WLAN, LTE, Akku & Solar: Die fünf besten autarken Überwachungskameras

Eufy Solocam S40

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In unserer Bestenlisten finden sich nicht nur WLAN-Überwachungskameras, deren Akku per Photovoltaik befüllt wird, sondern auch LTE-Varianten mit Solarpanel.

Der Einsatz von Überwachungskameras (Themenwelt) für Garten oder Einfahrt scheitert oft an fehlenden Kabeln für Netzwerk und Stromversorgung. WLAN-Varianten mit Akku (Ratgeber) sind hier erste Wahl, sofern der heimische Router bis zum geplanten Standort der Kamera funkt. Sollte das nicht der Fall sein, können Anwender auf LTE-Kameras ausweichen. In beiden Fällen muss aber, je nach Stärke des Akkus, das Gerät früher oder später an die Ladestation. Es sei denn, der Akku wird per Photovoltaik betankt. Damit entfällt das manuelle Aufladen der Überwachungskamera, sofern das Solarpanel einige Stunden täglich Sonnenenergie ernten kann.

Die Sonne als Energiequelle zum Laden einer Überwachungskamera zu nutzen, wird bei den Herstellern immer beliebter. Ein optional erhältliches Solarpanel hat fast jeder im Angebot. Für die Unabhängigkeit vom Stromnetz müssen Anwender je nach Hersteller zwischen 15 (Reolink) und 70 Euro (Arlo) optional bezahlen. Doch inzwischen gibt es auch vermehrt preiswerte Angebote, die bereits ein Solarpanel enthalten.

Und dann gibt es noch die Eufy Solocam S40 (Testbericht), die auf der Gehäuseoberfläche ein Solarpanel integriert hat. Das hat den Vorteil, dass man sich für die Montage nur um ein Gerät Gedanken bei der Standortsuche machen muss. Andererseits schränkt das die Auswahl des Montageorts auch etwas ein: Schließlich muss das Solarpanel für das Auftanken des Kameraakkus zumindest einige Stunden das Sonnenlicht ernten, um es in elektrische Energie umwandeln zu können. Überwachungskameras mit separatem Solarpanel sind da flexibler. Anwender können solche Modelle beispielsweise im Schatten platzieren, während sie für das Solarpanel, dank eines mehreren Meter langen Anschlusskabels, meist problemlos ein sonniges Plätzchen für die Montage finden.

Was darüber hinaus bei der Auswahl einer Überwachungskamera noch wichtig ist, klären wir im Folgenden.

Aus Sicherheitsgründen statten immer mehr Hersteller von Überwachungskameras ihre Geräte mit LED-Leuchten aus. Getreu dem Motto Licht vertreibt finstere Gestalten, schalten sich die auch als Spotlight bezeichneten LED-Scheinwerfer bei Bedarf automatisch ein, sobald die Kamera eine Bewegung erfasst. Ein Nebeneffekt der Zusatzbeleuchtung ist, dass entsprechende Überwachungskameras auch bei Dunkelheit Videos in Farbe aufzeichnen. Bis auf die Reolink Go PT Plus (Testbericht) bieten alle anderen Varianten dieser Bestenliste farbige Nachtsicht. Das Bild ist zudem klarer, sodass ungebetene Gäste besser identifiziert werden können. Überwachungskameras mit LED-Leuchte bieten damit ein höheres Sicherheitsniveau als Modelle ohne Lampen. Mehr Informationen zu diesem Thema bietet unser Ratgeber Überwachungskameras: Außenleuchten mit Kamera, Spotlight- und Floodlight-Cams ab 90 Euro.

Sogenannte PTZ-Kameras (Pan, Tilt, Zoom - Schwenken, Neigen, Zoomen) überwachen dank eines schwenk- und neigbaren Objektivs einen deutlich größeren Bereich als Überwachungskameras mit einer starren Linse. Letztere bieten meist ein 110° bis 130° großes Sichtfeld, während PTZ-Varianten in der Summe auf 360° kommen.

