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Hören das Nexus 5 und Android 4.4 immer zu?

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Mit dem Moto X haben Motorola und Google den großen Lauschangriff gestartet: Dank eines speziellen Chips spitzt das Smartphone konstant die Ohren – und reagiert umgehend auf die Befehle und Wünsche des Nutzers. Viele Besitzer des Moto X lieben diese Eigenschaft und sprechen dem Smartphone sogar menschliche Züge zu. Genaugenommen handelt es sich dabei aber nur um einen Vorboten von Googles Projekt Majel, das letztendlich den Bordcomputer der Enterprise als großes Vorbild hat. Der nächste Schritt in diese Richtung könnte bereits mit dem Nexus 5 und Android 4.4 folgen.

Die italienischen Kollegen von TuttoAndroid sind bei der Untersuchung eines Nexus 5 mit einer frühen Version von Android KitKat auf eine interessante Entdeckung gestoßen: Der Sprachbefehl "OK Google", der Google Now startet, funktioniert auch vom Homescreen aus. Daraus schlussfolgern die Italiener, dass Android 4.4 die gleiche "Always-listening"-Funktionalität besitzen wird wie das Moto X.

Kevin Tofel von GigaOm greift den Gedanken auf – und hält ihn für plausibel, besitzt der im Nexus 5 verbaute Snapdragon-800-Prozessor von Qualcomm mit dem sogenannten "Voice-activation-enabled-by-Snapdragon"-Feature doch genau diese Dauerlausch-Funktionalität, für die im Moto X noch ein dedizierter Chip eingesetzt wurde. Außerdem hat Google bereits mit Google Glass verstärkt auf Sprachsteuerung gesetzt und wird diese Eingabemethode sicher auch auf andere Geräte ausweiten, etwa auf Nexus-Smartphones und -Tablets, oder auf die Smartwatch, sollte sie denn tatsächlich kommen.

Ob dieses Feature allerdings wirklich fester Bestandteil von Android 4.4 und somit dem Nexus 5 wird, ist derzeit noch schwer abzuschätzen. Eine gute Entscheidung wäre es aber schon, denn in Zeiten von immer größeren Smartphones und Phablets wird es immer wichtiger, Bedienmöglichkeiten zu finden, die komplett freihändig funktionieren. Sicher wird es in einigen Situationen merkwürdig bis peinlich, sein Smartphone anzusprechen, wenn das Smartphone einen an der Stimme erkennt. Zumindest in Großstädten wie Berlin dürfte das aber kaum jemandem auffallen.

Allerdings bleiben auch ein paar Fragen ungeklärt. So funktioniert Google Now in Deutschland bisher nur recht eingeschränkt – daher können wir davon ausgehen, dass das Feature zunächst auch nur in den USA und anderen englischsprachigen Ländern ausgerollt wird. Ebenfalls ist nicht klar, wie ältere Smartphones, die keinen Snapdragon 800 oder einen dedizierten Lausch-Chip besitzen, die Technologie nutzen – oder ob sie es überhaupt können werden. Bis zur offiziellen Präsentation von Android KitKat und dem Nexus 5 heißt es also: gespannt sein und die Ohren spitzen.

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