Top-6-Solargeneratoren: Die besten Powerstations mit Photovoltaik

Die besten Powerstations

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Mobile Solargeneratoren mit Akku und 230 V versprechen höchstmögliche Unabhängigkeit von Stromnetz. TechStage zeigt, welche Powerstations in der Praxis am besten abschneiden.

Mobile Solargeneratoren mit internem Akku können nicht nur USB-Gadgets aufladen, auch 12-V-Verbraucher und Geräte mit klassischem 230-V-Stecker lassen sich so unterwegs mit Strom versorgen. Für eine möglichst hohe Flexibilität ist das Laden der Powerstations sowohl per Netzteil als auch per Sonnenenergie möglich. Zusammen mit einem Photovoltaik-Paneel ist so eine autarke Stromversorgung fernab des Stromnetzes möglich.

Neben dem Design und der Akkukapazität unterscheiden sich die getesteten Modelle vor allem durch Ladezeiten, Lautstärke und maximale Leistung. In dieser Top 6 zeigen wir, welche Solargeneratoren in unseren Tests am besten abschneiden.

Nicht in die Wertung geschafft hat es die Blitzwolf BW-PG2 (Testbericht). Die kleine Powerstation hat zwar insgesamt einen ordentlichen Eindruck hinterlassen, allerdings ist sie als einziges Modell nicht in der Lage, 230 V auszugeben, während sie geladen wird. Das Versorgen eines Verbrauchers, während per Solar-Modul geladen wird, ist somit nicht möglich.

Die anderen Modelle haben wir nach unserer Praxiserfahrung und den Leistungsdaten platziert. Je nach Anwendung kann sich aber eine andere Platzierung ergeben. Wer etwa ein Notebook anschließen will, braucht ausreichend Leistung am USB-Ausgang, hier schafft etwa unser Testsieger lediglich 60 W. Das viertplatzierte Modell des Herstellers ist zwar insgesamt deutlich schwächer, der USB-C-Port liefert allerdings satte 100 W.

Ähnlich verhält es sich mit der Lautstärke. Soll das Gerät etwa beim Campen im Zelt genutzt werden, sollte man hier besonderes Augenmerk darauf werfen.

Wie lange die Powerstations in Kombination mit einem Solar-Paneel brauchen, um geladen zu sein, hängt von der Kapazität des Akkus, der maximalen Eingangsleistung, der Leistung des Photovoltaik-Moduls und der Sonneneinstrahlung ab.

Hersteller Ecoflow Jackery Bluetti Ecoflow Xmund Loskii
Modell Delta Explorer 1000 Poweroak EB70 River XD-PS10 LK-PS31
Akkutyp & Kapazität Lithium-Ionen 1260 Wh Li-Ion NMC 1002 Wh LiFePO4 716 Wh Lithium-Ionen 288 Wh (um 288 Wh erweiterbar) Lithium-Ionen 500 Wh Lithium-Ionen 500 Wh
Ladedauer mit Netzteil 1,5 Stunden 7 Stunden 40 Minuten 4,5 Stunden 1,5 Stunden 6 Stunden 6,5 Stunden
Abmessungen in cm 40 x 27 x 21 33 x 23 x 28 26 x 19 x 20 29 x 19 x 19 28 x 17 x 22 20 x18 x 16
Gewicht in kg 14 9,7 9,7 5 (ohne zusätzlichen Akku) 5 5,8
230 V 4x 1800 W 2x 1000 W 2x 1000 W 2 x 600 W (mit Boost 1x 1800 W) 1x 500 W 1x 500 W
USB-A 4x (2 x 12 W, 2x 18 W) 2x (1x 2,4 A, 1x QC3.0) 2x 3 A 3x (2x 2,4 A, 1x 18 W) 3x (2x 2,4 A, 1x 18 W) 3x (2x 2,4 A, 1x 18 W)
USB-C 2x 60 W 2x 18 W 2x 100 W 1x 100 W - 1x 60 W
12-V - - 2x 10 A 2x 3 A 2x 10 A 2x 10 A
12-V-KFZ 1x 1x 1x 200 W 1x 136 W 1x 144 W 1x 144 W
Eingang Netzkabel (max 1200 W), 10 V bis 65 V, 400 W 12 bis 30 V, 163 W 12 bis 28 V, 200 W Netzkabel (max 250 W ohne Zusatzakku), 10 bis 25 V, 200 W 12 bis 24 V, 120 W 12 bis 24 V, 120 W
Lüfter beim Laden nein nein ja nein nein nein
Lüfter beim entladen ja, leise ja ja ja, mehrstufig sehr leise erst über 300 W nein
Besonderheiten Restzeitanzeige, Schnellladefunktion, als USV einsetzbar Neben Rundstecker auch Anderson-Eingang für Solar-Module Anderson-Eingang, LifePo4, klappbarer Griff, Qi-Ladepad mit 15 W, lautes Netzteil Restzeitanzeige, mit Boost bis 1800 W, gute Lüftungssteuerung, Akku erweiterbar, App mit unsicherer WLAN-Verbindung Netzteil piept, Universal-Dose statt EU-Steckdose Restzeitanzeige, Metallgehäuse, keine Lüfter, Kapazitätsanzeige anfänglich mit Problemen, Universal-Dose statt EU-Steckdose
Ladezyklen laut Datenblatt 800+ 500+ 2500+ 500+ k.A. 1000+

