TechStage | Tests, Ratgeber und Kaufberatungen zu Smartphones, Smart Home, Computer und Technik, die Spaß macht

Aufmacher bestenliste E-Scooter billig

Teile diesen Beitrag

Beliebt auf TechStage

Nicht nur für Nerds: Schneiden und Gravieren mit dem Laser

Nicht nur für Nerds: Schneiden und Gravieren mit dem Laser

Ratgeber: die besten 3D-Drucker und Zubehör zu Weihnachten

Ratgeber: die besten 3D-Drucker und Zubehör zu Weihnachten

Smartphone-Schnäppchen zur Black Week 2021

Smartphone-Schnäppchen zum Black Friday 2021

Geschenkratgeber: Tablet fürs Surfen, Streaming oder als PC-Ersatz

Surfen, Streamen oder Arbeiten: Das passende Tablet zu Weihnachten

Die Zeiten, in denen E-Scooter ein teures Vergnügen waren, sind vorbei. Mittlerweile gibt es richtig gute elektrische Tretroller für wenig Geld. Wir zeigen die besten E-Scooter für um die 500 Euro.

E-Scooter gibt es schon seit Jahren zu kaufen, aber erst seit Mitte 2019 dürfen zugelassene Modelle legal auf deutschen Straßen fahren. Der allererste legale E-Scooter ist der Metz Moover (Testbericht). Ein wirklich toller elektrischer Tretroller, allerdings mit damals 2000 Euro geradezu unerschwinglich. Zwischenzeitlich hat das Mutterunternehmen Insolvenz angemeldet und der Preis des Metz Moovers purzelt. So kostet er zum Zeitpunkt dieses Berichts nur noch gut 1100 Euro. Ein immer noch stattlicher Preis, der sich für die gebotene Qualität jedoch lohnt. Mittlerweile wurde er jedoch in den allermeisten Punkten von anderen E-Scootern überholt, die zum Teil deutlich günstiger sind. Hierfür empfehlen wir unsere Top-10-Bestenliste: E-Scooter mit Straßenzulassung.

Für diesen Bericht öffnen wir eine nochmal deutlich tiefere Preisschublade: Wir zeigen die besten E-Scooter für unter 500 Euro oder knapp über 500 Euro. Denn mittlerweile sind die E-Scooter in diesem Niedrigpreissegment brauchbar geworden. Sie sind ausreichend wertig gebaut, bieten einen Motor, der auch schwerere Personen problemlos auf Höchstgeschwindigkeit bringt, zuverlässige Bremsen und Akkus für 20, in einigen Fällen gar über 30 Kilometer echter Reichweite.

Ein wichtiger Faktor für möglichst komfortables Fahrvergnügen sind luftgefüllte Reifen. Sie fangen Unebenheiten ab und geben sie nicht an E-Scooter und Fahrer weiter. Zudem greifen sie gerade bei Feuchtigkeit besser. So rutscht der Roller weniger schnell weg und bremst zuverlässiger. Ihr Nachteil: Sie müssen bei Druckverlust wieder aufgepumpt werden und sind nicht pannensicher. Etwa kann ein Nagel die Luftkammer verletzen und zu einem Platten führen. Ihnen gegenüber stehen Vollgummireifen oder Reifen mit festen, teilweise offenen Luftkammern. Hersteller nennen sie teilweise Honeycomb-Reifen. Auf ihnen fährt es sich härter als auf Luftreifen. E-Scooter mit Hartgummireifen kommen häufig mit einer Federung, die dann allerdings beim Fahren ein schwammiges Gefühl verursachen können. Wir empfehlen beim Kauf auch Luftreifen zu achten. In der Vergangenheit gab es diese Luftreifen nur bei E-Scooter jenseits der 500 Euro. Dies scheint sich aktuell zu ändern.

