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Apple Music kommt mit Beats 1 und sozialem Netzwerk

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Es kombiniert einen Streaming-Dienst, einen 24/7-Radiosender mit Top-Besetzung und ein eigenes soziales Netzwerk für Künstler: Apples neuester Streich könnte den Markt der Musik-Flatrates aufmischen.

Das „One more thing“ auf der 26. Entwicklerkonferenz WWDC 2015 trägt den Namen Apple Music. Es ist ein einzigartiger Dienst mit einer intuitiven App für das iPhone, iPad, den Mac sowie für Windows und Android.

In erster Linie ist Apple Music ein Streaming-Angebot, so wie man es von Spotify, Deezer und Co. kennt. Der Nutzer kann nach Titel, Album, Gerne und Interpret suchen und die Musik abspielen. Der Katalog wird von Apple iTunes sowie Beats Music bereitbgestellt und umfasst mehr als 30 Millionen Songs. Man kann jedes Musikstück, verschiedene Alben oder jede Wiedergabeliste, die man auswählt, streamen – oder man überlässt die Entscheidung den Algorithmen von Apple. Die App beinhaltet ebenfalls eine Offline-Funktion, falls man keine Verbindung hat.

Apple hat Musikexperten von überall auf der Welt in das Team geholt, um die idealen Wiedergabelisten auf Basis der Vorlieben eines Nutzers zu erstellen. Und je mehr man hört, desto besser werden die Vorgaben. Der Bereich „For You“ in Apple Music bietet einen neuen Mix an Alben, Neuerscheinungen und Wiedergabelisten, die ausschließlich für den jeweiligen Nutzer personalisiert werden.

„Wir lieben Musik und der neue Dienst Apple Music gibt jedem Fan eine unglaubliche Erfahrung unmittelbar an die Hand“, sagt Eddy Cue, Senior Vice President Internet Software und Services von Apple. „Sämtliche Möglichkeiten, wie Leute es lieben Musik zu genießen, werden in einer App vereint – ein revolutionärer Streaming-Dienst, ein weltweites Live-Radio und ein spannender Weg für Fans, mit Künstlern in Kontakt zu treten.“

Apple iTunes Match inklusive

Dies ist ein wichtiger und zeitsparender Vorteil gegenüber den meisten Anbietern im Markt: Die Migration von lokaler Musik auf dem Computer. Apple Music beinhaltet iTunes Match. Mittels der Funktion kann man von überall auf seine Musik zugreifen. Die eigene Musik, sprich alles, was man nicht im iTunes Store von Apple gekauft hat, wird primär nicht hochgeladen, sondern von iTunes Match gescannt und durch eine 256kbits-DRM-freie Version ersetzt. Also kein ewiges Hochladen, sondern sofort griffbereite Musik. Titel, die nicht gefunden werden konnten, werden vereinzelt bei Apple Music hochgeladen.

Apple Music Radio

Das zweite Highlight neben des Musik-Streamings ist Beats 1, der bisher erste Live-Radiosender von Apple, der sich vollständig der Musik und Musikkultur widmet. Der Sender wird in mehr als 100 Ländern ausgestrahlt – direkt aus New York City, Los Angeles, Kalifornien und London. „Beats 1 ist eine 24-stündige Hörerfahrung unter der Federführung einflussreicher DJs wie Zane Lowe, Ebro Darden und Julie Adenuga.“ – bewirbt Apple. „Hörer auf der ganzen Welt werden die selbe großartige Programmgestaltung zum selben Zeitpunkt hören. In spannenden Sendungen auf Beats 1 werden exklusive Interviews, Gastmoderatoren und das Beste, was in der Welt der Musik geschieht, zu hören sein.“

Apple Music: Geräte
Apple Music: Geräte

Apple Music Connect

Drake
Dem Künstler Drake gefällt die Apple Music Connect-Funktion

Die dritte und damit die interessanteste Säule bildet der Unterpunkt Music Connect. Es ist eine Art soziales Netzwerk und bietet Künstlern und Fans eine Kontaktmöglichkeit. Über Connect können Interpreten Songtexte, Backstage-Fotos und -Videos teilen oder sogar ihren neuesten Song unmittelbar an Fans direkt von ihrem iPhone aus veröffentlichen. Fans können sämtliche Status-Updates kommentieren oder „liken“ und über Messages, Facebook, Twitter und E-Mail teilen. Und auf Kommentare kann der Künstler direkt dem Nutzer antworten.

Verfügbarkeit und Preise

Ab Dienstag, den 30. Juni, können sich Interessierte auf der ganzen Welt zu einer dreimonatigen, kostenlosen Mitgliedschaft anmelden, danach wird eine monatliche Abonnementgebühr von 9,99 US-Dollar pro Monat fällig. Es wird außerdem einen Family Plan geben, der den Dienst für 14,99 US-Dollar pro Monat bis zu sechs Familienmitgliedern zugänglich macht.

Ganz cool, wie es sich heutzutage gehört, ist Apple Music auch schon auf Instagram vertreten – in weniger als zwei Stunden hat man dort mehr als eine Viertel Million Nutzer gefunden. Glückwunsch zum erfolgreichen Start. Webseite, Facebook, Twitter und Tumblr gibt es auch.

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