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Auch billig ist gut: Wir haben uns sechs E-Mountainbikes von 700 bis 1100 Euro angeschaut und verraten, welches das Beste ist.

E-Mountainbikes machen im Gegensatz zu normalen E-Bikes nicht nur im Gelände eine gute Figur. Auch im Stadtverkehr zahlt sich die robuste Verarbeitung aus. So braucht man bei einem E-MTB meist keine Bedenken zu haben, dass beim flotten Bordsteinfahren etwas kaputtgeht. Das Problem: Sie sind zum einen recht teuer, zum anderen sind sie aktuell häufig ausverkauft.

In diesem Vergleichstest zeigen wir sechs geländegängige E-Bikes, die sich allesamt in einem bezahlbaren Rahmen zwischen 700 und 1100 Euro bewegen. Zwei Modelle lassen sich gar für einen Transport oder eine platzsparende Lagerung zusammenklappen.

Damit man bedenkenlos auf deutschen Straßen mit einem E-Bike fahren kann, sollte es die Voraussetzungen eines Pedelecs erfüllen. Dazu gehört unter anderem, dass der Motor nicht stärker als 250 Watt sein darf. Auch muss der Motor beim Erreichen einer Geschwindigkeit von 25 Kilometer pro Stunde abregeln. Ein bei vielen chinesischen E-Bikes üblicher Gasgriff ist genauso wenig erlaubt wie eine elektronische Hupe.

Die CE-Kennzeichnung, die den allermeisten chinesischen E-Bikes fehlt, ist übrigens nicht verpflichtend. Allerdings handelt es sich beim Fehlen der CE-Kennzeichnung um eine Ordnungswidrigkeit. Hier kann es zu Bußgeldern gegenüber Hersteller und Händler kommen, nicht aber gegenüber dem Käufer oder Verwender.

Wer sein E-Mountainbike online bestellt, muss es nach der Lieferung zusammenschrauben. Das ist nicht wirklich schwierig, die jeweiligen Werkzeuge liegen bei. Meist muss der Käufer den Lenker und das Frontlicht festschrauben sowie das Vorderrad einsetzen. Auch der Ständer und die Pedale sind häufig nicht vormontiert. Vor der ersten Fahrt sollten dann noch alle Schrauben nachgezogen und die Reifen aufgepumpt werden.

Bei E-Mountainbikes der unteren Preiskategorie kommen meist Heckmotoren zum Einsatz. Diese sind deutlich günstiger als die überlegenden Mittelmotoren. In den meisten Fällen springen diese Heckmotoren mit einer gewissen Verzögerung an. Will heißen, dass der Fahrer erst einmal eine halbe Umdrehung in die Pedale steigen muss, bevor der Motor mitzieht. Genauso lange laufen sie in der Regel dann auch nach. Wer diesen Effekt vermindern will, sollte darauf achten, dass das E-Mountainbike der Wahl einen Trittfrequenzsensor hat.

Wer sich tiefer in die Thematik einlesen will, dem empfehlen wir unseren Ratgeber E-Mountainbikes unter 1500 Euro: Darauf gilt es bei billigen E-MTBs zu achten. Im folgenden Preisvergleich zeigen wir die günstigsten verfügbaren E-Mountainbikes der Preisvergleichsseite Geizhals.

Das Decathlon E-ST 100 bietet für seinen Kaufpreis von 1100 Euro im Decathlon-Store (Kauflink) ein rundes Gesamtpaket mit einem Heckantrieb. Besonders hat uns das gute Fahrgefühl überzeugt. Das ergibt sich zum einen dadurch, dass die günstigen Komponenten gut zusammenarbeiten. So greifen die Bremsen zuverlässig und die Gangschaltung bietet eine vernünftige Übersetzung. Auch der Rahmen fühlt sich sportlich an und die Reifen zeigen ein deutliches Profil, welches im Gelände zuverlässig greift.

Zum anderen baut Decathlon in sein E-ST 100 einen Trittfrequenzsensor ein, der dafür sorgt, dass der ausreichend starke Heckmotor beim Pedalieren schnell anspringt und genauso schnell wieder aufhört anzuschieben.

