Top 5: Das sind die besten Smart-Home-Zentralen ab 40 Euro

Homey Pro: Die Leistungsaufnahme liegt im Betrieb meistens um die 2 Watt. Leuchtet der LED-Ring, sind es 4 Watt.

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Gibt es die perfekte Steuereinheit für das intelligente Zuhause? Nein, aber es gibt Lösungen, die dank Unterstützung zahlreicher Funktechnologien klare Vorteile bieten.

Laut Bitkom ist der Anteil von Smart-Home-Nutzern zwischen 2018 und 2021 von 26 auf 41 Prozent gestiegen. Vor allem für die Steuerung von Licht hat sich die smarte Technik durchgesetzt. Aber auch die Regulierung der Raumtemperatur mit smarten Thermostaten (Bestenliste) wird immer beliebter. Mit Überwachungskameras, Bewegungsmeldern (Ratgeber), Überflutungssensoren und Rauchmeldern wird das eigene Zuhause zudem sicherer. Und last but not least erschließt die Technik mit smarten Bewässerungssystemen (Ratgeber) auch den Gartenbereich. Die Steuerungsmöglichkeiten scheinen keine Grenzen zu kennen. Zumindest theoretisch. Praktisch sieht die Sache leider etwas anders aus.

Zwar decken in der Regel die verschiedenen Smart-Home-Systeme viele Anwendungsszenarien ab. Mithilfe eines Bewegungsmelders kann man etwa das Licht oder den Fernseher einschalten. Auch komplexere Automatisierungen sind möglich, sofern die dafür nötigen Sensoren und Aktoren unterstützt werden. Doch wer etwa einen neuen Luftreiniger (Ratgeber) mithilfe eines leistungsfähigen Raumluft-Messgeräts (Ratgeber) wie dem Air-Q effizienter steuern möchte, wird feststellen, dass es viele Geräte außerhalb dieser Systeme gibt, die sich nicht ohne Weiteres integrieren lassen. Die Problematik betrifft dabei nicht nur exotische Anwendungsszenarien, sondern nahezu sämtliche smarten Geräte wie Steckdosen, Schalter und Dimmer, Beleuchtung, Thermostate für Heizkörper und Fußbodenheizungen sowie Überwachungskameras.

Für mehr Kompatibilität soll der für Herbst 2022 erwartete Standard "Matter" sorgen, der zum Ziel hat, entsprechende Geräte unabhängig von der Herstellerplattform zu machen. Ob und vor allem wann der neue Standard das Kompatibilitätsproblem tatsächlich lösen kann, bleibt abzuwarten.

Bis dahin gilt: Wollen Anwender bei der Auswahl von smarten Produkten möglichst frei agieren, benötigen sie eine Smart-Home-Zentrale, die zu bestehenden Lösungen kompatibel ist. Dazu muss eine solche Steuereinheit neben WLAN, mindestens auch die für den Smart-Home-Bereich entwickelten und energieoptimierten Funktechniken Zigbee und Z-Wave unterstützen. Doch das allein reicht noch nicht, schließlich funken einige Komponenten auch über Bluetooth oder in den Bändern 433 und 868 MHz. Und wer ältere Infrarot-Geräte in sein Smart Home integrieren möchte, sollte auf eine entsprechende Unterstützung achten.

Die Smart-Home-Zentrale Homey Pro (Testbericht) stammt von der niederländischen Firma Athom. Sie unterstützt abgesehen von dem wenig verbreiteten Enocean-Standard alle für den Smart-Home-Bereich relevanten Funktechniken wie WLAN, Zigbee, Z-Wave, Bluetooth sowie Infrarot und funkt auch in den Bändern 433 MHz und 868 MHz, die von älteren Smart-Home-Devices genutzt werden. Insgesamt lassen sich damit laut Hersteller über 50.000 Geräte miteinander verbinden.

Sämtliche Komponenten in einem Smart Home unter einer Oberfläche zu verwalten, gelingt auch mit Homey Pro nicht. Doch die kleine Kugel mit leuchtendem LED-Äquator kommt diesem Traum schon sehr nahe und bietet deutlich mehr als Lösungen anderer Hersteller. Wer möchte, kann damit sogar KNX-basierte Smart-Home-Umgebungen verwalten oder die Produktion seiner Photovoltaik-Anlage überwachen. Und auch die an einer Fritzbox angeschlossenen DECT-ULE-Komponenten wie Steckdosen und Heizungsthermostate kann Homey Pro steuern. Dabei steht das nutzerfreundliche Interface nicht nur in Form einer mobilen App parat, sondern ist auch bequem vom Desktop aus erreichbar.

Mit den gebotenen Leistungen ist Homey Pro vorwiegend für Anwender interessant, die viele Apps zur Steuerung von Smart-Home-Komponenten konsolidieren wollen und denen Open-Source-Lösungen auf Basis von Iobroker oder Home Assistant zu aufwändig sind. Homey Pro ist für diese Zielgruppe dank seiner offenen Architektur mit tollem Community-Support und -Apps eine vielseitige und einfach zu bedienende Lösung, mit der sie beim Ausbau ihres Smart Home nicht nur auf einen einzigen Hersteller und womöglich teuren Lösungen angewiesen sind.