Die Auflösung einer Überwachungskamera dürfte für viele Anwender ein entscheidendes Auswahlkriterium darstellen. Je höher diese ausfällt, desto mehr Details liefern die aufgezeichneten Videos und Bilder. Natürlich muss der Bildsensor dafür ausgelegt sein und auch bei hoher Auflösung noch eine genügende Lichtempfindlichkeit bieten. Was Letzteres anbelangt, sind die in dieser Bestenliste aufgeführten Überwachungskameras gut aufgestellt. Sie liefern bei Tag und bei Nacht eine gute Bildqualität. Aber sie unterscheiden sich in Sachen Auflösung zum Teil erheblich. Das sollten Anwender bedenken, wenn es darum geht, auch mal auf ein bestimmtes Objekt zu zoomen. Hier bieten Modelle mit hoher Auflösung klare Vorteile. Gegenüber der Full-HD-Kamera Arlo Go 2 bietet die Eufy Solocam S40 mit einer Auflösung von 2304 × 1296 Pixel ein um 44 Prozent höhere Pixelanzahl. Bei den Reolink- und Ezviz-Modellen, die mit 2560 × 1440 Bildpunkten auflösen, liegt der Vorteil sogar bei +78 Prozent.

Überwachungskamera Auflösung (Breite x Höhe) Pixelanzahl Verhältnis zu Full-HD
Reolink Argus 3 Pro, Go PT Plus 2560 x 1440 3.686.400 + 78 Prozent
Ezviz Elife 2K+ 2560 x 1440 3.686.400 + 78 Prozent
Eufy Solocam S40 2304 x 1296 2.985.984 + 44 Prozent
Arlo Go 2 1920 x 1080 2.073.600 Full-HD

Die Qualität der Apps zur Bedienung der in dieser Bestenliste aufgeführten Überwachungskameras ist insgesamt gut. Anwender können damit sämtliche relevanten Parameter bequem einstellen und die Kameras effizient steuern. Im Detail gibt es aber dennoch einige bemerkenswerte Unterschiede. Eufy bietet für die Solocam S40 ein Energie-Dashboard, das derzeit noch getestet wird, aber dennoch sehr nützlich ist, weil es relevante Daten zur Energieversorgung übersichtlich darstellt.

Wer seine Überwachungskamera auch vom Desktop bequem steuern möchte, ist mit den Reolink- und Arlo-Modellen am besten bedient. Die Desktop-Anwendung von Reolink, die für Windows und für macOS vorliegt, bietet dieselben Einstellungsmöglichkeiten wie die mobile App. Auch lassen sich beide Tools ähnlich bedienen, was eine konsistente Benutzererfahrung garantiert. Arlo bietet zwar kein eigenständiges Desktop-Programm zur Steuerung seiner Überwachungskameras. Doch mit einer Web-Anwendung können Nutzer ihre Arlo-Cams bequem vom Desktop aus verwalten und konfigurieren.

Das ist nicht selbstverständlich. Oft sehen Kamerahersteller keine Desktop-Anwendung zur Steuerung ihrer Geräte vor oder, wie im Fall von Eufy und Ezviz, gibt es nur eine Web-respektive Desktop-Anwendung mit reduzierter Funktionalität, die sich auch in Sachen Bedienung von der mobilen Anwendung unterscheidet.

Mit den Reolink-Modellen können Anwender nicht nur zur Sicherheitsüberwachung einsetzen. Zusätzlich können sie auch eine Zeitraffer-Aufnahme konfigurieren, um so etwa den Fortschritt beim Hausbau oder anderer Ereignisse zu dokumentieren.

Mit der Unterstützung von Amazon Alexa, Google Assistant, IFTTT und Samsung Smartthings bietet die Arlo Go 2 mehr Optionen für die Integration in ein Smart-Home-System als viele andere Überwachungskameras. Die Einbindung in die verschiedenen Systeme ist dabei besonders gut gelungen. So wird etwa unter Google Home der Videostream der Kameras auch in der mobilen App dargestellt, während bei Überwachungskameras anderer Hersteller die Ausgabe nur auf einem Smart Display wie Nest Hub möglich ist.

Leider bietet Eufy für seine Überwachungskameras keine Integrationsmöglichkeiten für andere Smart-Home-Systeme wie Aqara (Ratgeber), Bosch (Testbericht), Elesion (Ratgeber), Homekit (Ratgeber), Homey Pro (Test), Tuya (Testbericht) oder Smartthings (Testbericht). Immerhin sind Eufy-Überwachungskameras dank einer Community-App kompatibel zu Homey Pro (Testbericht). Den Standard ONVIF (Open Network Video Interface) unterstützt die Kamera genauso wenig wie IFTTT. Letzteres gilt auch für die Reolink-Modelle, die außer zu Amazon Alexa und Google Assistant keine Integration in ein Smart-Home-System bietet. Etwas besser sieht es bei Ezviz aus: Die Elife 2K+ unterstützt IFTTT und ist kompatibel zu Homematic IP (Testbericht).

