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Fossil Q Smartwatches: mehr als 300 neue Gehäuse-Designs

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Fossil hat mit seiner Q Marshal (Testbericht) eindrucksvoll bewiesen, dass eine Smartwatch nicht automatisch klobig und unansehnlich sein muss. Ende April hat die Fossil Group mehr als 300 neue Gehäuse-Designs ihrer smarten Uhren vorgestellt. Die extrem hohe Zahl an neuen Modellen kommt zustande, da die Fossil-Group neben der Eigenmarke Fossil auch für mehr als zehn andere Marken in Lizenz produziert. Darunter finden sich Namen wie Michael Kors, Marc Jacobs, Emporio Armani, Diesel oder DKNY. All diese optisch völlig unterschiedlichen Uhren basieren auf der Fossil-Technik.

Leider waren nicht alle im Showroom ausgestellten Gehäuse für die Veröffentlichung freigegeben, da manche Lizenzgeber Ihre Designs erst in den nächsten Monaten auf den Markt bringen. Eigene Fotos oder Videos waren deshalb tabu und wir können hier nur offizielle Produktfotos zeigen.

Die neuesten Wearables von Fossil tragen die Modellnamen Q Venture und Q Explorist. Die Q Venture kommt klassisch daher, während die Q Explorist wie eine Pilotenuhr aussieht. Die Technik in beiden Geräten ist absolut identisch, so dass sich Käufer ohne Rücksicht auf technische Details, nur für ein Design entscheiden müssen. Das alleine fällt aber schon nicht so leicht – Fossil alleine hat mit den neuen Modellen alleine mindestens fünf vollkommen verschiedene Gehäuse-Designs im Angebot. Dazu kommen noch alle Varianten der anderen Marken. Praktisch ist ein Schnell-Wechselverschluss durch den man die Armbänder einfach und unkompliziert tauschen kann.

Immer dieselbe Technik – aber das Erscheinungsbild ist durch die verschiedenen Gehäuse komplett unterschiedlich.

Der Akku hielt bei der Q Marshal bei durchschnittlicher Benutzung rund einen Tag lang durch. Laut Hersteller ist das bei den aktuellen Modellen genauso. Wir sind gespannt was die ersten Tests ergeben.

Die Uhren werden immerhin kabellos aufgeladen, was den täglichen Gang zum Ladeteil immerhin recht komfortabel gestaltet. Bei den ersten Fossil-Smartwatches kam die Uhr dazu auf ein Ladekissen. Die aktuellen Modelle haben ein Ladekabel mit magnetischem Ende, welches zum Aufladen von hinten auf das Uhrengehäuse gesetzt wird.

Zu den Features der Display-Uhr zählen Aktivitätstracking, Musik- oder Kamerasteuerung und vor allem die Unterstützung von Android Wear 2.0. Aber auch iPhone-Besitzer können die Uhr mit einer eigenen App per Smartphone einstellen und auslesen. Einen Pulssensor hat die Q-Reihe übrigends nicht eingebaut.

Die klassische Display-Smartwatch hat zwei Probleme. Das eine ist die Optik: Viele Uhrenträger wollen einfach kein kleines Smartphone am Handgelenk. Die Smartwatches fallen durch Ihr Äußeres auf und das ist nicht jedermanns Sache. Der zweite wichtige Aspekt ist die kurze Akkulaufzeit. Das Smartphone jeden Abend aufzuladen ist schon nervig genug – da braucht es nicht noch eine Uhr, die jede Nacht geladen werden will.

Aber für diese zwei Probleme hat Fossil mit der Hybrid-Smartwatch eine elegante Lösung. Die neu vorgestellten Varianten heißen Q Accomplice, Q Activist und Q Grant.

Die Auswahl der Hybrid-Modelle ist derzeit weit größer – die Unterschiede zwischen den offiziellen Brands sind schnell erkennbar.

Die Uhren sehen wie normale, analoge Uhren aus. Zu entdecken sind nur Ziffernblatt und Zeiger. Ein Display? Fehlanzeige. Um die Uhr smart zu nutzen sind App und ein bisschen Köpfchen nötig. Per App belegt der User die Taster an der Uhr und liest die gesammelten Daten aus.

Eine beispielhafte Belegung für die Tasten war ein sogenanntes benutzerdefiniertes Ziel. In dem Fall ging es darum, eine bestimmte Menge Wasser pro Tag trinken zu wollen. Bei jedem Getränk drückt der Anwender auf die vorher definierte Taste und die Uhr zählt mit. Das bisherige Ergebnis zeigen uns die Zeiger auch direkt an. Sofort nach dem Auslösen beginnen sich die Zeiger zu drehen und plötzlich zu stoppen. Auf einer kleinen Skala auf dem Zifferblatt ist dann zu erkennen, wie viel Prozent des definierten Ziels bereits erreicht sind. Die Anzeige ist logisch und schnell zu verstehen.

Die Fortschritts-Anzeige wurde je nach Design ganz unterschiedlich umgesetzt.

Auch Nachrichten zeigen die Hybrid-Watches an. Die Nachricht selbst natürlich nicht, aber die Uhr gibt Bescheid, wer meiner vordefinierten Kontakte eine SMS geschickt hat. Dazu vibriert sie kurz und zeigt per Zeiger auf eine Zahl. Diese Zahl steht für einen vorher definierten Kontakt. So reicht ein kurzer Blick auf die Uhr und man weiß, wer gerade angerufen oder geschrieben hat. Und das ohne auffällige Display-Smartwatch oder den direkten Blick auf das Smartphone. Beim Restaurantbesuch oder während der Arbeit auf jeden Fall eine sehr dezente und elegante Lösung.

Die Batterie der Hybrid-Watches hält laut Fossil bei durchschnittlicher Benutzung rund sechs Monate. Das ist für eine wirklich smarte Uhr eine sehr gute Leistung. Denn Aktivitätstracking, Fernauslöser, Musiksteuerung oder benutzerdefinierte Zielsetzungen sind voll nutzbar. Anders als bei den Display-Smartwatches die Nachts ihren Akku aufladen müssen, ist sogar Schlaftracking möglich.

Volle Funktionalität oder dezente Optik und lange Batterielaufzeit? Sowohl die Smartwatch, als ach die Hybrid-Smartwatch haben ihren Reiz.

Das Konzept klingt erstmal ein bisschen kompliziert und es braucht sicherlich ein paar Tage bis man die Funktionen, sowie die gespeicherten Kontakte wirklich im Kopf hat. Dann aber ist es eine richtig coole Sache. Eine Uhr, mit der Optik und Haptik einer klassischen analogen Armbanduhr gepaart mit den wichtigsten Features einer Smartwatch. Und das ohne kurze Akkulaufzeit-Probleme oder auffälliges Äußeres.

Die Hybrid-Lösung aktuell weitgehend unbekannt – aber genau dieses Konzept erscheint uns besonders interessant. Schließlich erreicht Fossil damit auch jene Käufer, die eine Smartwatch bisher nie in Betracht gezogen hätten.

Wir finden die Vielfalt der angebotenen Modelle wirklich erstaunlich und hoffen, möglichst bald einige der neuen Uhren testen zu können.

Was denkt ihr? Kann eine Smartwatch wirklich smart sein?

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