Doch was kann man eigentlich mit einer angegebenen Kapazität von 1000 Wh wie lange betreiben? Das kann man so leider nicht pauschal beantworten, da Leistung und Art der Verbraucher einen großen Unterschied machen. Theoretisch sollte ein Gerät mit 10 W zehnmal länger arbeiten, als eines mit 100 W - allerdings muss man die Verluste bei der Umwandlung bedenken.

Wie unterschiedlich hoch diese Verluste sind, zeigt ein Beispiel, welches Ecoflow auf der Produktseite der Powerstation River nennt. Die 288 Wh des kompakten Solargenerators können eine 10-W-Lampe etwa 25 Stunden per Gleichstrom, aber nur etwa 8,5 Stunden per Wechselstrom versorgen. Generell sind die Verluste bei Nutzung eines 12-V-Verbrauchers am geringsten. Am höchsten sind die Verluste beim Anschluss eines 230-V-Verbrauchers mit niedriger Leistung.

Als groben Anhaltspunkt können wir unseren in den Tests per Powerstation betriebenen Arbeitsplatz nennen. Dieser besteht aus einem Notebook (90 W), DECT-Telefon, zwei 24-Zoll-Monitoren, einem Laser-Drucker und einigen USB-Verbrauchern. Im Regelbetrieb (wenn der Drucker zwar auf Standby läuft, nicht aber druckt) fällt hier eine Last von etwa 90 bis 140 W an. Im Test reichen angegebene 1000 Wh, um dieses Szenario für 7 bis 9 Stunden mit Strom zu versorgen.

Unser Testsieger ist mit Abstand das Modell Ecoflow Delta (Testbericht). Neben der größten Kapazität von satten 1260 Wh bietet diese Powerstation auch die höchste Dauerleistung von 1800 W je 230-V-Dose. Und davon sind insgesamt vier Stück an Bord! So ausgestattet ist dieser Solargenerator auch für starke Verbraucher und längere Einsätze nutzbar. Wie lange der Akku hält bzw. zum Laden benötigt, zeigt das Display ebenso wie Leistungseingang und Leistungsausgang.

Doch damit nicht genug, bietet die Delta noch zwei Alleinstellungsmerkmale. Da wäre zum einen die Schnellladefunktion, die den Akku in nur knapp 1,5 Stunden voll auflädt. Die Powerstations anderer Hersteller brauchen trotz weniger Kapazität zwischen 5 und 8 Stunden für eine vollständige Ladung. Die zweite Besonderheit ist die explizit beworbene UAV-Funktion. Wer will, kann den Solargenerator auch zwischen Steckdose und Endverbraucher anschließen und ihn für eine unterbrechungsfreie Stromversorgung im Falle eines Stromausfalls verwenden.