Im Test überzeugt die Eufy Solocam S40 (Testbericht) mit einer Auflösung von 2304 × 1296 Pixel nahezu in jedem Bereich. Die integrierte 600 Lumen starke LED-Beleuchtung sorgt für farbige Nachtsicht von bis zu acht Metern und dank des integrierten Solarpanels ist die Solocam S40 nahezu energieautark. Mit der bis zu 90 dB lauten Sirene dürfte sie in Kombination mit dem automatisch leuchtenden Spotlight ungebetene Gäste zuverlässig abschrecken. Wie von anderen Eufy-Kameras gewohnt, überzeugen auch die stabile WLAN-Verbindung und der schnell zur Verfügung stehende Livestream. Dank der Möglichkeit, bei Bewegungen Menschen zu identifizieren, kommt es zu fast keinen Fehlalarmen.

Regulär kostet die Eufy Solocam S40 199 Euro. Aktuell ist sie bei vielen Händlern für knapp 170 Euro im Angebot. Tink bietet die Solocam S40 auch im Doppelpack und im Dreierset für 249 und 349 Euro an, was einem Einzelpreis von etwa 125 und 116 Euro entspricht. Einzeln ist sie bei Tink auch im Bundle mit einem Google Nest Hub für knapp 170 Euro erhältlich.

Reolink bietet mit der Argus 3 Pro (Testbericht) eine Spotlight-Überwachungskamera mit 850 Lumen starker Leuchtkraft und farbiger Nachtsicht, die dank Dual-WLAN und Akku relativ flexibel positioniert werden kann. Dank des Solarpanels übernimmt die Sonne das Aufladen des Akkus. Unter günstigen Bedingungen müssen Anwender sie nicht einmal manuell laden. Die Aufnahmequalität mit einer maximalen Auflösung von 2560 × 1440 Bildpunkten ist gut und sehr detailreich – inklusive farbiger Nachtsicht. Die Benachrichtigungen funktionieren zeitnah und zuverlässig auf Wunsch auch per E-Mail. Fehlalarme sind dank umfangreicher Einstellungsmöglichkeiten und der Fähigkeit der Kamera zwischen Personen, Fahrzeuge und anderen Objekten zu unterscheiden, nahezu ausgeschlossen. Zudem lässt sich die Kamera nicht nur über eine Smartphone-App steuern, sondern auch bequem über den Desktop. Und mit einer Zeitraffer-Funktion bietet sie ein Feature, mit dem nicht viele Überwachungskameras aufwarten können.

Die Reolink Argus 3 Pro ist in den Farben Schwarz und Weiß inklusive eines farblich passenden Solarpanels für rund 150 Euro erhältlich. Aktuell gibt es einen Rabatt in Höhe von 40 Euro, sodass die 2K-Überwachungskamera für 110 Euro den Besitzer wechselt. Es gibt auch eine Variante der Argus 3 Pro, die noch günstiger ist, sich von der getesteten Version aber unterscheidet. Wie das Testmodell bietet sie zwar eine 2K-Auflösung, kann aber nur im 2,4-GHz-WLAN funken.

Reolink bietet mit der Go PT Plus (Testbericht) eine universell einsetzbare Überwachungskamera, die mit einem schwenk- und neigbaren Objektiv eine Rundumüberwachung und eine maximale Auflösung von 2560 × 1440 Pixel bietet. Dank Akkubetrieb und LTE können Anwender den Montageort für die Kamera unabhängig von einer Stromversorgung und WLAN-Netz wählen. Mit dem Solarpanel steigt die Flexibilität zusätzlich, da das Aufladen des Akkus die Sonne übernimmt. Somit muss man sie unter günstigen Bedingungen nicht einmal manuell laden. Die Aufnahmequalität ist gut, die Benachrichtigungen funktionieren zeitnah und zuverlässig – optional auch per E-Mail. Die KI kann bei Bewegungen zwischen Personen, Fahrzeuge und anderen Objekten unterscheiden, sodass es kaum zu Fehlalarmen kommt. Und auch die Zeitraffer-Funktion ist bei diesem Reolink-Modell mit an Bord.

