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Lenovo Tab P11

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Bereits für unter 250 Euro bekommt man ein Tablet mit Full-HD-Display und ausreichend Leistung zum Surfen, Spielen und Streaming. Wir zeigen die fünf besten Geräte aus unseren Tests.

Ob Binge-Watching, eine Runde Angry Birds oder das Buchen der nächsten Urlaubsreise von der Couch aus: Ein Tablet bietet dank größerem Display deutlich mehr Komfort als ein Smartphone, ist aber wesentlich handlicher als ein Laptop. Wir zeigen in dieser Topliste die fünf besten Tablets bis 250 Euro aus unseren jüngsten Tests und worauf Käufer bei einem solchen Gerät achten sollten.

In Sachen Auflösung gehören 1920 x 1080 Pixel (Full-HD) oder 2000 x 1200 Pixel (Full-HD+) mittlerweile zum Standard bei Tablets dieser Preisklasse. Angesichts der großen Displays von 10 bis 11 Zoll fällt die Pixeldichte aber im Vergleich zu einem Smartphone deutlich geringer aus. Diese liegt bei einer Full-HD+-Auflösung nur bei 225 Pixels per Inch (PPI). Als scharf gilt ein Bildschirm eigentlich erst ab einer Pixeldichte von 270 PPI. Höhere Auflösungen als Full-HD+ sind bis 250 Euro bei einem Tablet allerdings so gut wie gar nicht zu finden. Dank der meist größeren Entfernung zum Auge fällt die "zu niedrige" Auflösung im Vergleich zum Smartphone aber weniger negativ ins Gewicht. OLED-Display gibt es in dieser Preiskategorie nicht.

Ein wichtiges Kriterium ist die Helligkeit eines Bildschirms – hier gibt es zum Teil große Schwankungen bei Tablets. Als Faustregel gilt: Je heller das Display, desto besser kann man es im Freien nutzen. Erst ab einer Helligkeit von 400 cd/m² können Anwender das Display auch bei sonnigem Wetter noch halbwegs ordentlich ablesen.

Oftmals wenig beachtet ist die Frage nach der vorhandenen Zertifizierung für Widevine Level 1. Die Hersteller müssen dafür einen Zertifizierungsprozess durchlaufen. Nur mit einem Tablet, dass über Widevine Level 1 verfügt, funktionieren Filme und Serien auf Netflix und Amazon Prime Video in 1080p. Ansonsten wird trotz höherer Auflösung des Displays nur HD gestreamt. Mehr zu den Hintergründen erklären wir im Beitrag Streaming: Die besten Tablets für Netflix und Co. ab 100 Euro.

64 GByte Speicher reichen bei einem Tablet für die meisten Anwendungsfälle aus, da Video-Inhalte vorwiegend durch Streaming-Dienste bei aktiver WLAN-Verbindung genutzt werden. Wer das Tablet ohne WLAN nutzen will, hat zudem die Möglichkeit, vorab Inhalte auf das Tablet herunterzuladen. 32 GByte Speicher wäre dafür unserer Meinung nach die absolute Untergrenze.

Beim Arbeitsspeicher bieten die meisten Geräte um 250 Euro 4 GByte RAM. Viel weniger sollte es nicht sein – die gerade noch akzeptable Untergrenze liegt bei 3 GByte RAM. Wir empfehlen nach Möglichkeit zur Variante mit 4 GByte zu greifen, damit das Tablet stabil läuft und für zukünftige Aufgaben gewappnet bleibt.

Ein Highspeed-Wunder sollten Käufer bei einem Tablet bis 250 Euro nicht erwarten. Hier kommen maximal Mittelklasse-Prozessoren zum Einsatz. Für die Nutzung als Media-Tablet spielt die Prozessorgeschwindigkeit aber keine so große Rolle, die meisten Casual Games wie Angry Birds laufen zudem auch auf einfachen CPUs flüssig. Grafik-intensive Spiele wie Asphalt 9 Legends laufen mit mittleren Details noch ausreichend flüssig. Wer mehr Leistung braucht, muss 350 Euro oder mehr für ein Tablet ausgeben.