Der Motor sollte mindestens 250 Watt Nennleistung bieten. Dies reicht üblicherweise, um Personen mit 80 Kilogramm oder weniger vernünftig leichte Steigungen heraufzutransportieren. Wer 100 Kilogramm und mehr wiegt, sollte einen Motor mit 350 Watt wählen. Außerdem gilt es hier auf die Herstellerangaben zu achten: Einige E-Scooter erlauben nur eine maximale Zuladung von 100 Kilogramm oder weniger.

Bezüglich der Bremsen schreibt der deutsche Gesetzgeber zwei unabhängig voneinander funktionierende Systeme vor. Dabei sollten Käufer von Billig-E-Scootern darauf achten, dass nicht eine davon eine Schutzblechbremse am Hinterrad ist, die schlicht mit dem Fuß auf den Reifen gedrückt wird. Etabliert haben sich bei günstigen E-Tretrollern eine Scheibenbremse hinten in Kombination mit einer Motorbremse vorne. Bei der Motorbremse gibt es jedoch gehörige Qualitätsunterschiede. Einige Bremsen fein dosierbar, andere deutlich zu abrupt.

Beim Klappmechanismus haben wir in unseren Tests keine wirklichen Ausfälle erlebt. Allerdings kann es vorkommen, dass das Klappscharnier nachjustiert oder geschmiert werden muss. Im Preissegment um die 500 Euro klappen die E-Scooter alle. Allerdings darf man keine besonders kleinen Faltmaße erwarten. So ist es hier etwa nicht möglich, die Lenker anzulegen.

Der Akku ist eines der teuersten Bauteile an einem E-Scooter. Deswegen darf man im Einstiegssegment mit keinen Reichweitenwundern rechnen. Trotzdem sollten Käufer darauf achten, dass ihr günstiger E-Scooter mindestens einen 250-Wattstunden-Akku hat. Dieser sollten dann je nach Wetter, Fahrweise, Strecke und Fahrergewicht um die 20 Kilometer schaffen.

Im Folgenden zeigen wir die fünf besten von uns getesteten E-Scooter unter 500 Euro oder knapp über 500 Euro. Diese Bestenliste wird von uns kontinuierliche gepflegt. Testen wir passende Kandidaten, kommen sie in diese Top-5.

Xiaomi produziert bereits seit gefühlten Ewigkeiten E-Scooter und bringt sie zu sehr vernünftigen Preisen auf dem Markt. Tatsächlich hat das Unternehmen aber sehr lange gebraucht, seinen ersten für deutsche Straßen zugelassenen E-Scooter in die Geschäfte zu stellen. Mitte 2020 war es dann mit dem Xiaomi Mi Scooter Pro 2 (Testbericht) und dem Xiaomi Mi Scooter 1S so weit. Auch wenn die Änderungen zum Vorgänger eher im Detail zu finden sind, schiebt sich der Mi Scooter Pro 2 sofort in unsere Bestenliste E-Scooter ganz nach oben. Denn im Test zeigt er sich als hervorragendes Gesamtpaket mit nur wenigen Schwächen.

Uns gefällt zum einen die bewährte Verarbeitung. Hier wackelt nichts, er ist wasserdicht integriert alle wichtigen Bauteile wie etwa Klingel und Licht optimal. Zum anderen gibt es für ihn, sollte doch mal etwas kaputtgehen, jede Menge Einzelteile. Er hat 8,5 Zoll große Luftreifen und fährt sich entsprechend komfortabel. Sein Motor ist mit 300 Watt ausreichend stark. Allerdings reagiert er mit etwas Verzögerung und regelt er bei 19 Kilometer pro Stunde bereits ab. Das nervt. Das Bremssystem mit mechanischer Scheibenbremse hinten und Motorbremse vorne ist gut. Allerdings reagiert wie schon der Motor auch die elektrische Bremse mit leichter Verzögerung.

Der Akku ist mit einer Kapazität von 474 Wattstunden eine echte Ansage. Derart große Energieträger finden sich sonst nur in deutlich teureren E-Scootern. Damit kommt der Xiaomi Mi Scooter Pro 2 auf eine Reichweite von knapp 35 Kilometer. Dabei wiegt der E-Scooter dennoch nur 14 Kilogramm.

