F-16-Kampfjets und will seine Technologie künftig Herstellern von Smart Glasses zur Verfügung stellen.

Die von Lumus entwickelte Technik basiert auf dem sogenannten Micro-display Pod, quasi einem kleinen Projektor, der die die optischen Informationen an das Light-guide Optical Element (LOE) weitergibt. Letzteres besteht aus einer dünnen, transparenten Linse, die die Informationen vor dem Auge des Nutzers darstellt. Dabei soll sich ein ähnlicher Effekt einstellen, als würde man einen 87-Zoll-Bildschirm aus drei Metern Entfernung betrachten. Dabei soll das Display beim Nutzer keine Irritationen oder Ermüdung hervorrufen, da die gleiche ausgeklügelte Methode zum Einsatz kommt um das Bild perfekt zu justieren, die auch in den Kampfjets zum Einsatz kommt.

Bild: Lumus

Lumus will diese Technologie in Form von zwei Entwicklungskits, DK-32 und DK-40, für Hersteller von Smart Glasses verfügbar machen. Das DK-40 hat ein monokulares VGA-Display, ähnlich wie Google Glass, während das DK-32 je ein 720p-Display pro Auge besitzt. Das DK-32 ist nicht nur 3D-kompatibel, sondern unterstützt auch HDMI. Beide Systeme werden von OMAP-Prozessoren von Texas Instruments angetrieben und laufen mit Android. Auch wenn sich die Kits noch in der Entwicklungsphase befinden, soll das DK-40 aber schon in Kürze für Hersteller von Smart Glasses zur Verfügung stehen. Wir sind gespannt, ob der Einstieg eines Militär-Zulieferers dem Smart-Glasses-Markt zu einem Senkrechtstart verhelfen kann.

Quelle: Lumus (via)

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