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CCC will unverschlüsselte Kommunikation verbieten

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Während Politiker und Geheimdienstler rund um den Globus nicht mehr aus dem Schreien herauskommen, wie gefährlich die unknackbare Kommunikation für die Sicherheit der gesamten Menschheit ist, nimmt der Chaos Computer Club eine krasse Gegenposition ein: Er fordert das Verbot von unverschlüsselter Kommunikation.

Zum einen wäre das so oft geforderte Verbot von Verschlüsselung ohnehin nicht durchführbar, heißt es in der Erklärung. Wer sich nur genügend mit der Materie befasst, kann sichere Botschaften und Daten auch in vermeintlich vollkommen unauffälligen Informationen verstecken. Das ist beispielsweise das Konzept der Steganographie. Mit ihr lassen sich Daten in Bildern, Videos oder Audiodateien verstecken – und wer den richtigen Schlüssel nicht kennt, kann – eine gute Methode vorausgesetzt – noch nicht einmal nachweisen, dass dort überhaupt weitere Informationen hinterlegt sind.

Zum Anderen wäre es auch eine gefährliche Kiste. Denn nicht nur „gute“ Geheimdienste (wobei das „gut“ sicherlich auch Sache der Definition und Position ist) haben Interesse an Daten, die vielleicht aus gutem Grund geschützt werden. Auch böse Buben haben durchaus Interesse an unseren Kontodaten und an unserem Zahlungsverkehr. Und, ähm, um das mal ganz klar zu sagen: Wenn ein Geheimdienst in meiner Unterwäsche schnüffelt, um vermeintlich gutes zu tun – sprich: Terroranschläge zu verhindern – dann ist eben dieser Geheimdienst beim Schnüffeln in meiner Unterwäsche in meinen Augen gerade nicht mein Freund. Und tut auch nichts Gutes.

Mehr Infos bekommt Ihr beim CCC. Und ansonsten würde mich Eure Meinung zum Thema interessieren. Meine kennt Ihr ja jetzt.

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