Die Lüfter der Ecoflow Delta laufen bei der Leistungsabgabe (230 V), sind im Vergleich zu anderen Modellen noch angenehm leise. Die einzigen Kritikpunkte sind eine fehlende Notfalllampe und der USB-C-Ausgang mit maximal 60 W. Hier hätten wir uns 100 W gewünscht, was allerdings Gejammere auf hohem Niveau ist.

Auf Platz zwei landet die Explorer 1000 von Jackery (Testbericht). Diese stabile und gut verarbeitete Powerstation punktet mit einer hohen Kapazität von 1002 Wh und einer hohen Dauerlast von 1000 W je 230-V-Ausgang. Per USB-Ausgang stehen bis zu 60 W zur Verfügung.

Die Lüfter der Jackery Explorer laufen ab einer Leistungsabgabe ab etwa 50 W. Die Kühlung ist dann zwar hörbar, Frequenz und Lautstärke sind aber erträglich. Direkt daneben schlafen wollen wir aber trotzdem nicht. Während des Ladens bleibt die Powerstation völlig lautlos. Bis der Akku mit dem mitgelieferten Netzteil aufgeladen ist, vergehen 7 Stunden und 45 Minuten.

Die robuste Bauweise und die zumindest an einem Teil der Anschlüsse vorhandenen Schutzkappen machen die Explorer 1000 zu einem zuverlässigen Begleiter beim Camping oder Outdoor-Einsätzen.

Auf Platz drei landet die Bluetti EB70 (Testbericht), das Modell mit dem aus unserer Sicht gelungensten Formfaktor. Dank des klappbaren Griffs ist die Powerstation trotz der ordentlichen Kapazität von 716 Wh noch einigermaßen kompakt und wer will, kann auch etwas darauf abstellen. Der einzige Solargenerator mit Qi-Ladepad im Test punktet außerdem mit einer ordentlichen Ausgangsleistung von 1000 W und einer guten Verarbeitung.

Die Ladedauer mit dem im Lieferumfang enthaltenen Netzteil liegt bei knapp vier Stunden. Das ist in Ordnung, wäre da nicht das unangenehm hochfrequente Surren der Netzteilkühlung. Ebenso ärgerlich sind die deutlich hörbaren Lüftergeräusche, die bei diesem Modell sowohl beim Laden als auch beim Entladen auftreten. Wer plant, die Powerstation etwa im Zelt zu betreiben, sollte dies bedenken.

Die viertplatzierte Powerstation ist die Ecoflow River (Testbericht). Im Vergleich zu den bisher genannten Modellen ist deren Kapazität mit lediglich 288 Wh vergleichsweise gering. Trotzdem punktet die kompakte River mit einer ordentlichen Leistung von 600 W je 230-V-Ausgang. Zusätzlich verfügt sie über eine zuschaltbare Boost-Funktion. Diese erlaubt dann den Anschluss eines 230-V-Verbrauchers mit bis zu 1800 W. Ebenso positiv: Der USB-C-Ausgang ist stark genug, um Geräte mit bis zu 100 W zu versorgen.

Neben einer Restzeitanzeige verfügt auch die kleine Ecoflow wieder über eine Schnellladefunktion. Im Test benötigt das Laden der Powerstation knapp über 1,5 Stunden – das ist mit der erstplatzierten Delta vergleichbar – allerdings verfügt diese über viermal mehr Kapazität als die River. Wer möchte, kann die Akkukapazität optional mit einem zusätzlichen Akkupack verdoppeln.

Was uns bei dieser kompakten Powerstation gut gefällt, ist die gut funktionierende Ansteuerung der Lüfter. Bei Stromabgabe springen die Lüfter zwar an, sie sind aber flüsterleise und bei einer Abgabe von unter 100 W kaum zu hören. Auch bei höheren Drehzahlen bleibt die Geräuschkulisse hinter den anderen Solargeneratoren zurück.

Neben der geringen Kapazität sind uns bei der River noch zwei Punkte aufgefallen. Da ist zum einen die im Verhältnis größte Differenz zwischen Akkukapazität und nutzbarer Strommenge und die unsichere WLAN-Verbindung. Da WLAN lediglich für einige Einstellungen gebraucht wird, sollte man das Funknetzwerk am besten deaktivieren.

