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Klage gegen Samsung & Oppo wegen zu viel Bloatware-Apps

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Dem Shanghai Consumer Protection Committee ist aufgrund bis zu 71 vorinstallierten Bloatware-Apps auf Oppo-Handys (einem Find 7a) in China nun der Kragen geplatzt. Die Organisation verklagt jedoch nicht nur diesen Handy-Hersteller: Auch Samsung mit seinen bis zu 44 „Bonus Apps“ (auf einem Galaxy Note 3) soll vor den Kadi gezerrt werden.

Nicht nur die große Menge der vorinstallierten Software beklagt die Verbraucherschutzzentrale in Shanghai – einige dieser Programme machen ihr zufolge außerdem ungefragt gebrauch vom Datenvolumen des Nutzers. Die Klage des Shanghai Consumer Protection Committee ist auch eine Reaktion auf die immer zahlreicher werdenden Beschwerden von Smartphone-Nutzern: 2012 waren es 4188, 2013 schon 5680 und 2014 dann 7066 Meldungen.

Vielen Smartphone-Usern stößt vor allem die Tatsache sauer auf, dass sich die meisten vorinstallierten Programme auf ihren Mobiltelefonen nicht ohne tiefergehende (Root-)Kenntnisse deinstallieren lassen – im Gegensatz zu solcher Software auf PCs und Laptops. Im Test ließ sich beim Samsung-Gerät nicht eine der 44 Bloatware-Apps deinstallieren, beim Oppo-Handy ließen sich 47 der 71 Programme nicht vom Nutzer löschen.

Die Verbraucherschutzzentrale in Shanghai möchte mit ihrer Klage erreichen, dass Hersteller auf den Verpackungen von Smartphones zukünftig explizit darauf hinweisen, welche Software vorinstalliert ist. Außerdem soll es Nutzern möglich sein, ungewünschte Programme problemlos deinstallieren zu können.

Quelle:
Shanghai Consumer Protection Committee concerning the case of a mobile phone pre-installed software (translated)
via Caschys Blog Oppo und Samsung werden in China wegen Bloatware auf Smartphones verklagt

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