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BlackBerry wollte Justin Bieber nicht

Bild: Bieber-Schriftzug: Flickr-Nutzer DDohler; Collage: TechStage

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Was passiert, wenn man als großer und erfolgreicher Smartphone-Hersteller ein Angebot von Justin Bieber ausschlägt? Richtig, die Verkaufszahlen sinken in den Keller – und das Unternehmen gerät in Schieflage. Das musste der kanadische Hersteller BlackBerry am eigenen Leib erfahren.

Bloomberg Businessweek ist den Gründen für den Absturz BlackBerrys näher auf den Grund gegangen. Dafür hat das Magazin mit vielen ehemaligen Mitarbeitern gesprochen. Im Interview mit Vincent Washington, der von 2001 bis 2011 bei Research in Motion als Senior Business Development Manager tätig war, kam ein bisher unbekanntes Detail zum Vorschein. Das kann als wichtiger Auslöser gewertet werden – quasi als Anfang vom Ende.

Bieber hatte angeboten, als Botschafter für das Unternehmen aufzutreten – für den vergleichsweise geringen Gegenwert von 200.000 US-Dollar und 20 BlackBerry-Smartphones. Washington präsentierte dieses Angebot der Marketing-Abteilung, wo er buchstäblich aus dem Büro geflogen ist. Der Grund: Bieber sei eine Modeerscheinung und werde sich nicht lange halten.

Und es kam, was kommen muss, wenn man ein solches Angebot des allmächtigen Bieber ausschlägt. BlackBerry segelt weiter der Bedeutungslosigkeit entgegen, während Bieber erfolgreich ist wie nie zuvor. Wann genau dieses Angebot von Bieber eingegangen ist, ist nicht bekannt – es muss aber zwischen 2009 und 2011 geschehen sein: zwischen der Veröffentlichung Biebers erster Single und dem Ausscheiden Washingtons bei BlackBerry.

Seitdem ist BlackBerry bemüht, den Fehler wieder auszubügeln. Dieses Jahr wurde zunächst die Sängerin Alicia Keys als Creative Director angeheuert; außerdem führt das Unternehmen den US-Präsidenten Barak Obama gerne als prominentem BlackBerry-Nutzer an. Dummerweise hat Alicia Keys nach dem Antritt ihres neuen Jobs von ihrem iPhone aus getwittert. Und auch Obama hat kürzlich erst verraten, dass er nur aus Sicherheitsgründen kein iPhone nutzen darf – nicht gerade die besten Repräsentanten also.

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