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Google arbeitet an smarter Kontaktlinse für Diabetiker

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Google arbeitet an einer smarten Kontaktlinse. Allerdings handelt es sich dabei nicht um eine Mini-Version von Google Glass, sondern um ein Hilfsmittel für Diabetiker. Die Kontaktlinse soll im Sekundentakt den Blutzuckerspiegel über einen eingebauten Glucose-Monitor messen.

Google möchte das Gerät als Frühwarnsystem für Diabetiker einsetzen und hofft, dass es die bisherige Messmethode ersetzen kann. Zurzeit ist es noch nötig, den Wert mehrmals am Tag über einen Bluttropfen zu messen, für dessen Gewinnung der Betroffene jedes Mal einen Finger anstechen muss.

Eine integrierte LED signalisiert dem Träger, sobald der Blutzuckerspiegel unter einen vorher festgelegten Wert sinkt. Über ein kleines WLAN-Modul verbindet sich die Linse mit dem Smartphone. Somit sollen entsprechende Apps in der Lage sein, den Verlauf des Blutzuckerspiegels zu analysieren. Dadurch könnten dem Träger sowie seinen Ärzten neue Erkenntnisse zugänglich gemacht werden.

Ganz neu ist diese Idee nicht. Microsoft und die University of Washington arbeiteten bereits 2011 an einem ähnlichen Konzept. Babek Parviz war damals an dem Projekt beteiligt und ist nun Teil des Google-Forscher-Teams. Bisher ist nicht abzusehen, ob das Projekt jemals in die Realität umgesetzt wird. Auch ist fraglich, ob solch ein Gerät von Betroffenen überhaupt angenommen wird – oder ob die Skepsis, Google derart sensible Daten zu übermitteln, am Ende nicht doch siegen wird.

Sensoren wie die der Google-Linse werden wir in naher Zukunft wohl immer häufiger sehen. Erst kürzlich machte das Airo-Armband die Runde, das über ein Spektrometer die Nährstoffe im Blut überwachen können soll. Der Fitness Tracker ist allerdings weniger für medizinische Zwecke gedacht, sondern zielt auf die wachsende Gruppe der Quantified-Self-Jünger ab.

Auch wenn Google sich derzeit noch ausschließlich auf einen medizinischen Nutzen konzentriert, gibt es bereits weitere Forschungen an einer Kontaktlinse mit Display. Die Ergebnisse dieser Versuche könnte der Nutzer in ferner Zukunft tatsächlich als Google-Glass-Variante aufs Auge gedrückt bekommen. Bis es so weit ist, gilt es allerdings noch einige Probleme zu lösen, wie das der Stromversorgung oder der Integration möglichst vieler Bildpunkte sowie verschiedener Sensoren.

Quelle: Google-Blog (via)

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