Top 7: Die besten 3D-Drucker für Resin im Vergleich

Longer Orange 30

Teile diesen Beitrag

Beliebt auf TechStage

Elektroautos: Günstigste Wallbox gewinnt Vergleichstest

Elektroautos: Günstigste Wallbox gewinnt Vergleichstest

Gaming-PC aufrüsten: Welche Komponenten sich jetzt lohnen

Gaming-PC aufrüsten: CPU, Mainboard & Speicher sind günstig, dank Bitcoin-Crash lohnen sich auch wieder Grafikkarten

Von Hopfenhöhle bis Hochdruck-Wasserpistole: Mit diesen Gadgets seid ihr Könige am Vatertag

Von Hopfenhöhle bis Hochdruck-Wasserpistole: Mit diesen Gadgets seid ihr Könige am Vatertag

Top 10: Wasserdichte Handys bis 400 Euro – Samsung besser als Apple

Top 10: Wasserdichte Handys bis 400 Euro – Samsung besser als Apple

3D-Drucker sind im Massenmarkt angekommen. Ganz so einfach wie das Drucken auf Papier ist es aber noch nicht und vor dem Kauf gilt es viele Fragen zu beantworten – etwa welche Drucktechnik die richtige ist. Wir geben Antworten und zeigen unsere Favoriten aus über 30 getesteten 3D-Druckern in vier Jahren.

Seit Jahren gehören Einzeltests von 3D-Druckern zum festen Bestandteil von TechStage. Zusätzlich haben wir Ratgeber zu Themen wie Nachbearbeitung von 3D-Drucken, Bemalen von Druck-Erzeugnissen oder Problemlöser-Tutorials für SLA-Drucker veröffentlicht. Nun ist es an der Zeit, die besten Geräte in einer Bestenliste zusammenzufassen. Da wir nur gleichartige Geräte vergleichen können, haben wir die Top 10 der besten zehn FDM-Drucker in eine eigenständige Bestenliste ausgegliedert und konzentrieren uns hier auf die besten SLA-Drucker.

3D-Drucker, die Filament auf Spulen verarbeiten, waren lange Zeit der günstigste Einstieg in die Welt des 3D-Drucks. Mittlerweile ist dies nicht mehr der Fall, einige Resin-Drucker sind günstiger. Die FDM-Drucktechnik mit Filament ist zwar weniger genau als die der Resin-Drucker, mit Schichtdicken ab 0,1 mm bieten sie trotzdem eine ordentliche Qualität. Voraussetzung dafür sind immer eine exakte Kalibrierung und korrekte Softwareeinstellung. Die Standard-Drucker bieten Platz für Objekte mit etwa 15 bis 30 cm Kantenlänge. Nur wer Wert auf eine perfekte Oberfläche legt, muss noch einmal Hand anlegen und das Druck-Erzeugnis nachbearbeiten. Ein großer Vorteil beim Schmelzverfahren ist die riesige Auswahl an verfügbaren Filamenten. Neben vielen Farben stehen auch unterschiedliche Materialeigenschaften zur Verfügung. Außerdem ist das Verbrauchsmaterial günstig. Wer spezielle Materialeigenschaften braucht oder sehr viel druckt, ist mit einem FDM-Drucker besser beraten.

In Sachen Druckqualität und Detailgenauigkeit hat ganz klar Resin die Nase vorn. Die einzelnen Schichten sind mit 0,05 mm und weniger kaum zu erkennen. Der Druck der sehr dünnen Schichten dauert allerdings lange und ist vergleichsweise teuer. Ein Nachteil der Resin-Printer ist das kleinere Platzangebot. Für große Drucke ist die Technologie trotz der mittlerweile gewachsenen Bauräume ungeeignet. Ein weiterer Nachteil bei der Arbeit mit dem flüssigen Harz ist die Geruchsbildung und die anfallende Arbeit nach dem eigentlichen Druck. Der Reinigungsprozess und das Nachhärten unter UV-Licht kostet zusätzlich Zeit. Die Auswahl an Harz ist geringer als bei Filament und das Material außerdem teurer.

Geht es darum groß und/oder günstig zu drucken, ist ein FDM-Drucker die richtige Wahl. Sind in erster Linie die Qualität und kleine Objekte wichtig, sind Resin-Drucker besser geeignet.

Mehr Wissenswertes für Neueinsteiger gibt es im Ratgeber 3D-Drucker: Alle wichtigen Informationen für den Einstieg. Weitere Unterschiede zwischen den beiden Technologien zeigt der ausführliche Ratgeber UV-Harz oder Kunststoff-Filament: 3D-Drucker im Vergleich.

SLA-Drucker setzen auf Harz, dass sie Schicht für Schicht aushärten. Dadurch sind Bauteile mit enorm feinen Details möglich. Die Kosten für diese Drucker haben sich in den letzten Jahren deutlich reduziert, das Verbrauchsmaterial ist allerdings noch teurer als Filament.

