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Apple stellt iPhone 6s mit 3D Touch vor

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Erwartungsgemäß hat Apple heute in San Francisco, Kalifornien das nächste iPhone vorgestellt – und ebenfalls erwartungsgemäß handelt es sich dabei um das s-Modell und nicht um das iPhone 7, das wir dann wohl im nächsten Jahr erwarten dürfen. Auch optisch folgt Apple damit einem Trend: Das iPhone 6s sieht exakt so aus wie das (noch) aktuelle iPhone 6. Hören möchte Apple das allerdings nicht: Laut Apple-Chef Tim Cook war „das einzige, was wir geändert haben, ... alles“.

Das Gehäuse besteht aus einer neuen Legierung. Neben den bisherigen Farben Space Grey, Silber und Gold gibt es nun Roségold.

Apple iPhone 6s in Roségold
Apple iPhone 6s in Roségold

Das Display des iPhone 6s hat wie bisher 4,7 Zoll. Neu ist die Touch-Technik. Wie erwartet gibt es das von der Apple Watch bekannte Force Touch, das bei festerem Fingerdruck zusätzliche Funktionen aufruft oder Menüs öffnet. Apple nennt das beim iPhone 6s 3D Touch. Auf dem Hauptmenü gibt es beispielsweise die Möglichkeit, durch einen festeren Druck auf ein App-Icon ein Kontextmenü aufzurufen, das direkt bestimmte Funktionen der Anwendung öffnet. Die Kamera-App nimmt etwa direkt ein Foto, ein Video oder eine Zeitlupenaufnahme auf.

Auch in den Apps gibt es neue Funktionen. Ein leichter Druck auf eine E-Mail beispielsweise zeigt eine Vorschau an, ein fester Druck holt die bereits bekannte Ansicht in den Vordergrund. Ein leichter Tipp auf einen Link in einer E-Mail zeigt eine Vorschau der Webseite an, ein festerer Druck öffnet den Webbrowser Safari. Das Wechseln zwischen Apps kann ebenfalls mit einer neuen Geste erfolgen: Ein fester Druck auf den Rand des Displays und das Wischen ins Innere holt die App-Übersicht nach vorne. Auch Spiele sollen von der neuen Eingabemethode profitieren.

Im Inneren gibt es einen neuen Antrieb für haptisches Feedback. Anstelle des bisher bekannten Vibrationsmotor kommt eine Art Linearantrieb zum Einsatz, der deutlich schneller reagiert und unterschiedlich spürbare Reaktionen auf verschiedene Eingaben wiedergeben kann.

Für den Antrieb sorgt der 64-Bit-Prozessor Apple A9. Er ist quasi der kleine Bruder des A9X, der im iPad Pro zum Einsatz kommt. Zu weiteren technischen Details wie Taktfrequenz oder Arbeitsspeicher hat Apple sich wie üblich nicht geäußert.

Wie beim Vorgänger gibt es einen Bewegungs-Koprozessor, der nun Apple M9 heißt. Er soll die Bewegungssensoren des Smartphones permanent im Hintergrund abfragen, ohne den Hauptprozessor zu belasten.

Siri reagiert nun auch ohne Tastendruck direkt auf den Sprachbefehl „Hey Siri“. Außerdem gibt es die zweite Version des Fingerabdrucksensors Touch ID, der doppelt so schnell sein soll wie der bisher bekannte Sensor.

Kamera im Apple iPhone 6s
Kamera im Apple iPhone 6s

Besonders stolz ist Apple auf die 12-Megapixel-Kamera. Ihr Autofokus soll schneller sein, außerdem soll der Sensor lichtempfindlicher sein als beim Vorgänger. Dass nun Video-Aufnahmen mit UHD-Auflösung möglich sein sollen, dürfte vor allem die Apple-Controller freuen – bei den elefantösen Datenmengen, die dabei anfallen, werden sicherlich mehr Kunden zu den teureren Modellen mit höherer Speicherkapazität greifen.

Die Frontkamera hat eine Auflösung von 5 Megapixeln. Sie hat nun auch eine Art „Blitz“: Das Display des iPhone wird zur Ausleuchtung genutzt. Die Farbtemperatur der Beleuchtung wird dabei wie beim Dual-LED-Blitz auf der Rückseite an die Farbtemperatur der Umgebung angepasst. Damit’s cool klingt, bekommt die Beleuchtung den Namen Retina Flash.

Softwareseitig neu sind die sogenannten Live-Fotos. Zusätzlich zum Standbild werden eineinhalb Sekunden bewegte Bilder aufgezeichnet. Das passiert standardmäßig bei jedem Bild, sofern man die Funktion nicht explizit deaktiviert. Diese Live-Fotos sollen dank API-Unterstützung auch von anderen Apps unterstützt werden – und werden demnächst auch von Facebook unterstützt.

Das iPhone 6s kommt wie der Vorgänger mit 16, 64 oder 128 GByte Speicher. Auch der Preis soll gleich bleiben – genannt hat Apple bislang nur die US-Preise mit Vertrag. Für 100 Dollar Aufpreis gibt es das größere iPhone 6s Plus. Das vorige Modell iPhone 6 bleibt im Programm und wird voraussichtlich 100 Euro weniger kosten.

Neu ist das iPhone Upgrade Programm, mit dem Käufer ihr iPhone jedes Jahr gegen ein neues Modell tauschen können. In den USA kostet es ab 32 Dollar im Monat. Ob und zu welchen Konditionen es auch in Deutschland verfügbar sein wird, wissen wir aktuell noch nicht.

iOS 9 soll ab dem 16. September verfügbar sein. Das neue iPhone ist ab dem 12. September vorbestellbar, ab dem 25. September ist es zu haben – auch in Deutschland.

Android-Umsteigern soll es nun mit Anwendungen, die alle Daten vom alten auf das neue Smartphone übertragen, besonders leicht gemacht werden, die Welt zu wechseln.

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