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LG zeigt flexibles 6-Zoll-Display und biegsame Akkus

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Diese Woche wird Samsung eigenen Aussagen zufolge noch ein Smartphone mit flexiblem OLED-Display ankündigen, womöglich das Galaxy Round. Anfang November wird dann wohl der koreanische Konkurrent LG mit einem eigenen Smartphone folgen – und LG legt sich jetzt gerade mächtig ins Zeug, um Samsung die mediale Aufmerksamkeit zu stehlen.

Bereits gestern hat die Konzerntochter LG Display verraten, welcher Bildschirm wohl im G Flex, oder wie es dann auch heißen mag, zum Einsatz kommen wird. Es handelt sich um ein 6,0 Zoll großes OLED-Display, das gerade einmal 0,44 Millimeter dick ist. Zur Auflösung haben die Koreaner leider kein Wort verloren. Damit dürfte es sich um 720p-Auflösung handeln, denn Full-HD hätte man sich wohl ganz groß auf die Fahne geschrieben. Außerdem wird der OLED-Bildschirm einen Bogen mit dem Radius von 70 Zentimetern beschreiben – wir haben die aus Radius und Displaydiagonale resultierende Krümmung in dem folgenden Bild maßstabsgetreu abgebildet.

Dieses Bild zeigt maßstabsgetreu, wie ein 6-Zoll-Phablet mit Krümmungsradius 700 Millimeter und einer Gehäusedicke von sechs Millimetern aussähe.

Allerdings sind gebogene Displays nur die halbe Miete, soll das Smartphone in einem eleganten Bogen geformt sein. Denn schließlich müssen sich auch die weniger sichtbaren Komponenten wie Mainboard, Akku & Co. der Rundung anpassen. Zumindest was den Stromspeicher angeht, hat LG beziehungsweise dessen Tochter LG Chem jetzt ebenfalls einen Schritt nach vorne gemacht – und heute einen gebogenen Akku vorgestellt. Die sogenannte "Curved Battery" befindet sich der Pressemitteilung zufolge seit diesem Monat in der Massenproduktion und soll die nächste Generation von LG-Smartphones mit Energie versorgen. Hust, G Flex, hust, hust.

Einen Blick in die fernere Zukunft gibt dann noch die "Cable Battery", die LG ebenfalls angesprochen hat. Wie der Name schon andeutet, ist dieser Typ von Akku in einem bieg-, verdreh- und knotbaren Kabel untergebracht, das auch noch wasserdicht ist. Diese Art von Stromspeicher richtet sich mehr an Niedrig-Energie-Anwendungen und soll sich auch bei Dauergebrauch nicht signifikant aufheizen. Als mögliche Anwendungszwecke für die Batterie gibt LG "wearable Gadgets" an, konkret Smartwatches und intelligente Halsketten. Wann die "Cable Battery" in die Massenproduktion geht, darüber hat der Hersteller leider noch nichts verraten.

Bild: WILEY-VCH Verlag Dieses Bild stammt aus einem Paper, das die gemeinsamen Forschungen von LG Chem und diversen koreanischen Universitäten dokumentiert. Zu sehen ist eine kabelförmige Batterie, die ein kleines Display antreibt.

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