Hauptunterschied zwischen den ganz aktuellen und den bereits länger erhältlichen Druckern ist das Display. Mehr dazu weiter unten im Vergleichstest.

Der Anycubic M3 Plus (Testbericht) ist unser Testsieger bei den Resin-Druckern. Neben dem überdurchschnittlich großen Bauraum von 197 x 123 x 245 mm verfügt der M3 Plus über ein in dieser Preisklasse völlig neuartiges Auto-Feed-System, welches die Resin-Wanne automatisch nachfüllt. Die vom Hersteller überarbeitete UV-Matrix sorgt zudem für sensationell kurze Belichtungszeiten und somit eine hohe Druckgeschwindigkeit.

Die bei diesem Drucker matte Oberfläche der FEP-Folie hatte uns zwar im ersten Moment irritiert, die angeraute Oberfläche sorgte im Praxistest allerdings für eine bisher nicht erreichte Detailgenauigkeit und großartige Druckergebnisse.

Die Größe und Ausstattung haben allerdings ihren Preis. Wer sich trotz geringerem Budget für die neue M3-Serie interessiert, sollte sich alternativ den günstigeren und kleinern Standard M3 ansehen. Wem das Plus hingegen noch zu klein ist, der kann auf unseren Test des M3 Max mit einem Bauraum von satten 298 x 164 x 300 mm gespannt sein.

Aktuell ist der M3 Plus nur über den Anycubic-Store oder dessen Amazon-Ableger erhältlich.

Der knapp unter 200 Euro erhältliche Creality Halot One (Testbericht) überraschte im Test trotz seines nur 2K-Displays mit einer hervorragenden Druckqualität und einem großartigen Preis-Leistungs-Verhältnis. Da es sich um ein monochromes Display handelt, ist von einer deutlich höheren Haltbarkeit als bei den Druckern der ersten Generation auszugehen.

Die Testobjekte des Creality One müssen sich trotz geringerer Auflösung nicht vor deutlich teureren Druckern mit 4 oder 6K-Auflösung verstecken - im Gegenteil. Ein derart schönes Druckbild haben wir bisher nur mit Mono X und M3 Plus erreicht oder minimal übertroffen.

Der Mono X (Testbericht) war nicht nur der bisher größte, sondern auch der beste Resin-Drucker, den wir bisher getestet haben. Aus Gründen der Fairness muss man allerdings ergänzen, dass der Mono X einer der ersten Drucker mit besserem Belichtungs-Display ist.

Der größten Vorteile des Druckers sind die hohe Auflösung, das langlebige monochrom-Display und die deutlich kürzere Belichtungszeit im Vergleich zu allen anderen Druckern in der Liste.

Der Nova 3D Elfin (Testbericht) hat im Test mit einfacher Inbetriebnahme und hochwertiger Verarbeitung überzeugt. Ein Vorteil des Elfin ist die Möglichkeit, den Drucker per WLAN mit Druckdaten zu versorgen. Dank der kabellosen Verbindung zum PC ist der Druckstatus bequem ablesbar.

Was den Drucker besonders für Einstiger interessant macht, ist der erschwingliche Preis. Den Nova3D Elfin gibt es bereits ab 129 Euro.

Der Elegoo Mars (Testbericht) war der erste Resin-Drucker in unserer Redaktion. Zwar gibt es mittlerweile das Nachfolgemodell und eine verbesserte Pro-Variante, allerdings hat der Ur-Mars noch immer großes Potenzial.

Neben einem zuverlässigen Betrieb sprechen vor allem der stark gesunkene Preis und die große Community für dieses Modell. Mit Kosten von weniger als 150 Euro ist der Elegoo Mars inzwischen auch für interessierte Einsteiger interessant.

Der Orange 30 von Longer3D (Testbericht) war zum Zeitpunkt des Einzeltests einer der günstigsten SLA-Drucker. Mittlerweile liegen die Kosten bei rund 160 Euro.

Für den Drucker sprechen der reibungslose Betrieb und das gute Druckbild. Im Test hat uns lediglich die zusammensteckbare Druckerhaube nicht gefallen.

Der Anycubic Photon (Testbericht) gehört mit dem Elegoo Mars zu den ersten erschwinglichen Resin-Druckern im Consumer-Bereich. Gut gefallen uns die hochwertige Verarbeitung, das stimmige und kompakte Design und die riesige Community rund um das Modell. Zwar hat der Hersteller mit dem Photon S einen deutlich günstigeren Resin-Drucker im Angebot, wegen der niedrigeren Auflösung würden wir den Ur-Photon aber bevorzugen.

Im Test hatten wir zu Anfang leichte Startprobleme wegen schlechter Haftung, weshalb es der Photon nur auf den fünften Platz schafft. Außerdem ist der Drucker verhältnismäßig teuer.

