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Google Nexus 4 & 10: Angriff auf Apple mit 2560 x 1600 Pixeln

Bild: Google

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Nachdem Googles Pressekonferenz in New York aufgrund Hurricane Sandy buchstäblich ins Wasser gefallen ist, hat der Internet-Gigant nun auch ohne große Show den Vorhang gelüftet: Es wird das neues Smartphone Nexus 4 und das neue Tablet Nexus 10 geben sowie neue Varianten des Tablets Nexus 7 – alle drei mit der ebenfalls neuen Android-Version 4.2 Jelly Bean.

Obwohl sich Nexus 4 und 10 im Vorfeld bereits durch einen russischen Blog, Renderings aus der Blogosphäre und einen in einer Kneipe liegen gebliebenen Prototypen bemerkbar gemacht haben, überraschen sie durch ein paar Details wie das Video-Streaming bei Android 4.2 und durch ihre Preise. Besonders mit dem 10-Zoll-Tablet holt Google zu einem kräftigen Tritt gegen Apples Stuhl aus.

Zugegeben: Besonders schick sieht das Nexus 10 auf den ersten Bildchen nicht aus. Aber wenn es nach Google geht, dann soll der Nutzer auch nicht auf das schwarze Plastikgehäuse, sondern auf das Display starren. Das hat mit 2560 × 1600 Bildpunkten nämlich eine noch höhere Auflösung als das iPad 3 und 4 (2048 × 1536 Pixel) und kommt bei unsäglich krumm angegebenen 10,055 Zoll auf eine Pixeldichte von 300 ppi. Der Akku soll dafür sorgen, dass bis zu neun Stunden lang Videos über das Display flimmern. Großen Wert legt Google außerdem auf die Familientauglichkeit: Das Tablet bietet die Möglichkeit, mehrere Nutzer anzulegen, die allesamt ihre eigenen Homescreens, Mediensammlungen, Bookmarks, E-Mails und so weiter haben.

Das Nexus 4 hat ein 4,7 Zoll großes Display mit 1280 × 768 Bildpunkten und 320 ppi. Außerdem an Bord: Ein Quad-Core-Prozessor vom Typ Qualcomm Snapdragon S4 Pro, NFC und HSPA+. Kabelsalat-Hasser dürfen sich über eine drahtlose Ladefunktion freuen – das Nexus 4 wird per Induktion mit Energie betankt.

Bild: Google Hier sind von oben nach unten Google Nexus 4, Nexus 7 und Nexus 10 zu sehen.

Die Neuerungen bei Android 4.2 sind unter anderem eine Tastatureingabe namens "Gesture Typing", die sich schwer nach Swype oder SlideIT anhört, Unterstützung für drahtlose Displays via Miracast und eine 360-Grad-Panorama-Funktion namens "Photo Sphere". Außerdem gibt es eine aufgebohrte Version von Google Now. Der persönliche Assistent informiert den Nutzer jetzt auch rechtzeitig über Tischreservierungen in Restaurants und hält Sehenswürdigkeiten und lohnenswerte Fotogelegenheiten sowie Konzerte und Kinodaten in der Umgebung bereit.

Um den Rundumschlag gegen Apple zu vervollständigen, bringt Google den in Google Play integrierten Musik-Store zum 13. November jetzt auch nach Europa. Außerdem wird es ein Matching-Feature geben, das die offline gespeicherte Musiksammlung des Nutzers gegen den Google-Play-Katalog abgleicht und die übereinstimmenden Titel ohne Upload zur Verfügung stellt. Das können auch Amazon und Apple, doch Google will es ohne Jahresgebühr zur Verfügung stellen.

Sowohl das Nexus 4 als auch das Nexus 10 sollen ab dem 13. November im Google Play Store erhältlich sein – erfreulicherweise auch in Deutschland, und das zu aggressiven Preisen: Das Smartphone kostet 300 Euro mit 8 und 350 Euro mit 16 GByte, weniger sogar als der Vorgänger Galaxy Nexus. Das Nexus 10 gibt es für 400 Euro mit 16 und 500 Euro mit 32 GByte Speicher, deutlich billiger also als das iPad.

Das bisher schon erhältliche Nexus 7 mit 16 GByte verbilligt Google von 250 auf 200 Euro und führt zwei 32-GByte-Versionen ein: eine mit UMTS für 300 und nur mit WLAN für 250 Euro.

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