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Indoor-Garten
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Indoor-Gärten sorgen für die zuverlässige Aufzucht von Gemüse und Kräutern. Die besten Modelle starten bereits ab 40 Euro. Unsere Bestenliste zeigt die Top 5 der von uns getesteten Produkte.

Wer ganzjährig frische Kräuter – und mit Einschränkungen auch Gemüse – haben will, erzielt mit einem Indoor-Garten gute Ergebnisse. Der tägliche Aufwand bei der Aufzucht ist dabei gering. Mit automatischer Bewässerung und festen Beleuchtungszyklen sind Indoor-Gärten fast autark; einzig Wasser nachfüllen muss man von Zeit zu Zeit.

Das „smart“ auf vielen Verpackungen der Gärten ist hingegen eher ein Marketing-Gag. Mehr als eine Info-App gibt es nicht. Eine Steuerung via Sprachassistenten oder sonstige smarte Funktionen vermissen wir komplett. Das steht dem Ergebnis von saftigem Grün aber dennoch nicht im Weg.

Insgesamt sieben smarte Indoor-Gärten ab 35 Euro haben wir getestet. Zudem haben wir uns an einem smarten Garten im Eigenbau ab 40 Euro versucht. Das Ergebnis: Das günstigste Gesamtpaket gibt es beim Kauf einer fertigen Komplettlösung.

Welche Produkte wir empfehlen, zeigt unsere Top 5 dieser Bestenliste. Dabei bestehen alle Indoor-Gärten im Prinzip aus den gleichen Komponenten: Vollspektrum-LED mit Zeitschaltuhr zur Förderung des Pflanzenwachstums, Wasserbehälter sowie Behälter für Erde und Saatgut.

Der beste Indoor-Garten kostet gerade einmal rund 40 Euro, immer wieder auch nur 35 Euro. In Hinblick auf vergleichbare Produkte die 140 Euro und mehr kosten, ist das ein echter Spitzenpreis. Dabei ist unser Erstplatzierter Garten ein No-Name aus China und nicht etwa ein Markenprodukt. In Shops wie Aliexpress und Banggood mit Gutschein-Code BGINDLIG04 bekommt man ihn dauerhaft günstig. Wer ihn lieber in Deutschland kauft, wird bei Amazon für etwa 60 Euro fündig.

Unsere Empfehlung gibt es, da dieser Garten dem Wettbewerb um nichts nachsteht und gute Ergebnisse liefert. Die integrierte Vollspektrum-LED versorgt die Pflanzen täglich mit Licht, der integrierte Wasserbehälter ist perfekt konzipiert und versorgt die Pflanzen bis zum letzten Tropfen mit Wasser. Zudem hat das No-Name einen entscheidenden Vorteil zum Wettbewerb: Man nutzt herkömmliches Saatgut, Erde und Dünger für Centbeträge aus Bau- oder Gartenmarkt. Bei vielen Markenprodukten ist man auf teure „Pods“ genannte Saatkapseln angewiesen, die gerne mal 5 bis 15 Euro pro Packung kosten – das Prinzip der Kaffee-Kapseln.

Vom günstigsten No-Name zum Flaggschiff der Indoor-Gärten: Der Aerogarden Harvest (Testbericht) ist das High-End-Modell in seiner Kategorie. Verschiedene Beleuchtungszyklen – je nach Sorte und Stadium der Pflanzen – sowie eine Wasserpumpe liefern tolle Ergebnisse. Und tatsächlich: Wer vor allem einen Indoor-Garten zur Aufzucht von sensiblem Gemüse wie Tomaten, Gurken oder Paprika sucht, der wird beim Aerogarden wahrscheinlich glücklich. Warn-LEDs geben zudem Info, wenn der Wasserstand zu niedrig ist oder Düngemittel fehlt. Dafür kostet der Nachfolger unseres nicht mehr erhältlichen Testgerätes rund 154 Euro – ein saftiger Preis. Wer zudem regelmäßig auf seine Gemüse und Kräuter schaut, kann sich in aller Regel Wasserpumpe und Warn-LEDs sparen. Beides sind letztlich nur teure Komfortfunktionen.

