TechStage
Logo Qwant

Ein Angebot von

Galaxy S6 bekommt Firmware-Update mit Multipath TCP

von  //  Facebook Twitter Google+

In Südkorea bekommen die zwei Smartphones Galaxy S6 sowie Galaxy S6 edge eine Unterstützung für Multipath TCP. Dadurch sind theoretisch Übertragungsraten von bis zu 1,17 Gbit pro Sekunde möglich.

Zusammen mit einigen koreanischen Netzanbietern möchte Samsung Electronics in seinem Heimatland die erste Generation der Gigabit-Geräten anbieten. Hierfür wird das bereits erhältliche Galaxy S6 sowie das Galaxy S6 edge auf ein neues Feature aktualisiert: Multipath TCP.

Die von der Arbeitsgruppe Internet Engineering Task Force – kurz IETF – vorgeschlagene Protokollerweiterung aus dem Jahr 2013 schließt mehrere mögliche Verbindungswege zusammen und ermöglicht somit einen höheren Datendurchsatz sowie eine bessere Ausfallsicherheit. Für den Einsatz von Multipath TCP wird keine gesonderte Hardware benötigt; die Technologie sitzt im Transportstack eines Kommunikationssystems, siehe hierzu die OSI-Schichtenarchitektur. Mit der traditionellen Methode Transmission Control Protocol – kurz TCP – werden bei der Kommunikation zwischen einem Endgerät und einem Server nur eine Sitzung mit einer Verbindung aufgebaut. Mit Multipath TCP, sprich wie der Name es bereits suggeriert: Mehrpfad-TCP, werden parallel aktivierte Ströme genutzt, um Datenpakete zu transferieren. Fällt eines dieser Pfade aus, springen die restlichen ein; somit gewinnt das Netzwerk an Effizienz.

Samsung will bei seinen zwei Telefonen das 300 Mbit/s schnelle LTE mit Kategorie 6 sowie das WLAN nach 802.11ac zusammenschließen, um so Geschwindigkeiten von bis zu 1,17 Gbit/s zu erreichen.

Auch Apple verwendet für seinen intelligenten iOS-Assistenten Siri die Multipath-TCP-Technologie. So startet Siri mehrere TCP-Anfragen und spricht mit den Apple-Servern, um die Dienstqualität aufrecht zu erhalten. Eine Bündelung, um den Durchsatz der Daten zu erhöhen, findet aktuell nicht statt.

Das Update soll innerhalb der nächsten zwei Wochen in Südkorea ausgerollt werden. In Deutschland sowie fast nirgends auf der Welt – mit Ausnahme Südkorea – wird der Standard bisher nicht unterstützt. Mobilfunkanbieter wie Télefonica Germany, Vodafone und die Deutsche Telekom müssen nachrüsten.

Quelle: The Electronic Times Company

Einloggen, um Kommentare zu schreiben

Anzeige