Der Epowerfun EPF-1 (Testbericht) überrascht uns im Test positiv. Er ist zwar etwas teurer als der Xiaomi Mi Scooter Pro 2, bietet aber einen nochmal stärkeren Motor und eine Endgeschwindigkeit von etwa 22 Kilometer pro Stunde. Damit reizt er den legalen Rahmen maximal aus. Auch seine Bremsen sind super, gerade die elektrische Motorbremse überzeugt mit feiner Dosierbarkeit. Der Akku bietet 300 Wattstunden. Damit kommen wir im Reichweitentest auf gut 23 Kilometer. Er setzt auf 8,5-Zoll große Gummireifen mit Luftkammern, die jedoch besser sind als wir es von vergleichbaren Reifen, die nicht zum Aufpumpen sind, kennen.

Seine Verarbeitung befindet sich auf einem ähnlich hohen Niveau wie die des Xiaomi-Konkurrenten. Zusätzlich verspricht der Hersteller einen guten Service und die Bereitstellung von Ersatzteilen. Seine Optik gefällt uns gerade in der „Sultan“-Variante sehr gut. Das Weiß gepaart mit der gelben Trittfläche wirkt offen und freundlich. Weniger gut hat uns das etwas zu dunkle Frontlicht gefallen, welches an der Lenkstange hängt und sich nicht in den Lenker integriert.

Der The Urban XC1 (Testbericht) ist einer der optisch ansprechendsten E-Scooter, die wir bisher getestet haben. Seine Trittfläche ziert schön konturiert der Schriftzug des Herstellers. Er ist überwiegend schwarz mit einem langen gelben Streifen an seiner unteren Seite, einem Schriftzug mit gelben Highlights an der vorderen, massiv wirkenden Lenkstange und gelber Öse auf dem hinteren Schutzblech. Diese auffällige Farbkombination sieht hervorragend aus. Die Verarbeitung überzeugt uns, auch wenn der Lenker beim Fahren etwas wackelt. Sein Klappmechanismus ist super, zusammengeklappt ist er kürzer als andere E-Scooter in dem Preissegment.

Sein Motor ist mit 300 Watt recht stark, zudem regelt er erst bei knapp 22 Kilometer pro Stunde ab – auch wenn das bei Sonne schwer ablesbare Display weniger anzeigt. Die Fahrt ist auch dank der 8,5-Zoll-Luftreifen sehr angenehm. Das Bremssystem ist mit Motorbremse und mechanischer Scheibenbremse hinten angemessen. Allerdings dosiert die elektrische Bremse schlecht und reagiert viel zu abrupt. Sein Akku hat eine Kapazität von 280 Wattstunden. Damit kommen wir auf eine gemessene Reichweite von knapp 20 Kilometer.

Der Iconbit IK-1969K (Testbericht) ähnelt bezüglich seiner Verarbeitung und seines Klappmechanismus' vielen weiteren elektrischen Tretrollern im unteren Preissegment. Dabei gibt es bei den aktuellen Modellen keine Totalausfälle, sie machen allesamt einen soliden Eindruck. Seine maximale Zuladung gibt der Hersteller mit 100 Kilogramm an. Der E-Scooter selbst ist mit 17 Kilogramm recht schwer. Der Iconbit IK-1969K hat Gummireifen mit Honigwabenstruktur. Eine Federung nimmt grobe Stöße auf.

Der Motor soll eine Nennleistung von 350 Watt bieten. Im Test war er aber kaum kräftiger als andere E-Scooter mit 300-Watt-Motoren. Dennoch reicht seine Leistung, um auch schwerere Fahrer auf die Maximalgeschwindigkeit von 20 Kilometer pro Stunde zu beschleunigen. Auch leichte Steigungen sind für ihn kein Problem. Der Motor reagiert allerdings leicht verzögert, das gilt zudem für die Motorbremse am Vorderrad. Beim Bremsen empfehlen wir deswegen überwiegend auf die gute Scheibenbremse am Hinterrad zu setzen. Der Akku hat eine Kapazität von 270 Wattstunden, was in unseren Fall für eine gemessene Reichweite von 18 Kilometer reicht.

