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Top 5: Smartphones mit mehr als 60 Hz bis 200 Euro

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Top-Smartphones bieten unter anderem Displays mit 120-Hertz-Bildwiederholungsrate und kosten gern 1200 Euro und mehr. Hohe Hertz-Zahlen gibt es aber schon viel billiger, los geht’s unter 150 Euro.

Neben mehr Kameras, größeren Displays und immer mehr Speicher geht der Trend bei Smartphones seit einiger Zeit zu Displays mit immer mehr Bildwiederholungsrate. Lag die bis vor ein oder zwei Jahren standardmäßig bei 60 Hertz und niemand machte sich überhaupt Gedanken, wie hoch diese Zahl tatsächlich ist, so hat sich das inzwischen gravierend verändert. Und auch wenn solche Fortschritte zuerst in besonders teure High-End-Smartphones einziehen und dort im Gedächtnis von Kaufinteressenten bleiben, sind Bildschirme mit mehr als 60 Hertz längst in die Mittel- und sogar Einsteigerklasse durchgereicht worden.

Was aber soll das überhaupt? Die Hertz-Zahl gibt bei Bildschirmen an, wie oft ein Bild pro Sekunde wiederholt werden kann. 60 Hertz klingt nach viel, tatsächlich wirken darauf aber schnell bewegte Inhalte unscharf. Daher gelten etwa Fernseher ab nativen 100 Hertz als flüssig, gute Gaming-Monitore liegen derzeit sogar im Bereich um 144 Hertz oder mehr. Vereinfacht gesagt gilt: Je höher die Hertz-Zahl, desto flüssiger werden Bewegungen wahrgenommen.

Um den Unterschied von 60 zu 90 Hertz oder mehr auch ohne entsprechendes Gerät verstehen zu können, sollten Besitzer eines Smartphones mit 4K-Videoaufnahmefunktion einmal folgendes ausprobieren: Einmal sollte ein Video in Full-HD mit 60 Hertz (1080p/60), ein anderes Video hingegen in 4K und 30 Hertz aufgenommen werden. Beide Videos müssen einen relativ raschen seitlichen Schwenk beinhalten. Bei anschließender Betrachtung auf einem größeren Bildschirm wird schnell klar: Das 4K-Bild wirkt zwar in den Sequenzen ohne Schwenk schärfer und klarer, beim Schwenken selbst allerdings unscharf. Bei der 1080p-Aufnahme ist es genau andersherum: Ohne Schwenk wirkt es weniger brillant, verliert aber beim Schwenken nicht zusätzlich an Schärfe. Das sieht man auch schön, wenn man das Video mitten im Schwenk anhält - bei 30 Bildern pro Sekunde werden die meisten Zwischenbilder unscharf sein.

Beim Smartphone wird der Unterschied von 60 zu 90 Hertz oder mehr schon beim Scrollen in Menüs oder im Browser offensichtlich. Wer hier die typische Schnipp-Bewegung mit dem Finger macht, um Inhalte schneller zu scrollen, wird bei hoher Hertz-Zahl die Schrift immer noch als scharf wahrnehmen und lesen können. Bei 60 Hertz ist das anders.

Die Frage ist allerdings, ob sich der Vorteil der höheren Bildwiederholungsrate uneingeschränkt nach oben skalieren lässt und welche Nachteile es gibt. Unsere Erfahrung zeigt, dass der Schritt von 60 zu 90 Hertz bei Smartphones gravierender ist, als der Schritt von 90 zu 120 oder gar 144 Hertz. Hinzu kommt, dass höhere Bildraten dem Smartphone mehr Rechenleistung abverlangen und entsprechend die Akkulaufzeit reduzieren. Je nach Bildwiederholungsrate sinkt die Laufzeit des Mobiltelefons dadurch um 10 bis 25 Prozent – das macht sich sehr wohl bemerkbar.

Wie wir aber in den Test zu den ersten Smartphones mit höherer Hertz-Zahl geschrieben haben: Wer die flüssigere Darstellung einmal einen längeren Zeitraum ausprobiert hat, will nicht wieder zurück auf 60 Hertz. Dass entsprechende Smartphones mit 90 oder sogar 120 Hertz nicht teuer sein müssen, zeigt unsere Auflistung der günstigsten Smartphones mit mehr als 60 Hertz.