Alle Geräte in dieser Top 5 nutzen Android als Betriebssystem. Eine Sonderstellung nimmt das Amazon Fire HD 10 Plus 2021 (Testbericht) ein, das mit Fire OS eine stark veränderte Android-Version einsetzt. Hier ist zu beachten, dass damit offiziell nur Apps aus dem Amazon Appstore verfügbar sind. Mit einigen Kniffen ist es möglich, den Google Play Store und Android-Apps aus externen Quellen auf einem Fire HD 10 zu installieren. Wie das geht, zeigen wir im Ratgeber Amazon-Tablets mit Google-Apps: Billig zum Top-Tablet? Bei Geräten von Huawei müssen Käufer beachten, dass keine Google-Diente und somit keine Android-Apps aus dem Google Play Store, sondern nur aus der App Gallery des Herstellers verfügbar sind. Dort fehlen einige wichtige Apps, etwa für Mobile Banking.

Updates für Android-Tablets liefern Hersteller eher schleppend aus. So laufen die aktuellen Modelle von Lenovo alle noch mit Android 10. Ein Update auf Android 11 ist eher unwahrscheinlich, da die Geräte bereits ein Update von Android 9 auf 10 erhalten haben. Samsung hingegen ist hier vorbildlich. Das Samsung Galaxy Tab S6 Lite (Testbericht) läuft bereits mit Android 11 und hat als Galaxy-Tab-S-Gerät ausgezeichnete Chancen auf ein Upgrade auf Android 12.

GPS gehört bei Tablets in dieser Preisklasse selten zur Standardausstattung. Als Gerät zum Medienkonsum für das Wohnzimmer ist das zu verschmerzen. Ein Fingerabdrucksensor findet sich leider so gut wie gar nicht bei Tablets für unter 250 Euro. Hier erfolgt die Entsperrung über eine PIN oder Gesichtserkennung – was nicht immer zuverlässig klappt und anfällig ist für Täuschungsversuche mit Fotos. Von den Kameras der Tablets in dieser Kategorie sollte man nicht zu viel erwarten. Für gelegentliche Schnappschüsse reichen sie aus. Die vordere Kamera eignen sich zudem für Videochats über Zoom oder Teams.

Die Tablets in dieser Übersicht unterstützen maximal Wifi-5, nicht aber Wifi-6. Abgesehen vom Amazon Fire HD 10 Plus gibt es alle Tablets auch als Variante für Mobilfunknetze. Das Galaxy Tab S6 Lite sprengt mit LTE allerdings den Preisrahmen und kostet mindestens 330 Euro. Standardmäßig mit einem Eingabestift kommt nur das Galaxy Tab S6 Lite. Lenovo bietet einen Stylus als Zubehör für das Tab P11. Tastaturen als Ergänzung gibt es ebenfalls bei Lenovo, Samsung und Amazon.

Auf dem ersten Platz findet sich aufgrund des besten Gesamtpakets und der guten Verarbeitung das Lenovo Tab P11 (Testbericht). Das Alleinstellungsmerkmal ist der große 11-Zoll-Bildschirm mit Full-HD+ und einer Helligkeit von fast 430 cd/m². Die Konkurrenten setzen hier auf 10,4 oder 10,1 Zoll. Das Lenovo Tab P11 verfügt zudem über eine Zertifizierung für Widevine Level 1, was die Wiedergabe von Inhalten von Netflix und Amazon Prime Video in 1080p erlaubt. Dank der CPU-Performance des Snapdragon 662 gehört das P11 zu den schnelleren Tablets unter 250 Euro. Besonders hervorzuheben ist die lange Akkulaufzeit von über 11 Stunden und der starke Surround-Sound. Das Lenovo Tab P11 bietet darüber hinaus 64 GByte Speicherplatz und 4 GByte RAM.

Es gibt auch Varianten mit 128 GByte und 6 GByte RAM – diese kosten allerdings deutlich mehr als 250 Euro. Die LTE-Version ist hingegen nur unwesentlich teurer als die Wifi-Variante. Stylus oder Tastatur gibt es nur als Zubehör. Die Software ist mit Android 10 nicht mehr auf dem neusten Stand, ob es ein Upgrade auf Version 11 geben wird, ist fraglich. Immerhin sind die Sicherheitspatches aktuell.

