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Ueberwachungskamera

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Wasserfest, hochauflösend, mit Personenerkennung, kabellos und leicht zu montieren: TechStage zeigt die besten Überwachungskameras mit Akku und App für Garten, Hof, Einfahrt und Carport.

Es nervt, wenn das im Carport abgelegte Paket verschwunden ist oder die Gartenstühle fehlen. Wer jederzeit wissen will, was auf seinem Grundstück passiert, braucht eine Überwachungskamera. Besonders viel Komfort bieten akkubetriebene Kameras für den Außenbereich: Man muss keine Kabel verlegen, die Einrichtung und Bedienung per App oder Sprachassistent ist einfach und mit einer Akkuladung halten die von uns getesteten Modelle bis zu zwei Jahre durch.

Wir haben insgesamt zehn Überwachungskameras in der Praxis ausprobiert. Alle Modelle lassen sich flott montieren und einrichten, bieten mindestens Full-HD-Auflösung (1920 x 1080 Pixel), Nachtsicht, Verbindung per WLAN sowie integrierte Lautsprecher und Mikrofone. Wer zu den Einzelheiten der Modelle erfahren will, findet an anderer Stelle eine Übersicht der Outdoor-Kameras mit Akku.

In diesem Beitrag zeigen wir, welche die aus unserer Sicht besten Überwachungskameras mit Akku für den Außenbereich sind. Wir haben die Cams nach den Kriterien Funktionsumfang inklusive App, Bildqualität, Anschaffungskosten, Folgekosten (Cloud-Abo) und Akkulaufzeit bewertet. Für alle getesteten Kameras gibt es passende Apps für iPhone (iOS) und Android; außerdem sind sie wasserfest und staubgeschützt. Folgende Modelle sind ins Rennen gegangen:

Gleich zwei Kameras des Herstellers Anker schaffen es auf Platz 1: Die Eufycam 2 (Testbericht) ist einfach gut. Sie nimmt mit Full-HD-Auflösung (1920 × 1080 Pixel) auf. Der Betrachtungswinkel von 135 Grad sorgt für ein breites Sichtfeld. Aufnahmen speichert die Kamera lokal auf der fest eingebauten, nicht erweiterbaren 16-GByte-Speicherkarte im mitgelieferten Hub, der im Haus aufgestellt und mit WLAN oder Netzwerkkabel verbunden wird. Das reicht für knapp 200 Aufnahmen à 40 Sekunden. Die Videos der Eufy-Kameras zeigen auch bei Nacht Aufnahmen mit vielen Details. Wer Ton mit aufzeichnet, erhält brauchbare Aufnahmen mit vielen Details der Umgebungsgeräusche rund um die Kamera. Der Akku hält laut Hersteller bis zu einem Jahr lang durch; die genaue Zeit hängt aber stark vom Einsatzort ab. Je öfter sich etwas tut, um so häufiger springt sie an. In der Praxis hält sie bei etwa vier bis sechs Aufnahmen am Tag ein Jahr gut durch. Wahlweise verbindet sich das Eufy-System mit Alexa, Google Assistant oder Apple Home Kit. Einziges Manko: Die Eufycam 2 kann keine Bildbereiche ausschwärzen. Somit müssen Käufer die Kamera so ausrichten, dass sie keinen öffentlichen Raum filmt. Bürgersteige oder Nachbars Garten sind tabu.

Das Ganze hat seinen Preis: Die Eufycam 2 kostet im Zweierset mit Basisstation ab 260 Euro. Dafür gibt es keine Folgekosten für ein teures Cloud-Abo wie bei den Wettbewerbern Arlo oder Blink. Entsprechend gibt es, trotz hoher Anschaffungskosten, den ersten Platz für die Eufycam 2.