Highlights des Xiaomi Poco X3 NFC ist das 6,7 Zoll große IPS-Display mit einer Auflösung von 2400 × 1080 Pixel und 120-Hz-Wiedergabe. Daraus resultiert außerdem eine hohe Abtastrate von 240 Hz, die besonders hohe Responsivität verspricht. Bei der Kamera setzt Xiaomi auf Quartett aus 64-Megapixel-Hauptkamera, 13-Megapixel Weitwinkel sowie Makro- und Tiefensensor. Als Antrieb dient ein Snapdragon 732G, der von 6 GByte RAM flankiert wird. Intern ist der Speicher 64 GByte groß, er kann erweitert werden. Der Akku mit seinen 5160 mAh und 33-Watt-Schnellladen kommt spielend mit der hohen Hertz-Zahl zurecht, in unserem Testbericht zum Xiaomi Poco X3 NFC bescheinigten wir dem Gerät ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

120 Hertz sind unter 300 Euro schwer zu finden, entsprechend bieten die restlichen Probanden in unserer Top 10 auch “nur” noch 90 Hertz. Das ist auch beim Realme 7 so, das ein 6,5 Zoll großes IPS-LCD mit einer Abtastrate von 120 Hz aufweist. Auch hier kommt eine Quad-Cam-Konfiguration mit gleicher Aufteilung wie beim erstplatzierten Poco X3 zum Einsatz, allerdings setzt der Hersteller hier nur auf 48 und 8 Megapixel. Antrieb ist hier ein Mediatek Helio G95, es kommen ebenfalls 6 GByte RAM zum Einsatz. Der interne Speicher misst 64 GByte (erweiterbar), der Akku ist mit 5000 mAh fast so stark wie beim Poco-Phone. Hier geht es zum Test des Realme 7 .

Günstiger wird es mit dem Realme 6s. Für (zum Zeitpunkt des Artikels) rund 160 Euro bietet das Gerät das gleiche Display wie beim zweitplatzierten Realme 7, auch die Kameras sind identisch. Leichte Abstriche müssen Interessenten beim Chipsatz machen. Hier kommt der etwas ältere, aber nicht wesentlich schwäche Helio G90T zum Einsatz, der zudem mit 4 statt 6 GByte RAM kombiniert wird. Der Akku ist mit 4300 mAh ebenfalls etwas schwächer. Android 10 ist übrigens wie bei allen Modellen in dieser Top 5 bereits aufgespielt.

Und noch ein Realme-Modell: Das Realme 6 (Testbericht) zeigte sich seinerzeit als eines der ersten günstigen Modelle mit 120-Hz-Display. Es unterscheidet sich nicht von den Screens der beiden zuvor genannten Realme-Modelle. Die Quad-Cam besteht aus 64-Megapixel-Hauptkamera, 8-Megapixel Weitwinkel, makro- und Tiefensensor. Auch hier setzt der Hersteller auf eine Kombination von Helio G90T, 4 GByte RAM und 64 GByte internem Speicher. Der Akku liefert 4300 mAh.

Mi Oppo taucht endlich wieder ein anderer Hersteller als Realme in unserer Top 5 auf. Das Oppo A53s ist gleichzeitig das günstigste Modell in dieser Auflistung, es kostete zur Artikelerstellung rund 145 Euro. Das merkt man an der Ausstattung: Das 6,5 Zoll große Display bietet zwar 90 Hz, aber nur erweiterte 720p-Auflösung. Die Triple-Cam besteht nur aus Hauptkamera (13 Megapixel) sowie Makro- und Tiefensensor. Oppo setzt auf einen Snapdragon 460 als Antrieb, der in Kombination mit 4 GByte RAM seine Arbeit verrichtet. Eine Überraschung gibt es beim internen Speicher, er misst stolze 128 GByte und ist erweiterbar. Der Akku ist mit 5000 mAh in Relation zu Technik recht stark.

Eine besonders flüssige Bildwiedergabe dank hoher Bildwiederholungsfrequenz gibt es schon für deutlich unter 200 Euro. Ob man dafür auf Full-HD+-Auflösung verzichten sollte, müssen Nutzer selbst entscheiden – wir raten davon ab. Zumindest die ersten vier Smartphones zeigen aber, dass es viel Technik schon für überraschend wenig Geld gibt. Wer sich für eine gehobene Bildwiederholungsrate nicht interessiert, der sollte einen Blick auf unsere sonstigen Artikel werfen.

Unsere Bestenlisten und Ratgeber haben wir nach Preis gestaffelt, sie werden im Schnitt einmal pro Quartal aktualisiert. Passende Preisbereiche könnten die besten Smartphones bis 100 , bis 200 oder bis 300 Euro sein.

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