Dicht hinter dem Lenovo Tab P11 folgt das Samsung Galaxy Tab S6 Lite (Testbericht). Die Sparversion des Samsung Galaxy Tab S6 (Testbericht) bietet die gewohnte hochwertige Verarbeitung mit Metallgehäuse von Samsung gepaart mit einer ordentlichen Gesamtausstattung. Verglichen mit dem Galaxy Tab S6 gibt es aber Abstriche bei Display und Performance. Die Exynos-9611-CPU des Galaxy Tab S6 Lite ist etwas langsamer als der Snapdragon 662 aus dem Lenovo Tab P11, dafür ist die GPU von Samsung etwas stärker. Die Leistung des Tablets ist insgesamt aber nur durchschnittlich.

Bei der Akkulaufzeit von knapp 9 Stunden kann das günstigste Tablet der Galaxy-Tab-S-Reihe nicht mit dem Tab P11 von Lenovo mithalten. Die Helligkeit des 10,4-Zoll-Displays mit Full-HD+ fällt mit 350 cd/m² zu dunkel für regelmäßige Außeneinsätze aus. Immerhin verfügt das Galaxy Tab S6 Lite als einziges Gerät in dieser Bestenliste serienmäßig über einen Stylus. RAM und Speicher gehen mit 4 GByte sowie 64 GByte in Ordnung. Eine LTE-Version ist verfügbar, aber deutlich teurer als die WLAN-Variante.

Das Amazon Fire HD 10 Plus 2021 (Testbericht) wurde erst kürzlich von Amazon überarbeitet. Die Standardversion bietet nur 3 GByte RAM und 32 GByte Speicher. Die Plus-Ausführung verfügt hingegen über 4 GByte RAM sowie 64 GByte Speicher und erlaubt kabelloses Laden über Qi. Amazon bietet das Fire HD 10 Plus deshalb als Bundle mit einem Ladedock an – das macht aus dem Tablet ein „Echo Show“ mit Alexa.

Hervorzuheben ist die gute Akkulaufzeit von fast 11 Stunden. Die Performance des CPUs ist aber nur mäßig. Das 10,1-Zoll-Display leistet Full-HD – überzeugt bei Farben und Kontrasten aber weniger. Immerhin erfüllt es Widevine Level 1 für Netflix und Co. Bei der Verarbeitung setzt Amazon anders als Lenovo oder Samsung konsequent auf Kunststoff. Die gummierte Rückseite macht keinen schicken, aber einen robusten Eindruck. Standardmäßig ist nur der Amazon Appstore verfügbar, der jedoch ein ordentliches Angebot an Spielen und Streaming-Apps bereithält.

Das Lenovo Tab M10 Plus macht mit seinem Aluminiumgehäuse optisch einen eleganten und hochwertigen Eindruck. Das Tablet gibt es darüber hinaus auch als Lenovo Smart Tab M10 Plus (Testbericht) als Bundle mit einer Docking-Station inklusive Alexa. Damit dient das Dock in Verbindung mit dem Tablet als Smart Display. Der Bildschirm hat eine diagonale von 10,4 Zoll und Full-HD-Auflösung. Ohne Dock ist es das derzeit preiswerteste Tablet in dieser Bestenliste.

Einige Schwächen entpuppen sich erst auf den zweiten Blick. Zwar bietet das Tablet ein Full-HD-Dispaly, mangels Widevine Level 1 ist die Wiedergabe von Netflix und Amazon Prime Video nur in 720p möglich. Das ist wirklich ärgerlich. Die Leistungsfähigkeit liegt zudem kaum höher als beim Amazon Fire HD 10 Plus. Die Akkulaufzeit reißt uns mit knapp 6 Stunden alles andere als vom Hocker. Angeboten wird es mit 4 GByte RAM und 64 sowie 128 GByte Speicher. Von der Variante mit 2 GByte RAM und 32 GByte Speicherplatz raten wir ab.