Der Emsa Smart Garden 3 (Testbericht) entspricht in Funktionsweise und Formfaktor dem No-Name-Produkt aus China. Dafür kostet er mit 80 Euro deutlich mehr. Zudem setzt der Smart Garden 3 auf Pods, die zwischen 5 und 10 Euro pro Dreierpack kosten. Das ist teuer, aber vor allem für Menschen gedacht, die so gar keinen grünen Daumen haben. Wer also allererste Schritte beim Indoor-Gärtnern gehen will, ist beim Produkt von Emsa gut aufgehoben. Nach und nach kann man zudem die teuren Pods mit herkömmlichen Quellkapseln, Saatgut und Dünger ersetzen. Das spart Geld.

Die Plätze 4 und 5 gehen vor allem aufgrund der ansprechenden Optik an Bosch beziehungsweise Plantui und Prêt à Pousser. Der Smartgrow 3 (Testbericht) ist rund und sehr kompakt. Dadurch macht er sich nicht nur als Eyecatcher in der Küche gut, sondern nimmt im Vergleich zu allen anderen Indoor-Gärten den geringsten Platz ein. Die integrierte Wasserpumpe tut ihren Job zuverlässig, bietet aber unserer Erfahrung nach kaum Vorteile gegenüber den günstigeren Modellen, in denen die Pflanzen im Wasserbehälter schwimmen. Zudem sind wie beim Emsa-Modell auch hier die Pods extrem teuer. Wer den Indoor-Garten dennoch aufgrund der Optik kaufen will, zahlt rund 140 Euro.

Den fünften Platz belegt der französische Prêt à Pousser Lilo. Auch hier gelingt die Aufzucht von Gemüse und Kräuter gut. Dennoch gibt es erkennbare Defizite gegenüber den anderen von uns getesteten Indoor-Gärten. Zum einen ist die Beleuchtungseinheit nicht gegen Spritzwasser geschützt. Kontakte und LEDs liegen offen; für einen Preis von fast 100 Euro ein Unding. Zum anderen bilden die Saatkapseln des Herstellers vereinzelt Schimmel, das ist ein Ausschlusskriterium. Prêt à Pousser hat hier wohl an seinen Pods nachgebessert, wie uns mitgeteilt wurde. Zum Zeitpunkt des Erscheinens dieses Beitrags konnten wir dies aber noch nicht überprüfen.

Entsprechend zählt beim Lilo eigentlich nur die Optik. Die ist wirklich gelungen und es macht eine Freude, den Indoor-Garten zu betrachten.

Die Produkte von Bosch, Emsa und Aerogarden setzen auf die Pods genannten Samenkapseln. Preislich liegen sie bei durchschnittlich 8 Euro. Pro Packung sind drei Pods enthalten. Eine Pflanze kostet also umgerechnet rund 2,61 Euro. Alternativ kann man sich bei allen genannten Modellen günstiger mit Quellkapseln, Samen und Düngemittel behelfen.

Der Prêt à Pousser Lilo bietet diese Alternative nicht. Hier ist zwingend der Griff zu den länglichen Pods des Herstellers notwendig. Diese kosten im Viererpack rund 20 Euro, also 5 Euro pro Pod. Jeder Behälter bringt bis zu drei Pflanzen hervor. Bedeutet: Eine Tomatenpflanze kostet beispielsweise 1,61 Euro.

Das No-Name aus China verzichtet auf Pods. Hier reichen handelsübliche Gemüseerde, Düngemittel und Samen nach Wahl für jeweils wenige Cent. Pro Pflanze kommt man also deutlich unter einen Euro.

Wer keinen grünen Daumen hat oder einfach auch zur kalten Jahreszeit eigenständig Kräuter und Gemüse ziehen will, braucht einen Indoor-Garten. Nahezu alle Modelle liefern optimale Ergebnisse. Wer sich minimal mit Pflanzen auskennt – Bewässerung, Nährstoffe & Co. – der bekommt bereits für 40 Euro einen soliden Indoor-Garten. Teurer wird es, wenn man Ansprüche ans Design stellt oder auf fertig zusammengestellte Pods mit abgestimmtem Düngemittel setzt.

Insgesamt sieben smarte Indoor-Gärten ab 35 Euro haben wir getestet, wovon es fünf Produkte in unsere Bestenliste geschafft haben. Zudem haben wir uns an einem smarten Garten im Eigenbau ab 40 Euro versucht.

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