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Plantronics (Poly) Blackwire C5220

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Ein ordentliches Headset gehört zu jeder guten Büro- oder Homeoffice-Ausstattung. Wir zeigen die fünf besten kabelgebundenen Modelle mit USB aus unseren Tests bis 60 Euro.

Viele dürften das von der Arbeit kennen: Eine Telefon- oder Videokonferenz startet mit mehreren Kollegen. Noch bevor es wirklich losgeht, sorgt die Rückkopplung bei einem Teilnehmer mit PC-Lautsprecher für Verwirrung, bei jemand anderem drängen sich laute Hintergrundgeräusche in den Mittelpunkt. Der nächste hört nichts oder wird nicht verstanden. Das Chaos bei der Telko ist perfekt. Mit einem vernünftigen Headset wäre das vermutlich nicht passiert. In der Übersicht der beliebtesten Headsets für Teams, Skype und Zoom zeigen wir gängige Formen der Kopfhörer mit Mikrofon für die Arbeit.

Doch was macht ein gutes Headset aus? In dieser Bestenliste konzentrieren wir uns auf die fünf besten von uns getesteten PC-Headsets bis 60 Euro. Für diesen Preis sind diese für die meisten Personen auch für den Einsatz im Homeoffice noch erschwinglich. Der USB-Anschluss sorgt für eine schnelle Inbetriebnahme am Computer, ohne sich Sorgen um die Bluetooth-Verbindung oder den Akku bei einem Wireless-Modell machen zu müssen. Wireless-Headsets und In-Ear-Kopfhörer haben wir daher bewusst ausgeklammert.

Spätestens seit der weltweiten Corona-Pandemie gehören Videokonferenzen oder Telefongespräche über Skype, Zoom oder Teams zum festen Bestandteil des Arbeitsalltags vieler Menschen. Egal, ob im Büro oder zu Hause im Homeoffice – ein USB PC-Headset erleichtert die professionelle wie auch private Kommunikation übers Internet ungemein. So können etwa mehre Personen in einem Büro an einem Gespräch teilnehmen, ohne sich dabei gegenseitig zu stören. Es bietet zudem eine gewisse Abschottung, damit sich Teilnehmer besser auf Video- und Telefongespräche konzentrieren können.

Selbstverständlich klappt die Kommunikation über Teams oder Zoom mit jedem Kopfhörer. Der Vorteil gegenüber einem klassischen Kopfhörer liegt im Mikrofon, das in der Regel in einem schwenkbaren Arm am Kopfhörerbügel befestigt ist. Dieses befindet sich näher am Mund der sprechenden Person, was alleine schon ein Vorteil ist. Zudem ist es abgestimmt auf Telefongespräche und filtert im Idealfall Hintergrundgeräusche heraus. Als Anschluss kommt bei unseren Testkandidaten USB-A zum Einsatz. Es gibt aber häufig schon Ausführungen für USB-C.

Eine große Rolle spielt der Tragekomfort. Eine Telefon- oder Videokonferenz kann sich über mehrere Stunden erstrecken. Aus diesem Grund sollte das Headset möglichst leicht und bequem sein, ohne zu viel Druck auf die Ohren auszuüben. Anders als In-Ear-Headsets sitzen die Kopfhörer nur leicht auf den Ohren auf.

Zu unterscheiden ist zwischen On-Ear und Over-Ear. Alle hier vorgestellten Kopfhörer sind On-Ear-Modelle. Dabei liegt die Ohrmuschel nur auf den Ohren auf, umschließt sie aber nicht komplett. Das bietet den Vorteil, dass die Ohren nicht so stark beim Tragen schwitzen und man etwas mehr von der Umgebung mitbekommt – etwa, wenn der Postbote klingelt oder ein Kollege einen anspricht. Zudem ist es in der Regel leichter als ein geschlossenes Modell. Over-Ear-Kopfhörer sind hingegen vor allem bei USB-Gaming-Headsets üblich. Eine Auswahl an geeigneten Produkten stellen wir in unserem Ratgeber Gaming-Headsets von 10 bis 350 Euro: Darauf kommt es an vor.

Idealerweise sollte ein USB-Headset fürs Homeoffice oder Büro möglichst leicht sein, damit man es für längere Zeit bequem tragen kann. Praktisch sind zudem Modelle, bei denen die Ohrmuscheln eingeklappt oder umgedreht werden können. Das erleichtert den Transport zwischen Homeoffice und Büro. Ebenfalls nützlich sind Varianten mit einem Mikrofonarm, der sich in beide Richtungen bewegen kann. Das ermöglicht es, das Mikrofon entweder rechts oder links zu tragen – je nach Präferenz.

Ohne guten Sound wird das Telefonieren schnell zur Qual. Stereo gehört für uns selbstredend dazu, auch wenn monaurale Varianten sich einer gewissen Beliebtheit erfreuen. In erster Linie sollte das Gerät die Sprache besonders klar und verständlich wiedergeben ohne störendes Rauschen oder Knacken. Ein nettes Plus ist die Wiedergabe von Musik in gutem Stereo-Sound. Diese steht zwar nicht im Vordergrund, aber zumindest eine ausreichende Klangqualität für die Lieblingssongs ist von Vorteil, denn wer will schon jedes Mal den Kopfhörer wechseln.

