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Cell Buddy: Universal-SIM-Karte gegen Roaming-Gebühren

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Auch wenn die Politik immer stärker gegen die teilweise extremen Roaming-Gebühren vorgeht, geht es nur in gewohnter Bürokratie-Geschwindigkeit voran. Der technische Fortschritt ist deutlich schneller: Das israelische Startup Cell Buddy kämpft mit einer Universal-SIM-Karte gegen freche Roaming-Kosten. Die ID-SIM erkennt, wenn der Nutzer das Telefon in einem anderen Land anschaltet und bietet über die dazugehörige App eine Liste lokaler Prepaid-Anbieter und -Tarife an. Aus dieser Liste wählt der Nutzer dann den für sich attraktivsten aus. So muss er nur die anfallenden Prepaid-Gebühren, aber keine Roaming-Kosten bezahlen. Zwar erhält der Nutzer nach der Auswahl des neuen Tarifs eine neue Nummer zugewiesen. Über eine Weiterleitung von Cell Buddy bleibt aber trotzdem die eigene Nummer weiterhin nutzbar. Bei SMS allerdings dürfte die Umleitung nicht funktionieren.

Cell Buddy schafft dabei einen internationalen Marktplatz, der zwischen Nutzern und Prepaid-Anbietern vermittelt. Wie bei derartigen Marktplätzen und Services üblich, ist dies natürlich mit Vermittlungsgebühren verbunden. Der Nutzer hat die Wahl zwischen 5 US-Dollar am Tag oder 60 US-Dollar pro Jahr. Cell Buddy richtet sich also eher an Vielreisende, denn an Gelegenheitsurlauber.

Derzeit ist Cell Buddy noch in der Planungsphase, Interessenten können sich aber bereits für das Beta-Programm anmelden, das 2014 starten soll. Bis dahin hat das Unternehmen auch noch Zeit, die internationale Verfügbarkeit des Angebotes weiter auszubauen.

Ein ähnliches Konzept bietet übrigens das Unternehmen KnowRoaming an, bei dem ein Aufkleber auf der SIM-Karte erkennt, wenn sich der Nutzer in einem fremden Land aufhält und daraufhin eine Auswahl an lokalen Prepaid-Tarifen anbietet.

Quelle: Cell Buddy (via)

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