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Dr. Google: Testlauf mit Video-Chats mit Ärzten gestartet

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So ziemlich jeder Internetnutzer dürfte schon einmal nach irgendwelchen Krankheits-Symptomen gegoogelt haben. Die Ergebnisse liegen allerdings häufig irgendwo zwischen banal, realitätsfremd und beunruhigend. Die Antworten auf „Wieso fühle ich mich heute so schlapp?“ reichen von simplem Schlafmangel (am Montagmorgen) bis hin zu Leukämie.

Auf Reddit ist nun ein Screenshot aufgetaucht, demzufolge Google gerade mit Videochats mit echten Ärzten experimentiert. Sobald der Nutzer eine Suchanfrage nach Symptomen startet, erscheint offenbar bei einigen Nutzern in den USA das Angebot, mit einem Arzt zu sprechen. Im konkreten Beispiel hatte der Reddit-User jasonahoule nach „knee pain“ gesucht.

Während der beschränkten Testphase übernimmt der Internet-Riese übrigens sämtliche Kosten für das Arzt-Gespräch. Gegenüber Engadget hat Google bestätigt, mit einem derartigen medizinischen Dienst zu experimentieren, der auf der vor rund einem Jahr angekündigten Helpouts-Plattform basiert.

Venturebeat berichtete bereits im vergangenen November, dass Google bereits mit einer Handvoll Gesundheitsdienstleistern zusammenarbeitet. So soll es künftig Patienten möglich sein, für 2 US-Dollar pro Minute mit einem Arzt zu sprechen. Was für uns auf den ersten Blick recht teuer klingt, ist für die USA durchaus spannend: Dort gibt es nämlich keine flächendeckende Krankenversicherung. Und ein Arztbesuch auf eigene Kosten verschlingt schnell mehrere Hundert Dollar. Google erfüllt mit dem Dienst laut Venturebeat die amerikanischen Richtlinien zum Schutz der Patientendaten namens HIPAA.

Könntet Ihr Euch vorstellen, den einen oder anderen Arztbesuch in der Zukunft durch einen Videochat zu ersetzen? Es stellt sich dann natürlich noch die Frage, ob die Ärzte überhaupt in der Lage wären, Rezepte, Krankschreibungen & Co. auszustellen – oder ob das überhaupt Sinn ergibt.

Mit Goderma machte übrigens Anfang des Jahres bereits eine Hautarzt-App die Runde. 29 Euro kostet es hier, um eine Ferndiagnose zu Hautproblemen zu erhalten.

Die Helpout-Plattform von Google ist übrigens nicht ausschließlich für medizinische Anfragen konzipiert: User sollen hier beispielsweise auch Unterstützung beim Schminken oder beim Kochen erhalten, dann natürlich von professionellen Make-up-Artists respektive Köchen.

Quellen: Reddit, Engadget, Venturebeat

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