Über Active Noise Cancelling (ANC) verfügen die hier vorgestellten Modelle nicht. In der Preisregion bis 60 Euro finden sich keine guten Modelle mit ANC. Ebenso wenig sind brauchbare Bluetooth-Headsets zu finden. Wer nicht auf ANC verzichten will und bereit ist, ein paar Euro mehr auszugeben, kann einen Blick in unsere Top-10-Bestenliste: Die besten ANC-Kopfhörer werfen.

Eine essenzielle Rolle nimmt bei einem Headset das Mikrofon ein. Alle hier vorgestellten Produkte sind optimiert zum Telefonieren über Skype, Zoom oder Teams. Dazu kommt üblicherweise ein Noise-Cancelling-Mikrofon zum Einsatz, um Hintergrundgeräusche effektiv auszublenden, ohne dass die eigene Stimme für andere unverständlich wird.

Der Poly Blackwire C5220 (Testbericht) ist ein sehr bequemes Headset mit richtig gutem Sound, der sich auch beim Musikhören voll entfaltet. Den ersten Platz in diesem Vergleich sichert sich das Poly Blackwire C5220 durch die hochwertige Verarbeitung, den bequemen Sitz und den hervorragenden Sound. Die Marke Poly war früher besser bekannt unter dem Namen Plantronics.

Das Poly Blackwire C5220 ist hervorragend für längere Telefon- und Videokonferenzen geeignet. Mit einem Gewicht von 160 Gramm ist es zwar das „Schwergewicht“ in diesem Vergleich. Der weiche Bezug auf den Ohrauflagen sowie am Bügel sorgen aber dennoch für hohen Tragekomfort. Die Ohrmuscheln sind um 90 Grad in jede Richtung beweglich. Eine Neopren-Schutzhülle für den Transport gehört zum Lieferumfang. Bei Personen mit kleinem Kopf sitzt das Modell jedoch nicht so gut. Das Headset verfügt zudem über einen Klinkenstecker in der Fernbedienung im USB-Kabel.

Gesprochene Worte beim Telefonieren sind klar und deutlich zu hören. Das Headset bietet drüber hinaus genügend Bass für elektronische Musik oder Hip-Hop. Das Mikrofon nutzt eine Geräuschunterdrückung, um Lärm im Hintergrund effektiv auszublenden – was in der Praxis gut funktioniert. Dabei wirken die Höhen allerdings zum Teil etwas abgehackt, was der Stimme einen leicht unnatürlichen Klang verleiht. Der Preis von knapp über 50 Euro geht dank der hervorragenden Verarbeitung und des guten Klangs in Ordnung.

Auf dem zweiten Platz folgt das Jabra Evolve2 30 (Testbericht). Wir haben uns mit der Platzierung schwergetan, denn das Modell hat eigentlich das Zeug zum Testsieger. Der relativ hohe Preis und kleinere Schönheitsfehler beim Gebrauch verweisen das Jabra Evolve allerdings auf den zweiten Platz hinter Poly.

Der Jabra Evolve2 30 ist mit einem Gewicht von 125 Gramm ziemlich leicht und sehr bequem zu tragen. Die Ohrmuscheln sind jeweils bis zu 90 Grad in jeder Richtung beweglich und drücken nicht zu fest auf die Ohren. Eine Fernbedienung im Kabel hat der Kopfhörer nicht. Mit einem Knopf auf der Ohrmuschel nimmt man Anrufe aus Teams direkt entgegen. Etwas störend ist die Position des Mikrofons – es liegt zu nahe am Gesicht. Dadurch stößt man gelegentlich mit dem Mund an das Mikrofon – was zu störenden Geräuschen während einer Telefonkonferenz führt. Zudem kann das Mikrofon nur auf der rechten Seite genutzt werden.

Das Jabra Evolve2 30 bietet hervorragenden Sound. Telefongespräche sind klar und deutlich zu vernehmen. Zwei 28-mm-Lautsprecher sorgen für genügend Bass sowie hervorragenden Stereo-Sound auch beim Musikhören. Per Software stehen dem Nutzer individuelle Einstellungen für die Höhen und Tiefen zur Verfügung. Etwas störend waren die gelegentliche Lautstärkeschwankung des Mikrofons. Für den Preis von 60 Euro nutzt Jabra für unseren Geschmack eine Spur zu viel Kunststoff. Immerhin liegt ein Aufbewahrungsbeutel aus Filz bei.

Das Logitech H570e (Testbericht) hat ein sehr niedriges Gewicht, tolle Audioqualität für Gespräche und bietet und das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Das verschafft diesem Logitech-PC-Headset den dritten Platz in der Übersicht.

Mit 111 Gramm ist es das leichteste Headset in dieser Bestenliste. Durch das niedrige Gewicht und die kleinen Ohrmuscheln ist es auch für längere Zeit sehr bequem zu tragen. Der Logitech H570e sitzt zuverlässig auf dem Kopf. Der Mikrofonarm bewegt sich sowohl nach vorne als auch hinten – dadurch kann der Nutzer entscheiden, ob er ihn lieber auf der linken oder rechten Seite tragen will.