Bei Platz fünf handelt es sich um einen Solargenerator, den es so vorwiegend bei internationalen Shops wie etwa Banggood gibt. Die Xmund XD-PS10 (Testbericht) hat im Test zwar keine neuen Maßstäbe gesetzt, aber einen zuverlässigen und sehr ordentlichen Gesamteindruck hinterlassen.

Das Design der Powerstation erinnert an das Modell von Jackery, allerdings ist die XD-PS10 mit 500 W Dauerleistung und halb so viel Kapazität (nutzbare 500 Wh) deutlich kleiner.

Neben der hochwertigen Verarbeitung hat uns etwa die zurückhaltende Lüftung gefallen. Selbst bei knapp über 300 W Leistungsabgabe bleibt diese Powerstation noch völlig lautlos. Auch während des Ladens springen keine Lüfter an. Der Ladevorgang mit dem Netzteil dauert knapp sechs Stunden.

Unsere zwei Kritikpunkte an der Xmund-Powerstation sind das hochfrequent piepende Netzteil und die Tatsache, dass keine EU-Steckdose integriert ist. Für 230-V-Verbraucher kommt hier eine universelle Dose, die auch zu amerikanischen oder chinesischen Steckern kompatibel ist. Im Test funktioniert zwar alles problemlos, wir würden eine klassische EU-Steckdose trotzdem vorziehen.

Die nur etwa über Banggood erhältliche Loskii LK-PS31 (Testbericht) ist eine Powerstation mit einem angenehm ausgewogenen Verhältnis zwischen Leistung und Mobilität. Die kompakte LK-PS31 mit 500 Wh und einer Dauerleistung von 500 W punktet außerdem mit ihrem hochwertigen Metallgehäuse und der Anzeige der Restlaufzeit.

Ein echtes Alleinstellungsmerkmal ist der lüfterlose Betrieb. Diese Powerstation ist nicht nur leise, sondern völlig lautlos. Trotz fehlender Lüftung wird das Modell bei der Stromabgabe maximal handwarm – ob dies bei hohen, sommerlichen Temperaturen auch so ist, muss der Langzeittest zeigen.

Im Test hatte die Kapazitätsanzeige der Loskii LK-PS31 anfangs Probleme. Statt den geladenen 100 Prozent wurden deutlich niedrigere Werte ausgegeben. Nachdem wir die Powerstation das dritte Mal aufgeladen hatten, löste sich das Problem von allein und war von da nicht mehr reproduzierbar.

Statt einer EU-Steckdose hat der Hersteller eine universelle 230-V-Dose installiert. Im Test hat diese problemlos auch ohne Adapter oder Ähnliches funktioniert. Eine klassische EU-Dose hätte uns trotzdem besser gefallen.

Beim Kauf einer Powerstation, sollte man sich gut überlegen, was das Gerät können muss. Insbesondere hohe Kapazität und hohe Dauerleistung treiben den Preis nach oben und so kosten unsere drei am besten bewerteten Modelle mindestens 900 Euro. Dafür ist damit auch der Betrieb von energiehungrigen Verbrauchern über längere Zeiträume möglich.

Wer unterwegs lediglich mal das Notebook aufladen oder einige Lampen und Soundanlage versorgen will, der kommt auch mit den günstigeren Geräten gut zurecht. Mehr als 300 bis 500 Watt sind für solche Anwendungen nicht nötig. Soll der Solargenerator etwa beim Campen eingesetzt werden, sollte man unbedingt die Lautstärke bedenken. Wer Notebooks betreiben will, sollte auf die maximale Leistung der USB-Ports achten.

Wer seine mobile Steckdose auch einmal kurzfristig einsetzen will, sollte zudem auf die Ladezeiten achten. An die rekordverdächtig kurzen Ladezeiten von Ecoflow kommt aktuell kein anderer Anbieter heran. Wer seine Powerstation hauptsächlich per Sonnenenergie aufladen will, sollte auf die maximale Eingangsleistung achten, um möglichst kurze Ladezeiten zu ermöglichen. Mehr zu den einzelnen Geräten zeigt unsere Themenwelt Powerstation.

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