Günstiger ist gleich weniger gut? Das Zweierset der Eufycam 2c (Testbericht) kostet rund 200 Euro. Aber tatsächlich unterscheidet sich die kleinere 2c zur 2 nur in Hinblick auf Akkugröße und Form. So kommt die Eufycam 2c auf ein halbes Jahr mit einer Akkuladung und damit ebenfalls auf Platz 1 unserer Bestenliste. Alle weiteren Funktionen entsprechen denen der Eufycam 2.

Die Ring Stick Up Cam Battery (Testbericht) belegt Platz 2 unserer Bestenliste. Sie filmt in Full-HD und hat einen Sichtwinkel von 110 Grad. Der Akku hält mit einer Ladung gut vier Monate durch. Das ist deutlich weniger als bei den Eufycams oder den meisten anderen Kameras unserer Testreihe. Dafür bietet Ring als einziger Hersteller unserer Bestenliste das Ausschwärzen ganzer Bildbereiche. Somit kann die Stick Up Cam Battery auch dort positioniert werden, wo sie anteilig öffentlichen Grund oder andere Privatgrundstücke filmt. Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass das für ein Beweismittel bei der Polizei wichtig ist. Zeigt eine Aufnahme beispielsweise den Nachbarsgarten, kann man das Video nicht verwenden. Außerdem ist in der Ring-Kamera WLAN integriert, im Gegensatz zu allen anderen Modellen dieser Bestenliste benötigt man kein Gateway.

In Hinblick auf die Funktionalität bewerten wir die Ring-Kamera als sehr gut. Kernfunktionen wie Personenerkennung oder Nachtsichtmodus arbeiten tadellos. Dennoch haben wir zwei Kritikpunkte: Einerseits ist das integrierte Mikrofon der Kamera viel zu schwach. Man hört zu wenig und wir haben im Test ein dauerhaftes Rauschen in der Tonaufnahme wahrgenommen. Andererseits muss man bei Ring für die Nutzung aller Funktionen zahlen. Mindestens 3 Euro pro Monat und Gerät werden hier für das Cloud-Abo inklusive Aufzeichnung für 30 Tage fällig – beziehungsweise monatlich 10 Euro für unbegrenzt viele Geräte.

Die Arlo Ultra 2 bietet mit 3840 x 2160 Pixel die vierfache Auflösung der Eufy-Kameras. Auch das Sichtfeld ist mit 180 statt 135 Grad deutlich größer. Hinzu kommen Funktionen wie Fahrzeugerkennung, das Einrichten von Privatzonen sowie eine integrierte Sirene, die für ordentlich Lärm sorgt. Hier können die Eufycams und die Ring Stick Up Cam Battery nicht mithalten. Zudem ist die Ultra 2 neben Alexa und Google Assistant auch mit IFTTT und Smartthings kompatibel. Und der Akku hält gut sechs Monate mit einer Ladung durch.

Dennoch reicht es aus unserer Sicht für die sehr gute Arlo Ultra 2 nur für Platz 3. Denn die Achillesferse der Kamera sind die Kosten. Für eine Ultra 2 zahlt der Käufer mindestens 340 Euro. Dazu kommt, dass Nutzer ein teures Cloud-Abo buchen müssen, um wirklich alle Funktionen und einen Speicher für die Aufnahmen nutzen zu können. Der Anbieter verlangt 4 Euro im Monat für eine Kamera. Rund 12 Euro zahlt man monatlich, wenn man mehr als eine Kamera anbinden will. Und auch bei der Arlo Ultra 2 ist ein Ausschwärzen von Bildbereichen nicht möglich.

Die Kameras der Amazon-Marke Blink sind günstig. Gerade einmal rund 110 Euro kostet die Blink Outdoor. Das Dreierpack gibt es für etwa 275 Euro.

Technisch hat die Blink Outdoor viel zu bieten. Die Full-HD-Auflösung mit 1920 x 1080 Pixel ist für Überwachungsbilder vollkommen ausreichend, der Sichtwinkel von 110 Grad ebenfalls. Die Kamera kommt mit zwei handelsüblichen AA-Batterien auf knapp ein Jahr Laufzeit bei vier bis sechs Aufnahmen am Tag und liegt damit fast auf einem Niveau mit der Eufycam 2. Im Standby beziehungsweise bei zwei bis drei Aufnahmen pro Tag halten die Batterien bis zu zwei Jahre durch.

