Kindle Fire HD: Erster Eindruck von Amazons 200-Euro-Media-Tablet | TechStage
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Kindle Fire HD: Erster Eindruck von Amazons 200-Euro-Media-Tablet

Bild: Amazon

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Während sich die Android-Tablets von Samsung, LG, Motorola & Co. preislich in ähnlichen Sphären bewegen wie Apples iPads, schielen Google und Amazon eher auf das Low-Budget-Segment. Sowohl das Nexus 7 als auch das Kindle Fire HD wechseln ab 199 Euro den Besitzer. Google ging mit seinem Tablet hierzulande bereits Ende August an den Start, das Kindle Fire HD zog vergangenen Freitag endlich nach. Wir nutzen die Gelegenheit, noch einmal einen Blick auf das Gerät zu werfen.

Für 199 Euro gibt es bei Amazon also ein Dual-Core-Tablet mit 7-Zoll-Display und 1280 × 800 Pixeln, 11n-WLAN und ein paar Sensoren. Allerdings fehlen GPS, Kompass und ein UMTS-Modul – das Fire taugt also eher in der Wohnung oder bestenfalls im Garten, aber weniger als ortskundiger Begleiter außerhalb des heimischen WLANs. Wer bei der Bestellung auf Amazon.de die Schaltfläche "Ohne Spezialangebote" anklickt, muss übrigens 15 Euro drauflegen. Dafür ist die Touchscreen-Flunder dann von Werbung befreit. Eine Verdopplung der Speicherkapazität von 16 auf 32 GByte schlägt mit 50 Euro zu Buche.

Blick auf das User-Interface des Amazon Kindle Fire (14 Bilder)

Homescreen im Hochformat

Die Oberfläche des Kindle Fire unterscheidet sich signifikant von dem, was wir von anderen Tablets her kennen. Der Nutzer sieht anstelle eines klassischen Homescreens großflächige, horizontal scrollbare Bilder der zuletzt benutzten Elementen inklusive Apps, Filme, Bücher, Musik, Websites. Optisch erinnert uns das stark an Apples CoverFlow.

Darunter blendet das Tablet Verweise zu weiteren ähnlichen Inhalten auf dem Gerät an. Wer beim Kauf des Kindles 15 Euro sparen möchte, sieht darüber hinaus an dieser Stelle Werbung für zusätzliche Artikel aus dem Amazon-Store.

Unschön: Die Kategorien über dem CoverFlow-Element passen nicht komplett aufs Display, die kleine Schriftzeile muss man also auch scrollen.

Als Betriebssystem kommt Android zum Einsatz, allerdings in einer sehr stark von Amazon angepassten Version. So stark, dass sich auch Android-Veteranen erst einmal neu orientieren müssen – und so stark, dass die Google-Zertifizierung und damit auch der Play Store samt Google-Apps (Gmail, Maps, Google+, Goggles, YouTube) entfallen. Wer Android-Apps bei Google gekauft hat, kann diese auf dem Fire HD nicht nutzen und muss also gegebenenfalls noch einmal bezahlen. Neue Software kommt über den Amazon-eigenen Marktplatz auf das Gerät. Der sogenannte Amazon Appstore bietet zwar die wichtigsten Anwendungen, kommt aber nicht an die Auswahl und Aktualität des Play Store heran.

Stattdessen liegt der Schwerpunkt des Kindle Fire HD auf den Multimedia-Inhalten. Die Auswahl an Büchern und Musik ist riesig, außerdem finden über die Amazon-Tochter Lovefilm Serien und Filme ihren Weg auf den 7-Zoll-Flachmann.

Unsere Kollegen von heise online haben den Kindle Fire HD bereits ausführlicher unter die Lupe genommen. Welche Anlaufschwierigkeiten es gab, wie das multimediale Angebot im Detail aussieht und ob Amazon tatsächlich ein hochwertiges Tablet für 200 Euro zusammengestellt hat, verrät der ausführliche Vorab-Test inklusive Video auf heise online.

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