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Das war die CES 2014: unsere persönlichen Tops und Flops

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Die erste Messe des noch jungen Jahres ist vorbei. Sie hat einen guten Eindruck hinterlassen, die CES 2014 in Las Vegas: Die traurigen Jahre sind vorbei. Der Wirtschaft scheint es wieder gut zu gehen. Hotels, Restaurants, Messehallten waren wieder brechend voll, überall sprudeln Produktneuheiten, Konzepte und Ideen. Doch wie soll man da den Überblick behalten?

Wir fassen für euch unsere persönlichen CES-High- und -Lowlights zusammen.

Top

Bei meinen Highlights kann ich erfreulicherweise konkrete Produkte nennen, die schon bald verfügbar sein werden. Mein absoluter Messe-Favorit ist das Xperia Z1 compact von Sony – denn damit gibt es endlich wieder ein Smartphone im vergleichsweise kleinen 4,3-Zoll-Format, das technisch nicht abgespeckt ist (Hands-On-Video Xperia Z1 compact). Snapdragon 800, 21-Megapixel-Kamera und das wasserdichte Gehäuse sind dafür Beleg genug. Außerdem hat mir das Asus PadFone Mini gut gefallen (Hands-on-Video PadFone Mini).

Für eine positive Überraschung hat Samsungs Galaxy Note Pro 12.2 gesorgt: Bevor ich das Gerät in den Fingern hatte, dachte ich: Diesen Formfaktor braucht kein Mensch. Doch der Blick auf das Display hat mein Gadget-Herz direkt höher schlagen lassen.

Flop

Ein absoluter Flop war für mich dagegen die Pressekonferenz von Samsung (hier gibt es die Aufzeichnung des Live-Blogs der Samsung-Pressekonferenz) Nicht etwa wegen Michael Bays peinlichem Auftritt. Der hat wenigstens noch für etwas Abwechslung gesorgt. Aber von Samsung habe ich mir im Mobilbereich doch deutlich mehr erhofft. Natürlich, der Mobile World Congress und damit die größte Handy-Messe der Welt steht kurz bevor. Doch Sony und Asus haben in der Vergangenheit bewiesen, dass man sowohl im Januar als auch im Februar coole neue Produkte präsentieren kann.

Top

Mein absolutes Highlight der CES 2014 war weder ein Smartphone noch ein Tablet, sondern der Crystal-Cove-Prototyp der Oculus Rift. Wer die Oculus Rift nicht kennt: Dabei handelt es sich um eine Virtual-Reality-Brille, die dem User ein großes Full-HD-Display vor das komplette Sichtfeld setzt. Nachdem jedes Auge eigene Inhalte angezeigt bekommt, ist die Darstellung natürlich in 3D.

Das Besondere an der Brille sind die integrierten Bewegungs- und Positionssensoren. Der User kann sich mit der Brille also durch Kopfbewegungen 360 Grad in der virtuellen Realität umsehen. Er kann sich nach vorne beugen, um über ein Geländer zu gucken; sich nach oben strecken, um über eine Mauer zu blicken; oder sich bücken, um eine kleine Anzeige in einem Raumschiffcockpit abzulesen.

Die Oculus Rift soll noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. Und jetzt das Beste: Der Hersteller peilt einen Preis von 300 Dollar an. Wir haben auf der CES ein Hands-on-Video zur Oculus Rift Crystal Cove gedreht.

Was hat mich sonst noch beeindruckt? Das Sony Xperia Z1 compact ist richtig cool – endlich ein handliches Smartphone mit viel Power (und ohne angebissenem Apfel drauf). Eindrucksvoll war es auch, das LG G Flex endlich mal in die Finger zu bekommen. Der Sinn des gebogenen Displays erschließt sich mir allerdings noch nicht so wirklich, auch wenn der Geek in mir sagt: Geil, dass das machbar ist!

Flop

Ein absolutes Low-Light gab es für mich auf der CES eigentlich nicht. Aber ich war etwas enttäuscht über das Highlight-Vakuum bei vielen großen Smartphone- und Tablet-Herstellern. LG, was war denn das: Kein neues Tablet, kein neues Smartphone – dafür kann ich mit meinem Kühlschrank chatten? Huawei, ein einziges Gerät, und das kommt nicht nach Deutschland? Und nein, ich will keine Auflaufform von Samsung. Wo sind die Smartphones?

Klar, der Mobile World Congress steht vor der Tür. Aber wenn beispielsweise Samsung letztes Jahr ganze 27 Smartphones auf den Markt gebracht hat, dann hätte es doch bitteschön auf der CES auch ein oder zwei Neuheiten geben können.

Top

Dieses Jahr steht bei mir ganz im Zeichen der Fitness. Das habe ich mir zumindest vorgenommen – und ich bin da in der Regel sehr konsequent. Von daher galt mein diesjähriges Interesse auch den mobilen Fitness-Gadgets. Schließlich lässt sich so das Nützliche mit dem Spielerischen verbinden. Zumindest rede ich mir das ein.

Körperliche Fitness fängt mit dem richtigen Schlaf an. Das merke ich gerade mit meinem noch nicht überwundenen Jetlag ganz besonders. Wer richtig schläft, der kann unter Tags auch deutlich mehr leisten – sowohl körperlich, als auch geistig. Withings, ein französischer Hersteller mobiler Fitness-Gadgets, hat sich diesem Thema angenommen und Aura auf den Markt gebracht.

Aura ist ein komplettes System, das unseren Schlaf überwachen soll. Ein kleines, mit Sensoren vollgepacktes Kissen, das einfach unter die Matratze geschoben wird, misst unsere Atmung, unseren Herzschlag und auch die Bewegungen. Diese Daten dienen Aura dann dazu den Schlaf zu analysieren und kann uns dann beispielsweise auch in den richtigen Momenten aufwecken.

Wir haben natürlich auch ein Hands-On-Video zu Aura von Withings gedreht.

Flop

Der größte Flop kam in diesem Jahr für mich von LG. Es ist an sich nicht so schlimm, dass es von den Koreanern im Bereich "Smartphones und Tablets" keine großen Überraschungen gab – die dürften dann vor allem zum MWC 2014 (oder kurz davor beziehungsweise danach) folgen.

Was LG für mich zum diesjährigen Flop machte, war die Präsentation zu "HomeChat". Kennt Ihr das Gefühl, wenn Euch jemand etwas verkauft, auf das man eigentlich schon immer gewartet hat? Wenn man ungläubig zuhört, aber mit der Faszination im Bauch und der Hoffnung, dass es stimmen möge. Worte, die sich wie ein warmer Wickel um uns hüllen…

Wie enttäuschend ist es dann, wenn sich die Skepsis bewahrheitet? So erging es uns, und auch anderen Kollegen auch mit HomeChat. Als wir uns das Produkt ansahen, blieb am Ende nur die Erkenntnis, dass HomeChat nur eine triviale, fast schon banale Erweiterung der Produktpalette war. Nichts war es mit sprechenden, gar denkenden Küchengeräten.

Wie sagt man so schön: Under-expect and over-perform – ein Ratschlag, dem LG in diesem Falle besser gefolgt wäre.

P.S.: Nur zur Sicherheit sei gesagt, dass das LG Flex selbstverständlich von diesem harten Urteil verschont bleibt. Meine Kritik bezieht sich hier nur auf die Präsentation von LG und HomeChat.

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