Bei der Speicherung von Aufnahmen bietet Blink eine kostenlose Alternative zum zahlungspflichtigen Cloud-Abo: Wer nicht 3 Euro im Monat für eine Kamera oder 10 Euro für unbegrenzt viele Kameras zahlen will, steckt einen USB-Stick als Speicher an das mitgelieferte Gateway. Allerdings kann man die dort gespeicherten Aufnahmen nur an einem Computer ansehen; der Stick muss also manuell an den Rechner angesteckt werden. Wer unterwegs via App auf alte Videos zugreifen will, muss doch für die Cloud bezahlen.

Zudem hat die eigentlich sehr gute Blink Outdoor ein paar weitere Haken. Die Kamera ist nur mit dem Sprachassistenten Amazon Echo und Smartphone-Apps für Android und iOS kompatibel. Eine Steuerung via Google Assistant, Apple Homekit oder IFTTT ist nicht möglich. Wer hier zugreift, muss also ein Fan des Alexa-Ökosystems sein. Das schränkt die Nutzungsmöglichkeit der Kamera für IFTTT, Google Home oder Apple Homekit natürlich komplett ein. Ein Ausschwärzen von Bildbereichen ist nicht möglich. Für uns gibt es deshalb nur Platz 4. Wer sowieso schon auf Amazon Echo setzt, wird die Blink Outdoor wahrscheinlich anders bewerten; denn an sich ist sie wirklich gut.

Zwischen 50 und 75 Euro zahlt man für die Kami Wire Free (Testbericht) der Marke Yi. Sie bietet wie die Blink Outdoor 1920 x 1080 Pixel Auflösung, hat aber einen größeren Sichtwinkel mit 140 Grad.

Dennoch ist die Kami Wire Free lange nicht so gut wie die anderen Kameras unserer Bestenliste. Der integrierte Lautsprecher in der Cam ist aufgrund seiner geringen Lautstärke unbrauchbar. Mit einer Akkuladung hält die Kamera zudem gerade mal einen Monat durch. Das Einschränken von Aufnahmebereichen oder Schwärzen ist nicht möglich. Zudem ermöglicht die Kami-App keinerlei Anbindung an Sprachassistenten von Amazon, Apple oder Google. Und wer den vollen Umfang der Kamera nutzen will, muss ein Cloud-Abo bezahlen. Mindestens 3 Euro im Monat werden hier fällig.

Teure Cloud und viele Zusatzfunktionen oder einmal bezahlen und mit weniger Funktionen leben: Hier ist die Linie der Outdoor-Überwachungskameras mit Akku. Aus unserer Sicht sind die Eufycam 2 (Testbericht) und 2c (Testbericht) ohne Folgekosten für Cloud-Speicher vollkommen ausreichend. Sie tun das, was sie sollen: Überwachen. Darüber hinaus können beide Modelle mit ordentlicher Akkulaufzeit punkten.

Die Ring Stick Up Cam Battery (Testbericht) sollte man sich zulegen, wenn man beispielsweise seine Einfahrt filmt und die angrenzende Straße ausblenden muss. Denn nur die Ring-Kamera bietet das Ausschwärzen von Bildbereichen in unserem Testumfeld.

Wer schon in die Ökosysteme von Arlo oder Blink eingetaucht ist, wird auch mit der Arlo Ultra 2 oder Blink Outdoor richtig Freude haben. Beide Produkte sind sehr durchdacht und bieten einige gute Zusatzfunktionen.

Weitere Kameras und Einzelheiten zu den hier vorgestellten Modellen gibt es an anderer Stelle in unserer Übersicht der Outdoor-Kameras mit Akku.

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