Die Reolink Go PT Plus kostet inklusive Solarpanel derzeit rund 370 Euro – aktuell gibt es einen Rabatt in Höhe von 50 Euro. Ohne Solarpanel ist sie ab etwa 306 Euro erhältlich. Wer auf die LTE-Verbindung verzichten kann, findet mit der Reolink Argus PT (Testbericht) eine fast baugleiche WLAN-Variante, die inklusive Solarpanel für rund 180 Euro deutlich günstiger ist.

Insgesamt bietet Ezviz mit der Elife 2k+ (Testbericht) eine gute Überwachungskamera, die mit einer Auflösung von 2560 × 1440 Pixel und farbiger Nachtsicht in Sachen Bildqualität durchaus zu überzeugen weiß. Positiv ist auch, dass sie sich dank einer magnetischen Halterung, Akku und WLAN relativ flexibel positionieren lässt. Das Solarpanel, welches bereits mit wenigen Stunden Sonnenschein den Akku mit genügend Energie versorgt, ohne dass Anwender manuell eingreifen müssen, ist ein weiteres Highlight. Mit der Möglichkeit zur lokalen Speicherung von Videos benötigen Anwender kein kostenpflichtiges Cloud-Abo. Wer daran interessiert ist, kann es trotzdem hinzubuchen. Dank der Möglichkeit, zwischen Bewegungen aller Art und Menschen zu unterscheiden, sind Fehlalarme so gut wie ausgeschlossen. Um den Livestream zu verfolgen, kann man auch auf die Desktop-Anwendung oder auf ein smartes Display wie Amazon Echo Show ausweichen.

Der UVP für die Ezviz Elife 2K+ (BC1C) liegt bei knapp 170 Euro. Aktuell gibt es einen Rabatt in Höhe von 25 Euro, sodass sie für 145 Euro den Besitzer wechselt.

Als eine der wenigen Überwachungskameras unterstützt die Arlo Go 2 (Testbericht) WLAN und Mobilfunk. Damit ist sie hinsichtlich der Standortwahl deutlich flexibler als andere Modelle, die entweder nur Mobilfunk oder lediglich WLAN unterstützen. Für die Kamera mit Full-HD-Auflösung spricht außerdem die mithilfe des 850 Lumen starken LED-Spotlights realisierte farbige Nachtsicht, die gute Integration in Smart-Home-Systeme, das tolle Handbuch, die nützlichen FAQs, der austauschbare Akku und die Möglichkeit, sie über die Web-App bequem vom Desktop aus zu steuern. Doch es gibt auch einen Negativpunkt: Die Arlo bietet die volle Funktionalität nur in Verbindung mit einem kostenpflichtigen Cloud-Abo. Wer also Wert auf einen Cloud-Videospeicher, individuelle Benachrichtigungseinstellungen, Bewegungserkennung differenziert nach Erkennung von Personen, Fahrzeugen, Tieren und Paketen, sowie Aktivitätszonen und Notfallkontakte legt, muss monatliche Kosten einplanen.

Arlo verlangt für die Go 2 knapp 330 Euro. Für die lokale Speicherung sind zusätzliche Kosten für eine microSD-Karte einzukalkulieren. Wer die Kamera mit allen Funktionen nach der dreimonatigen kostenlosen Cloud-Testphase weiterverwenden möchte, muss monatlich mindestens 2,99 Euro für den Arlo Secure Plan bezahlen. Sind mehrere Arlo-Kameras im Einsatz, steigt der Preis auf 9,99 Euro.

Dank Akku und Solarpanel müssen Anwender die in dieser Bestenliste aufgeführten Überwachungskameras nicht manuell laden, wenn am Aufstellort zeitweise die Sonne scheint. Einen solchen Platz zu finden, ist dank WLAN- oder LTE-Verbindung in der Regel unproblematisch. Beim Testsieger, der Eufy Solocam S40, ist das Panel sogar im Gehäuse integriert.

Weitere Details zu den in dieser Bestenliste aufgeführten Überwachungskameras bieten die jeweiligen Einzeltests:

Mehr Informationen zum Thema finden TechStage-Leser im Themenschwerpunkt Überwachungskameras. Nützliche Informationen zur Auswahl einer Überwachungskamera bietet der Beitrag WLAN, Cloud, Solar: Überwachungskameras für innen & außen ab 30 Euro. Darin erläutern wir die wichtigsten Kaufkriterien und präsentiert die besten Überwachungskameras der verschiedenen Kategorien mit Preisen zwischen 30 und 500 Euro.

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