Asus Atom-Fonepad und Padfone: Handy und Tablet verschmelzen | TechStage
TechStage
Logo Qwant

Ein Angebot von

Asus Atom-Fonepad und Padfone: Handy und Tablet verschmelzen

von  // 

Ein Android-Tablet mit Intel-Prozessor, das gab es noch nie – in Smartphones von ZTE und Motorola schlägt sich Intels Atom ganz gut, warum dann nicht auch in einem Tablet? Das hat sich Asus offenbar gedacht und zeigte auf dem MWC 2013 das Fonepad, ein 7-Zoll-Tablet mit Intels Atom Z2420. Der Name deutet schon drauf hin: Telefonieren kann man mit dem Fonepad ebenfalls.

Zugleich gab es die dritte Generation des Smartphone-Tablet-Hybriden Padfone zu sehen, das Padfone Infinity. Das ist ein Smartphone, das man in eine Art Tablet-Hülle stecken kann, wo es zum Tablet mutiert. Vorteil der Hybridlösung: Apps und Daten sind prinzipbedingt synchron. Nachteil: Der Tablet ohne eingestecktes Smartphone ist ein funktionsloser Brick.

Asus Fonepad: 7-Zoll-Tablet mit Intel-Prozessor und Telefonie-Funktion

In unserem Live-Blog von der Asus-Pressekonferenz kann man es mitlesen: Das Intel-Tablet wurde von viel Applaus begrüßt. Es hat ein 7-Zoll-Display mit 1280 × 720 Punkten wie auch das Google Nexus 7 und das Amazon Kindle Fire HD. Der Prozessor ist Intels Atom Z2420, ein Einkern-Prozessor mit 1,2 GHz, der auch dank HyperThreading ganz gut mit den sonst in Tablets üblichen Zweikern-Prozessoren mithält, aber wohl langsamer als der Quadcore im Nexus 7 sein dürfte – wir sind auf die Benchmarks gespannt. Viel verriet Asus darüber hinaus nicht: 1 GByte RAM, 3-MP-Rückkamera (nicht in Europa), 1,2 MP Front, zwei Mikrofone, 8 oder 16 GByte Flash, MicroSD-Slot, Android 4.1.

Es ist in Grau oder Champagner lieferbar und soll hierzulande für 219 Euro ab April erhältlich sein, und zwar für 229 Euro mit 16 GByte und zwei Jahren Garantie, wie wir inzwischen erfahren haben. Anfangs war von 219 Euro die Rede, doch das umfasst nur ein Jahr Garantie. Da nicht von einer reinen WLAN-Version die Rede war, ist UMTS an Bord – und das ist ein echter Kampfpreis im Vergleich zum (auch von Asus hergestellten) Nexus 7, das mit UMTS 300 Euro kostet.

Asus Padfone Infinity: Der Smartphone-Teil hat High-End-Ausstattung und wird in den Tablet-Teil eingeschoben.

Die Padfone-Serie hinkte in puncto Ausstattung bisher immer hinterher, weder der Smartphone- noch der Tablet-Teil waren auf der Höhe der Zeit. Das Infinity holt nun auf: Das Smartphone hat ein 5-Zoll-Display mit FullHD-Auflösung, einen Vierkern-Prozessor (Qualcomm Snapdragon 600 mit 1,7 GHz), 2 GByte Speicher, LTE-Mobilfunk, eine 13-MP-Kamera und 16, 32 oder 64 GByte Flash – damit gehört es in die Top-Liga neben Sony Xperia Z, HTC One und (vermutlich) Samsung Galaxy S4. Asus will anders als die meisten anderen direkt die aktuelle Android-Version 4.2 installieren.

Das Tablet entspricht endlich dem, was Asus kann: Es hat FullHD-Auflösung. Eingebaut ist zudem ein weiterer Akku, der die Laufzeit des Gespanns auf die dreifache des Smartphones alleine verlängert. Der Preis ist aber happig, Asus will für das Bundle aus Smartphone und Tablet-Hülle 1000 Euro haben, immerhin für die 64-GByte-Version des Telefons, wenn man nach der Präsentationfolie geht – das ist teurer als ein High-End-Smartphone und ein (alleine nutzbares) Tablet –, ab April soll es lieferbar sein. Einen Einzelpreis nur für das Handy nennt Asus nicht. Eine Stecktastatur wie für das erste PadFone noch lieferbar und auch für das Standalone-Tablet Infinity hat Asus nicht erwähnt.

Einloggen, um Kommentare zu schreiben