Der Akku ist mit einer Kapazität von 380 Wattstunden nicht der Größte. Dennoch reicht die Kapazität aus, uns in der höchsten Unterstützungsstufe 50 Kilometer weit zu befördern, bevor er wieder ans Netz muss. Zum Laden kann der Käufer den Akku entnehmen. Was dem Decathlon E-ST 100 komplett fehlt, sind Beleuchtung, Ständer und Schutzblech.

Das Eleglide F1 ist mit einem Kaufpreis von nur 700 Euro (Geekmaxi-Kauflink, Gutscheincode WMQQY2C4, EU-Lager) das günstigste E-MTB in unserem Vergleichstest. Auch deswegen schiebt es sich souverän auf den zweiten Platz. Schon auf den ersten Blick verrät das Eleglide F1, dass es sich hier um ein ganz besonders E-Bike handelt. Denn der breite Rahmen beherbergt nicht nur den entnehmbaren 374,4-Wattstunden-Akku, sondern auch ein Scharnier. Darüber lässt sich das E-Mountainbike trotz der großen 26-Zoll-Reifen zusammenklappen, um es etwa bequem im Auto zu transportieren.

Gut ist auch die Federung. Denn das Eleglide F1 federt über eine Gabel nicht nur wie bei E-MTBs üblich das Vorderrad, sondern hat zusätzlich eine Hinterradfederung. Gerade bei holprigen Waldwegen hilft sie, dumpfe Stöße zuverlässig abzufedern. Zudem verfügt das E-Mountainbike über eine 21-Gang-Schaltung.

Weniger gut haben uns die Bremsen gefallen. Auch die fehlende Dämpfung der Federgabel nervt auf Dauer. Käufer müssen zudem damit leben, dass das Eleglide F1 eine sehr einfache Steuereinheit benutzt. Sie kommt ohne Display aus. So weiß der Fahrer nie, wie schnell er tatsächlich fährt.

Auch wenn das Eleglide F1 aus China kommt und keine gültige CE-Kennzeichnung besitzt, erfüllt es die Auflagen, um als Pedelec zu gelten.

Das Fiido M1 Pro ist ein echter Spaßgarant! Dabei ist es nicht einmal wirklich teuer. Es kostet bei Banggood (Kauflink) und bei Geekmaxi (Kauflink) gut 1000 Euro. Beide verschicken aus einem europäischen Lager.

Beim Fiido M1 Pro handelt es sich um ein vollgefedertes E-Klapprad mit Fatbike-Reifen und starkem 500-Watt-Motor. Das ist der kräftigste Motor dieses Vergleichstests. Auch die Optik weiß zu überzeugen, das Fiido M1 Pro zieht regelmäßig Blicke von Passanten auf sich. Das Fahrgefühl ist fantastisch! Das liegt zum großen Teil an den fetten Reifen, die viele Unebenheiten einfach wegsaugen. In Kombination mit der Federung, dem starken Motor, den guten Bremsen und dem Gashebel kommt hier fast schon Mofa-Flair auf.

Erlaubt ist das Fiido M1 Pro in Deutschland nicht. Der Motor ist zu stark, es hat eine elektrische Hupe und einen Gashebel. Zudem lässt es sich sehr einfach auf 35 Kilometer pro Stunde freischalten. Wer auf privaten Wegen oder Grundstücken fährt, den wird das kaum stören.

Das Eskute Voyager kostet 1100 Euro, wirkt aber auf den ersten Blick teurer, uns gefällt das schicke Design. Der Rahmen versteckt den entnehmbaren und mit 480 Wattstunden sehr großen Akku komplett. Auch die Kabel versteckt das Eskute Voyager geschickt. Der 250-Watt-Motor ist ausreichend stark.

Wer will, kann den beiliegenden Gasring an den Lenker montieren. Erlaubt ist das in Deutschland jedoch nicht. Ebenfalls nicht erlaubt ist die elektronische Hupe. Wir empfehlen sie zu entfernen. In den Einstellungen der Steuereinheit gibt es eine Möglichkeit, die maximale Geschwindigkeitsbegrenzung von 25 Kilometer pro Stunde zu erhöhen. Auch dies sollte man in Deutschland nicht machen.

