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Google-Suche-Update: KitKat-Launcher auf Jelly-Bean-Geräte

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Android und das böse F-Wort: Die Fragmentierung ist wohl einer der beliebtesten Kritikpunkte an Googles Mobil-OS. Nachdem die Hersteller nicht in der Lage sind, die vielen Geräte zeitnah – oder überhaupt – mit neuen Android-Versionen zu versorgen, beginnt Google nun, das Problem selber in die Hand zu nehmen. Und zwar mit der Google-Suche-App.

Vergangene Nacht hat Google ein neues Update für die Such-App ausgerollt. Neben ein paar neuen Google-Now-Karten und dem Conversation-Mode für Geräte, die auf US-Englisch eingestellt sind, beinhaltet die App nun auch noch den kompletten Android-4.4-Launcher. Bereits kurz nach der Präsentation des Nexus 5 ist den Kollegen von Ars Technica aufgefallen, dass die GoogleHome.apk-Datei, die bisher den Launcher beinhaltete, nur noch eine leere Hülle ist – und alles an die Suche-App weiterleitet. KitKat macht also die Suche und somit auch Google Now zum Launcher.

Der Trick an der Sache: Mit dem Update der App findet der KitKat-Launcher seinen Weg auch auf ältere Geräte, die bei Android 4.1 stehengeblieben sind. Für die Aktivierung wird derzeit noch die GoogleHome.apk-Datei vom Nexus 5 benötigt, die unter anderem bei Android Police zum Download bereitsteht. Es ist aber davon auszugehen, dass Google das Update auch bald als eigene App im Play Store anbieten wird.

Und was hat das jetzt mit der Fragmentierung zu tun?

Aus der Welt ist die Fragmentierung damit natürlich nicht völlig – Android 4.1 wird durch den aufgebohrten Launcher nicht zu KitKat, sondern bleibt Jelly Bean. Allerdings bringt der Android-4.4-Launcher eben auch viele neue KitKat-Funktionen mit sich. Nachdem die App über den Google Play Store aktualisiert wird, versorgt sie die Nutzer also zeitnah und versionsübergreifend mit neuen Features. Und das auch, wenn die Gerätehersteller mit den Updates noch so schluderig umgehen.

Natürlich bieten die zugrundeliegenden Android-Versionen auch künftig noch wichtige Verbesserungen unter der Haube. Aber wie es aussieht, werden wir immer mehr Funktionen über die auf jedem Gerät installierten Google-Play-Services bekommen – und zwar unabhängig davon, wie schnell HTC, Sony, Samsung & Co. mit den Updates sind. Die eigentliche Android-Versionsnummer spielt somit also eine immer kleinere Rolle – und Google löst sich, was die Updates angeht, ein Stück weit von den Hardware-Herstellern.

Quelle: Android Police

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