Die Unterschiede in Sachen Ausstattung fallen bei den SLA-Druckern deutlich geringer aus als bei FDM-Druckern. Die größten Abweichungen gibt es bei der Bauraumgröße und beim Belichtungs-Display. Die größten Druckobjekte erlauben der Mono X mit 192 x 245 x 120 mm und der M3 Plus mit 197 x 123 x 245 mm, gefolgt vom Nova3D Elfin mit bis zu 130 x 150 x 70 mm. Am wenigsten Platz bietet der Anycubic Photon mit 115 x 155 x 65 mm. Elegoo Mars und Longer Orange liegen mit 120 x 155 x 68 mm, bzw. 120 x 170 x 68 mm im Mittelfeld.

Mono X, M3 Plus und Halot One sind die neuesten Geräte in dieser Übersicht und schon alle mit einem monochrom Display (schwarz-weiß) ausgestattet. Der Vorteil dieser Displays im Vergleich zu den sonst eingesetzten LCDs ist deren höhere Lebensdauer. In Verbindung mit der starken UV-Lampe sind außerdem sehr kurze Belichtungszeiten möglich, was die Druckgeschwindigkeit bei großen Objekten spürbar erhöht. Die Drucker haben bis auf drei Ausnahme eine Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln. Nur die neueren Monochrom-Display-Drucker fallen aus der Reihe. Der Halot One schafft lediglich 1620 x 2560 Pixel - dem tollen Druckbild sieht man das allerdings nicht an. Der Mono X bietet hingegen eine Auflösung von bis zu 3840 x 2400 Pixeln, der M3 Plus sogar von 5760 x 3600 Pixeln.

Eine Überwachung des Druckstatus oder das Starten eines Druckauftrages per WLAN funktioniert nur mit den Modellen Nova3D Elfin und Anycubic Mono X und M3 Plus. Während die meisten Drucker mit einer aufsetzbaren Abdeckhaube arbeiten, verfügt der Anycubic als einziges Modell über ein geschlossenes Gehäuse mit einer Klappe an der Vorderseite. Beides hat Vor- und Nachteile und so ist dieser Punkt eine Frage des Geschmacks.

In Sachen Druckbild haben alle Resin-Drucker im Test überzeugt. Die neueren Monochrom-Displays erlaubten unabhängig von der eigentlichen Auflösung die beste Druckqualität. Die Unterschiede zwischen diesen Druckern sind minimal. Die Qualitätsabweichungen zu den Druckern der ersten Gerätegeneration sind tatsächlich sichtbar. Wichtiger sind hier allerdings die korrekten Slicing-Einstellungen für das jeweilige Resin und eine ordentliche Nachbearbeitung der Druckobjekte.

Um die fertig gedruckten Modelle vernünftig zu Spülen und Nachzuhärten, empfehlen wir die Nutzung einer Wash&Cure-Station. Mehr dazu im Ratgeber SLA-3D-Drucker: Reinigung vom Resin ohne große Sauerei. Wer Probleme beim Trennen von Druckobjekt und Druckplattform hat, sollte sich außerdem unseren Ratgeber zu magnetischen Druckauflagen für SLA-Drucker ansehen.

Weitere Ratgeber zum Thema Resin-Drucker:

Unsere Einzeltests aus der Vergangenheit zeigen, ein vernünftiger 3D-Drucker muss nicht teuer sein. Das günstigste Gerät unserer Top 10, ist der Resin-Drucker Nova 3D Elfin (Testbericht) für schlanke 129 Euro. Den günstigsten Einstieg im Bereich FDM-Drucker bietet der Ender 3 (Testbericht) in der überarbeiteten Version V2 zum Preis von knapp 220 Euro. Beide Drucker haben im Test gut abgeschnitten und mit einem ordentlichen Druckbild überzeugt.

Wer plant große Objekte zu drucken, sollte allerdings weniger auf den Preis als auf den verfügbaren Bauraum schauen. Bei den SLA Druckern kommt hier am ehesten der Mono X (Testbericht) von Anycubic infrage. Dessen stärkster Konkurrent ist der Elegoo Saturn, der es aber noch nicht in die Redaktion geschafft hat. Wer einen großen FDM-Drucker sucht, sollte sich neben dem Einzeltest des Tronxy X5SA Pro (Testbericht) auch unseren Ratgeber Größer drucken ohne Aufpreis: Riesen 3D-Drucker ab 199 Euro ansehen.

Wer wissen will, was beim Einstieg in die Welt des 3D-Drucks zu beachten gibt, sollte unseren Ratgeber 3D-Drucker: Alle wichtigen Informationen für den Einstieg lesen. Wie und wo man an kostenlose Druckvorlagen kommt, zeigt unser Ratgeber STL-Dateien gratis: Kostenlose Vorlagen für den 3D-Drucker. Mehr zur Verschönerung von fertigen 3d-Modellen zeigt der Ratgeber: Miniaturen und 3D-Drucke bemalen.

Tags:

Affiliate-Information

- Bei den mit gekennzeichneten Links handelt es sich um Provisions-Links (Affiliate-Links). Erfolgt über einen solchen Link eine Bestellung, erhält TechStage eine Provision. Für den Käufer entstehen dadurch keine Mehrkosten.