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Google geht in die Luft mit Drohnen von Titan Aerospace

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Anfang März berichteten wir darüber, dass Facebook großes Interesse an dem Unternehmen Titan Aerospace zeigt. Nun hat Google jedoch den Drohnenhersteller übernommen, wie auf dessen Website zu lesen ist.

Die solarbetriebenen Drohnen, die Titan Aerospace entwickelt, sollen dank Sonnenenergie bis zu fünf Jahre fliegen können, ohne zwischendurch landen zu müssen. Sie könnten in der Atmosphäre Aufgaben übernehmen, für die bislang Satelliten nötig sind – die Kosten sollen jedoch weit unter denen üblicher Raumflugkörper liegen. Kein Wunder, verbrennt alleine ein Raketen-Start doch Gelder im zwei- bis dreistelligen Millionenbereich. Hinzu kommt die extrem aufwändige Konstruktion der Satelliten, die beispielsweise gegenüber kosmischer Strahlung gefeit sein müssen. Und auch die Hitzeentwicklung der Bordelektronik stellt im luftleeren Raum eine Herausforderung dar.

Bild: Titanaerospace Unbemannte Luftfahrzeuge, Drohnen genannt, könnten in nicht allzu ferner Zukunft das Bild unserer Atmosphäre prägen.

Zwar verrät Google bislang keine konkreten Pläne bezüglich Titan Aerospace, ein Sprecher des Unternehmens gab jedoch zum Besten, dass sich die Solar-Drohnen beispielsweise dazu eignen, Internet in entlegene Gegenden zu bringen. Googles Project Loon lässt grüßen – müsste allerdings dann ja eigentlich in Project Rone umbenannt werden, wenn das Ziel "Internet für alle" nicht mit Ballons, sondern mit unbemannten Luftfahrzeugen erreicht wird. Die beiden aktuell in Entwicklung befindlichen solarbetriebenen Drohnen Solara 50 und Solara 60 stehen laut Google allerdings noch am Anfang ihrer Entwicklung.

Facebook verfolgt seine ähnlich gearteten Pläne übrigens auch weiter und hat sich nun als Drohnen-Partner die britische Firma Ascenta ins Boot geholt.

Drohnen mögen ja prinzipiell durch ihre Beobachtungsfähigkeiten bei Problemen wie Umweltzerstörung oder Naturkatastrophen eine große Hilfe sein. Die Vorstellung, dass in nicht allzu ferner Zukunft unbemannte Flugkörper von Google und Facebook das Bild der Erdatmosphäre prägen, erscheint uns allerdings irgendwie ganz schön "creepy".

Quelle: Titan Aerospace (via)

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