Eigentlich ist das Huawei Matepad 10.4 (Testbericht) das beste Tablet in dieser Bestenliste - wenn es nur um die Hardware geht. Es bietet die schnellste CPU-Performance, eine starke Akkulaufzeit von fast 13 Stunden und tollen Sound. Die Verarbeitung ist tadellos, die Ausstattung mit 4 GByte RAM und 64 GByte oder 128 GByte Speicher ordentlich. Das Display bietet zudem eine Diagonale von 10,4 Zoll bei Full-HD+.

Dennoch liegt das Tablet auf dem letzten Platz. Das liegt an den fehlenden Google-Diensten beim Matepad. Durch den Bann der US-Regierung dürfen amerikanische Unternehmen ihre Dienste nicht für Produkte von Huawei anbieten. Das bedeutet: keine Google-Apps und kein Google Play Store. Als offizielle App-Quelle dient die Huawei Appgallery, dort fehlen allerdings zahlreiche populäre Apps. Zwar ist die Installation von anderen externen Quellen aus dem Web möglich, das erhöht aber die Gefahr einer Infektion mit Viren oder Ransomware. Eine entsprechende Widevine-Zertifizierung auf Level 1 fehlt ebenfalls. Wer nicht viel von Google-Diensten hält und das Meiste über den Browser erledigt, kann mit dem Huawei Matebook 10.4 dennoch glücklich werden.

Wer bereit ist, sein Budget auf bis zu 350 Euro zu erhöhen, bekommt natürlich stärkere Hardware. So gibt es das Apple iPad 10.2 bereits ab 330 Euro. Das Display ist mit bis zu 500 cd/m² deutlich heller und dank einer Pixeldichte von 265 PPI schärfer als bei den zuvor vorgestellten Android-Tablets. Allerdings fällt die Speicherausstattung mit 32 GByte und 3 GByte RAM etwas mager aus - letzteres ist dank des speziellen Apple-Betriebssystems nicht weiter schlimm, der Massenspeicher ist aber arg knapp. Für 128 GByte Speicher verlangt Apple bereits 100 Euro zusätzlich.

Eine starke Android-Alternative ist das Samsung Galaxy Tab S5e (Testbericht). Zwar ist es schon seit zwei Jahren auf dem Markt, das Gehäuse ist aber mit 5,5 Millimeter noch dünner als bei einem iPad Air 4. Beim Display kommt darüber hinaus OLED-Technologie zum Einsatz mit WQHD-Auflösung sowie einer ordentlichen Pixeldichte von 288 PPI. Die Leistungsfähigkeit liegt ebenfalls deutlich über dem Niveau des Lenovo Tab P11 oder Samsung Galaxy Tab S6 Lite.

Eine preiswerte Option ist das Samsung Galaxy Tab A7 für knapp 180 Euro. Es verfügt zwar nur über 3 GByte RAM, bietet aber die gleiche CPU wie das Lenovo Tab P11 sowie einen Full-HD-Bildschirm und Widevine Level 1. Eine weitere günstige Alternative ist das Lenovo Yoga Smart Tab (Testbericht), das auch als Smart-Display mit Google Assistant funktioniert.

Die Preisklasse bis 250 Euro prägen Geräte mit Android und Full-HD-Auflösung. Eine starke CPU-Performance oder höhere Auflösungen sind hier kaum zu finden. In erster Linie dienen diese Tablets als Alleskönner und Media-Geräte für die Couch. Die beste Figur macht das Lenovo Tab P11 (Testbericht) dicht gefolgt vom Samsung Galaxy Tab S6 Lite (Testbericht). Das Lenovo Tab M10 Plus ist das günstigste Tablet – ohne Widevine Level 1 eignet es sich aber nur eingeschränkt für Netflix und Co. Geräte von Huawei sind mangels Google-Dienste mit Vorsicht zu genießen.

Wer bereit ist, bis zu 350 Euro auszugeben, bekommt mit dem iPad 10.2 und dem Samsung Galaxy Tab S5e (Testbericht) zwei Alternativen mit deutlich besserem Display und besserer Performance. Weitere Geräte zeigen wir in unserer Ratgeber Was darf ein gutes Tablet kosten?

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