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Ehemaliger Palm-Chef nennt Verkauf an HP Verschwendung

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Fast drei Jahre nach dem Verkauf des PDA- und Smartphone-Urgesteins Palm an HP bereut der ehemalige Geschäftsführer des Unternehmens, Jon Rubinstein, diesen Schritt. In einem Interview mit FierceWireless sagte er auf die Frage, ob er rückwirkend bei der Markteinführung von Web OS etwas anders gemacht hätte: "Ich bin mir nicht sicher, ob ich das Unternehmen an HP verkauft hätte. Nicht, dass ich eine Wahl gehabt hätte. [...] Aber wenn wir gewusst hätten, dass sie (HP) es einfach zumachen und ihm (Web OS) keine Chance geben [...], wo ist da der Sinn?"

In der Tat gibt der letzte Teil der Geschichte von Palm genügend Stoff für eine Tragödie. Das angeschlagene Unternehmen hat mit Web OS ein eigenes Betriebssystem entwickelt, um gegen die neue Smartphone-Konkurrenz aus iPhone und Android eine Waffe zu haben. Die Software war modern und innovativ – einige der Funktionen, etwa das Multitasking, tauchen erst jetzt Jahre später in ähnlicher Form in iOS 7 wieder auf. Die Kombination aus einem brutalen, schnellen Markt und nur mittelprächtig verarbeiteter Hardware hat verhindert, dass das Unternehmen einen schnellen, dringend benötigten Erfolg landete.

Die Konsequenz war der Verkauf an HP, wo zunächst noch an der Entwicklung weiterer Web-OS-Smartphones und Tablets gearbeitet wurde – bis der umstrittene damalige HP-Chef Leo Apotheker kurzerhand und ohne Vorwarnung den Stecker zog. Er kündigte an, HP würde nicht weiter an Web-OS-Geräten arbeiten. Bereits produzierte Tablets wurden kurzerhand zum Schnäppchenpreis verschleudert.

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