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Harte Reformen: Steht Sonys Mobilfunksparte vor dem Aus?

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Egal, wie sehr man sich bemüht, die passenden Worte zu finden – es kommt immer auf's Gleiche raus: Der Karren ist im Dreck. Das ehemalige japanische Vorzeigeunternehmen Sony hängt wie ein Schluck Wasser in der Kurve. Über einigen der früheren Top-Sparten und Umsatzbringer kreist der Pleitegeier – und dazu gehört auch das Mobilfunkgeschäft.

Und weil nicht nur ein Teil des Konzerns in die Schieflage geraten ist, bleiben nun nicht mehr viele Möglichkeiten: Die Kosten müssen runter. Und zwar schnell. Allein die Mobilfunksparte wird bis zum nächsten März nach aktueller Hochrechnung einen Verlust von 1,7 Milliarden Dollar einfahren.

Kurzfristig will Sony die Produktpalette beschneiden, um wieder auf einen grünen Zweig zu kommen. Dafür hat Sony-Manager Hiroki Totoki kürzlich auf einer Investoren-Konferenz einen Drei-Jahres-Plan vorgelegt. Kurz und knapp: Weniger Fernseher und Smartphones bauen – viel weniger. Die Zeit, in der man mit Konkurrenten um Marktanteile gekämpft hatte, seien nun vorbei: Das Geschäft muss profitabel werden. Auch dann, wenn die Verkaufszahlen um 30 Prozent einbrechen würden, hieß es.

Als erste konkrete Maßnahme wird Sony sein FIFA-Sponsoring einstellen. Außerdem soll es weniger neue Modelle aus der Xperia-Reihe- sowie aus der TV-Sparte geben. Details zu den Veränderungen im Mobilfunkgeschäft wollen die Japaner aber erst Anfang 2015 mitteilen – passend vielleicht zum Auftakt des GSMA Mobile World Congress, der größten Handy-Messe der Welt, die Anfang März in Barcelona stattfindet.

Um die Gewinne zu steigern, will man bei Sony außerdem die Geschäfte in den wachsenden Bereichen kräftig ausbauen – konkret nennt der Sony-Chef die Playstation-Sparte sowie die Bildsensoren für Digitalkameras und Smartphones.

Wie es danach weitergeht, steht in den Sternen: Ergebnisse müssen her. Wenn es nicht gelingt, den Sony-Karren aus dem Dreck zu ziehen, könnte auch die Einstellung der Mobilfunksparte eine Option sein, hieß es aus Investor-Kreisen. Hoffen wir mal das Beste (und auf gute Produkte) – denn es wäre schade drum.

Einen Blick auf die aktuellen Top-Modelle könnt Ihr in unseren Testberichten werfen: Hier findet Ihr das Xperia Z3 und das Xperia Z3 Compact.

Quelle: Reuters

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