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Apples Touch-ID-Sensor auch beim iPhone 6 unsicher

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Während Apple im Zuge der Veröffentlichung von iOS 8 besseren Datenschutz versprach, lässt sich der Touch-ID-Sensor des neuen iPhone 6 recht einfach austricksen – wie schon beim Vorgänger-Modell. Sicherheitsexperte Ben Schlabs musste zu diesem Zweck noch nicht mal einen neuen Fingerabdruck-Dummy anfertigen – er konnte das iPhone 6 mit Hilfe der Gummi-Attrappe entsperren, die schon beim iPhone 5s und beim Samsung Galaxy S5 funktionierte.

Wie unsere Kollegen von heise online berichten, ist im iPhone 6 derselbe Fingerabdruck-Sensor verbaut wie im Vorgänger-Modell. Kein Wunder also, dass dieser genauso leicht zu überlisten ist. In Verbindung mit dem neuen Bezahlservice Apple Pay und der Tatsache, dass auch Drittanbieter-Apps nun den Sensor in ihre Programme implementieren können, wiegt das unsichere Touch-ID-Feature als Sicherheitslücke allerdings noch schwerer als zuvor.

So lässt sich beispielsweise der Passwort-Safe 1Password per Fingerabdruck entsperren. Kein schöner Gedanke, dass auf diese Art und Weise wichtige Zugangsdaten in die Hände von bösen Buben gelangen könnten. Beim kontaktlosen Bezahlen per Touch ID stehen Ganoven zumindest noch vor der Hürde, die Fingerabdruck-Attrappe so unauffällig einsetzen zu müssen, dass Händler in Geschäften oder Kellner in Restaurants keinen Verdacht schöpfen.

Eine funktionierende Fingerabdruck-Kopie anzufertigen ist zwar nicht so einfach, wie es gerne in Action-Filmen mit Tesa und durchsichtiger Folie demonstriert wird. Andererseits ist es aber auch keine unüberwindbare Hürde für technisch versierte Kriminelle: Benötigt werden unter anderem ein hochauflösender Scanner, ein Drucker, eine Leiterplatte und Holzleim. Und beim iPhone 6 könnte sich der Aufwand nun eher lohnen.

Quelle: heise online

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