Die Geräuschunterdrückung klappt ordentlich, nur beim Musikhören kann das Gerät mit dem Modell von Poly nicht ganz mithalten. Einen separat abnehmbaren Klinkenstecker in der Fernbedienung gibt es außerdem nicht. Zudem sind die Ohrmuscheln nicht beweglich. Der Preis von knapp über 30 Euro ist äußerst fair für die Qualität, die der Kopfhörer bietet.

Der Epos Sennheiser Adapt 160T USB II (Testbericht) ist ein leichtes Headset mit USB-Port für Telefon- und Videokonferenzen. Die Marke Sennheiser ist bekannt für hochwertige Kopfhörer für den professionellen Einsatz, die Sparte für Sennheiser PC ist mittlerweile ein Teil des Unternehmens Epos.

Das USB-Headset belegt den vierten Platz in unserem Vergleich. Mit einem Gewicht von knapp 130 Gramm gehört der On-Ear-Kopfhörer mit Mikrofonarm noch zu den leichteren Modellen. Es ist auch für längere Zeit angenehm zu tragen. Die Ohrmuscheln üben keinen zu starken Druck aus. Allerdings sitzt das Headset für unseren Geschmack einen Tick zu locker. Wie bei einem DJ-Kopfhörer klappt man die Ohrmuscheln für den Transport um 90 Grad zur Seite.

Die Klangqualität ist ausgesprochen gut. Gespräche über Skype, Zoom oder Teams sind sehr gut zu verstehen. Musikhören macht mit dem Epos Sennheiser Adapt 160T USB II ebenfalls Spaß, auch wenn der Bass nicht mit den Modellen von Poly oder Jabra mithalten kann. Das Mikrofon filtert störende Hintergrundgeräusche heraus, was jedoch für einen etwas dumpfen Unterton führt. Sehr praktisch ist der Mikrofonarm, der sowohl links als auch rechts zum Einsatz kommen kann. Eine Klinke kann aus der Fernbedienung im Kabel herausgezogen werden. Der üppige Einsatz von Kunststoff hinterlässt jedoch einen weniger wertigen Eindruck, ist aber nicht ungewöhnlich in dieser Preisklasse.

Auf dem letzten Platz landet das einzige No-Name-Produkt in dieser Bestenliste. Der New Bee H360 (Testbericht) ist ein preiswertes und einfaches Headset, das sich gut und bequem den ganzen Tag nutzen lässt.

Das Material auf den Ohrmuscheln ist angenehm und weich. Dadurch sitzt es beim längeren Tragen bequem auf dem Kopf, ohne dass es für die Ohren schmerzhaft wird. Bei Personen mit kleinerem Kopf sitzt es ein wenig zu locker. Das Mikron befindet sich an einem flexiblen Arm, der aber nur links getragen werden kann. Wie die meisten Modelle in dieser Bestenliste, kann man es für den Transport komplett zusammengeklappten. Der Kopfhörer ist mit einer Klinke mit der Fernbedienung im Kabel verbunden.

Optisch macht es einen weniger hochwertigen Eindruck. Die Soundqualität ist zufriedenstellend und eignet sich sogar für Musik. Die Verständlichkeit über das Mikrofon geht in Ordnung, abgesehen von einem gelegentlichen Knacksen. Das New Bee H360 eignet sich für jeden, der für wenig Geld ein komfortables Stereo-Headset mit gutem Klang sucht. Für den Preis von knapp 30 Euro bekommt man allerdings auch schon das Markenmodell Logitech H570e (Testbericht).

Ein Headset ist eine praktische Ergänzung der Ausstattung im Büro oder Homeoffice. Dank zusätzlichem Mikrofon erleichtert es die Kommunikation bei Telefon- oder Videokonferenzen über Plattformen wie Teams, Skype, Zoom und Co. Ein USB-Headset steht zudem jederzeit bereit und muss auch nicht teuer sein, wie unsere Bestenliste zeigt.

Testsieger in diesem Vergleich ist der Poly Blackwire C5220 (Testbericht). Die gute Verarbeitung, der hohe Tragekomfort sowie der tolle Sound haben uns überzeugt. Preis-Leistungs-Sieger ist das Logitech H570e (Testbericht), das mit einem niedrigen Gewicht für viel Komfort sorgt und für gerade knapp über 30 Euro eine überzeugende Klangqualität abliefert. Auf einem ähnlichen Niveau wie Poly liegt auch der Jabra Evolve2 30 (Testbericht), das uns beim Musikhören am meisten Spaß gemacht hat. Nur der höhere Preis und kleinere Schönheitsfehler haben einen Gesamtsieg verhindert.

Wer statt eines On-Ear-Headsets lieber auf die Over-Ear-Bauweise setzen will, sollte einen Blick auf den Ratgeber Gaming-Headsets von 10 bis 350 Euro: Darauf kommt es an werfen. Was noch alles ins heimische Büro gehört, zeigen wir im Ratgeber perfektes Homeoffice: Maus, Tastatur, Hubs & Co.

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