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Apple-Auftragsfertiger Foxconn überlastet Arbeiter

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Und wieder machen die Arbeitsbedingungen bei Foxconn die Runde im Internet, aktuell auf Bestreben des chinesischen Gewerkschaftsverbands: „Der taiwanische Auftragsfertiger setzt ein schlechtes Zeichen für viele Industrien, weil er seine Mitarbeiter zu viele Überstunden machen lässt.“ Das sagte Gewerkschaftsfunktionär Guo Jun auf einer Pressekonferenz der ACFTU (All China Federation of Trade Unions). Die Sorgen von Guo: Andere Unternehmen könnten sich ein Beispiel an der hohen Arbeitsbelastung bei Foxconn nehmen und versuchen, ihre Gewinne zu vergrößern. Und bei den Mitarbeitern könne der hohe Anspruch zu Angstzuständen, Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen führen, zudem bestehe die Gefahr einer erhöhten Selbstmordrate. Guo fordert Strafen für solche Praktiken – ansonsten würde sich nichts verändern.

Zwar kontrolliert Apple die Arbeitszeiten seiner Zulieferer: Maximal 60 Stunden dürfen Arbeiter nach Apples Vorgaben am Band stehen – pro Woche. 2013 sollen sich im Schnitt 95 Prozent von Apples Auftragnehmern an diese Vorgaben gehalten haben.

Neben Apple lassen auch andere High-Tech-Unternehmen ihre Produkte bei Foxconn fertigen, darunter zum Beispiel Acer, Amazon, Dell, Intel, Microsoft, Motorola, Nintendo, Sony und Samsung. Um so mehr wäre es ein Zeichen, wenn Apple in puncto Arbeitsbedingungen ein Zeichen setzen würde.

Interessantes Detail: Der chinesische Gewerkschaftsverbund ist nicht unabhängig, sondern wird von der Kommunistischen Partei kontrolliert. In ihm sind 134 Millionen Menschen organisiert – das macht ihn zur größten Gewerkschaft der Welt.

Quelle: heise online

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