Die Federgabel verrichtet ihre Aufgabe zuverlässig. Dabei kann sie von Fahrer angepasst werden und verfügt auch über eine Dämpfung. Die Reifen sehen nicht nur topp aus, sie greifen auch zuverlässig in den Waldboden. Gestört hat uns die etwas kurze Sattelstange, die von Fahrern über eine Körpergröße von 175 Zentimetern getauscht werden sollte.

Mit 750 Euro richtig günstig ist das Eleglide M1 Plus (Geekmaxi Kauflink, Gutscheincode ZUB7HZPN). Es teilt sich viele Komponenten wie die 21-Gang-Schaltung, den Motor und die Steuereinheit ohne Display mit dem Eleglide F1. Allerdings kann man es nicht zusammenfalten. Dafür bietet es einen mit 450 Wattstunden sehr großen Akku. Wer mit einem etwas kleineren Akku leben kann finden mit dem Eleglide M1 bei Geekmaxi (Kauflink) gar ein sehr ähnliches E-Bike für nur 650 Euro.

Nervig empfinden wir die Federgabel ohne Dämpfung. So klappert es etwa auf Trail-Fahrten recht unangenehm. Trotzdem macht das E-MTB auch abseits befestigter Straßen Spaß. Das liegt vor allem an der ordentlichen Gangschaltung und der direkten Motorunterstützung in fünf Stufen. Ein Vorteil gegenüber vielen anderen sehr günstigen E-Bikes aus China: Das Eleglide M1 Plus erfüllt ab Werk die Vorgaben, um als Pedelec auf deutschen Straßen fahren zu können.

Das Ado A26 kostet bei Geekmaxi (Kauflink) 880 Euro, verschickt wird aus Europa. Optisch gefällt es uns dank überwiegend schwarzer Elemente sehr gut. Doch der große 450-Wattstunden-Akku wirkt irgendwie aufgesetzt. Am hinteren Teil des Rahmens sitzt ein weiterer schwarzer Kasten, der wohl die Steuerung enthält. Ähnliches haben wir bisher noch bei keinem weiteren E-Bike gesehen.

Der Motor schaltet sich erst nach dem Erreichen einer Geschwindigkeit von 7 Kilometern pro Stunde dazu. Warum das so ist, konnte uns nicht mal Ado so richtig erklären. Auch der Rest der elektronischen Steuerung wirkt wenig durchdacht. Immerhin ist der Motor sehr stark. In den Einstellungen kann man gar das maximale Unterstützungslimit auf 40 Kilometer pro Stunde setzen. Erlaubt ist das freilich nicht.

Negativ ist uns aufgefallen, dass der Abstand zwischen den Pedalen und dem Boden zu gering ist. Fährt man in einem Trail Kurven, kann eine Pedale schnell mal schleifen. Schlecht ist auch die Gangschaltung, deren niedrigste Übersetzung einfach nicht weit genug reicht. Beim Anfahren (wie immer ohne Motorunterstützung) ist so häufig voller Körpereinsatz gefragt.

Ja, es gibt brauchbare E-Mountainbikes unter 1100 Euro. An der Spitze der von uns getesteten E-MTBs steht das Decathlon E-ST 100. Hier bekommen Käufer für 1100 Euro ein insgesamt sehr rundes Gesamtpaket, bei dem vor allem das Fahrgefühl überzeugt.

Auch das Eleglide F1 ist gut. Als einziges E-Mountainbike in normaler Größe kann man es sogar zusammenklappen. Dazu ist es mit 700 Euro ein echtes Schnäppchen. Mit gut 1000 Euro etwas teurer ist das vollgefederte, klappbare E-Fatbike Fiido M1 Plus. Dafür ist es ein echter Spaßgarant, besonders abseits befestigter Wege. Legal ist es jedoch nicht.

Wer sich eingehender mit günstigen E-Mountainbikes beschäftigen möchte, dem empfehlen wir unseren Ratgeber E-Mountainbikes unter 1500 Euro: Darauf gilt es bei billigen Offroad-E-Bikes zu achten.

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