Der Doc Green Explorer ESA 1919 (Testbericht) kostet im Angebot häufig nur um die 300 Euro. Dafür bietet er ein insgesamt stimmiges Gesamtpaket, auch wenn man sich im Detail auf Abstriche einstellen muss.

Die Honeycomb-Reifen sind in dem Preissegment üblich. Ungewöhnlich ist jedoch, dass der Hersteller auf eine Federung verzichtet. Das macht Fahrten etwa auf Pflastersteine unangenehm. Sein Motor hat laut Hersteller eine Nennleistung von 350 Watt. Allerdings wirkt er deutlich schwächer, schafft er es doch kaum, einen Fahrer mit 85 Kilogramm auf 20 Kilometer pro Stunde zu beschleunigen. Gewöhnungsbedürftig sind auch die Bremsen. Denn die mechanische Hinterradbremse löst immer auch die elektrische Vorderbremse aus. Das ist vor allem deswegen schlecht, weil die elektrische Bremse nur Zustände Ein und Aus zu kennen scheint. Sein Akku ist 259 Wattstunden groß und befördert uns 15 Kilometer weit, bevor er wieder ans Netz muss.

Der Trekstor EG3178 (Testbericht) war einer der Ersten in Deutschland erlaubten E-Scooter am Markt und schon damals ein Schnäppchen mit sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Er wirkt gut verarbeitet und bietet den in dieser Preisklasse üblichen Klappmechanismus. Er hat 8,5 Zoll große Honeycomb-Reifen und eine Federung. Als einer der Ersten reizte sein ausreichend starker 350-Watt-Motor die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 22 Kilometern pro Stunde komplett aus. Als Bremsen kommen eine Scheibenbremse und eine Motorbremse zum Einsatz. Sein Akku nimmt 270 Wattstunden auf, damit kommen wir im Test knapp 20 Kilometer weit.

Der Trekstor EG40610 (Testbericht) ist einer der ganz wenigen E-Scooter am Markt, die einen Wechselakku bieten. Das bietet sich vor allem dann an, wenn man etwa in einem Mehrfamilienhaus wohnt und den E-Scooter im Erdgeschoss oder Keller lassen will und nur den Akku zum Laden mit in die Wohnung nimmt. Außerdem bietet er Luftreifen und eine insgesamt gute Verarbeitung. Im Test bemängeln wir jedoch seine mit unter 20 Kilometer doch recht geringe Reichweite. Dafür ist er enorm im Preis gefallen und kostet aktuell nur 333 Euro. Wir gehen von einem Abverkauf aus.

Wer 500 Euro für einen E-Scooter ausgeben will, der kann bedenkenlos zum Xiaomi Mi Scooter Pro 2 (Testbericht) greifen. Gerade sein großer Akku ist in dieser Preiskategorie ungeschlagen. Aber auch der Epowerfun EPF-1 (Testbericht) ist richtig gut und kommt im Gegensatz zum Xiaomi sogar auf die maximale Endgeschwindigkeit von 22 Kilometer pro Stunde. Dafür ist er etwas teurer und sein Akku etwas kleiner.

Wer richtig Geld sparen will, der sollte sich zum Beispiel den Doc Green Explorer ESA 1919 (Testbericht) anschauen. Dieser kostet häufiger um die 300 Euro. Allerdings muss man hier in einigen Punkten Abstriche machen.

Wer unabhängig vom Preis den besten E-Scooter will, dem empfehlen wir ein Blick in unsere Top-10-Bestenliste: E-Scooter mit Straßenzulassung.

Tags:

Affiliate-Information

- Bei den mit gekennzeichneten Links handelt es sich um Provisions-Links (Affiliate-Links). Erfolgt über einen solchen Link eine Bestellung, erhält TechStage eine Provision. Für den Käufer entstehen dadurch keine Mehrkosten.