Homey Pro ist quasi ein Raspberry mit vielen Antennen und einem eleganten und leistungsfähigen Betriebssystem, der in Sachen Einrichtung, Wartung und Anbindung klare Vorteile gegenüber der Konkurrenz bietet, auch wenn er nicht ganz an den Funktionsumfang einer Open-Source-Lösung herankommt. Doch diese Leistungsfähigkeit hat ihren Preis: Knapp 400 Euro müssen Anwender für Homey Pro (Testbericht) hinblättern. Doch die sind gut angelegt. Mit Homey Bridge für 69 Euro bietet Athom darüber hinaus noch ein Cloud-basierte Lösung an, die für den vollen Leistungsumfang monatlich Kosten in Höhe von 2,99 Euro verursacht.

In den USA und in Großbritannien gehört Samsung Smartthings (Testbericht) zu den populärsten Smart-Home-Plattformen. Das zeigt sich auch an der Berichterstattung: Die New York Times nennt in ihrem Smart-Home-Blog The Wirecutter neben Amazon Alexa, Apple Home Kit und Google Assistant auch Smartthings von Samsung, wenn es um die Kompatibilität von Smart-Home-Komponenten geht.

Hierzulande ist Smartthings noch nicht so populär. Nach dem gescheiterten Versuch, die Plattform zusammen mit Vodafone in Deutschland und monatlichen Abo-Kosten zu vermarkten, ist nun Z-Wave Europe für den Vertrieb der Smart-Home-Zentrale zuständig. Der Distributor für Z-Wave-kompatible Produkte gehört zur Hamburger Aeotec-Gruppe und deshalb ziert auch dessen Name die Smartthings-Zentrale. Samsung selbst integriert Smartthings-Hubs verstärkt in Haushaltsgeräte, TVs und smarte Monitore.

Die Smartthings-Zentrale von Aeotec integriert mit WLAN, Zigbee und Z-Wave die wichtigsten Funktechnologien im Smart-Home-Bereich. Trotz einiger Probleme bei der Einbindung von Geräten fremder Hersteller, darf man die Kompatibilität der Smartthings-Plattform durchaus positiv betrachten. Darunter sind eine Vielzahl prominenter Marken aus dem Smart-Home-Bereich enthalten, wie Bose, Danfoss, Fibaro, Home Connect, Honeywell, Ikea (Tradfri), Nanoleaf, Netatmo, Philips Hue, Ring, Somfy, Sonoff, Sonos, Tapo und Tint.

Smartthings ist dank seiner Kompatibilität zu Produkten von über 200 Herstellern eine gute Basis für die Verwaltung eines smarten Zuhauses. Da Samsung einer der Haupttreiber des Matter-Standards ist, können Anwender davon ausgehen, dass die Plattform in Zukunft noch vielseitiger wird, da durch den neuen Standard die Einbindung von Komponenten unterschiedlicher Hersteller sowie die lokale Ausführung von Regeln noch einfacher werden soll. Für den Smartthings-Hub verlangt Aeotec circa 100 Euro.

Smart Home by Hornbach (Testbericht) unterstützt die Funkprotokolle WLAN, Z-Wave und Zigbee, nimmt aber nur über ein Ethernet-Kabel zum heimischen Router Kontakt zum Internet auf, was die Wahl des Aufstellorts einschränkt. Angeschlossene Geräte können Anwender per Sprache über Amazon Alexa und Google Assistant steuern. Welche dafür genau infrage kommen, erfahren Interessierte über eine regelmäßig von Hornbach aktualisierte Kompatibilitätsliste. Sie umfasst zahlreiche Smart-Home-Komponenten unterschiedlicher Hersteller.

Sensoren zur Erkennung von Bewegung, Wasser, Rauch, Temperatur und Luftgüte sowie Dimmer, Schalter und Steckdosen gibt es von Abus, Aeotec (siehe auch Smartthings im Test), Eurotronic, Frient, Fibaro, Gardena, Klikaanklikuit, Ledvance, Popp, Silvercrest (Lidl), Sensative, Steinel, Technisat und Trust. In Sachen Leuchtmittel unterstützt Hornbach Lösungen von Klikaanklikuit, Paulmann, Tint und Trust sowie der Eigenmarke Flair Viyu. Licht-Lösungen von Philips Hue können über die Hue-Bridge integriert werden.

Auf die günstigen Alternativen von Ikea, Innr, Ledvance und Nanoleaf (siehe Artikel: Bis zu 40 % günstiger: Philips-Hue-Alternativen von Ikea, Ledvance, Paulmann, Tint & Co.) müssen Hornbach-Anwender allerdings verzichten oder sie – soweit möglich – ebenfalls über die Hue-Bridge laufen lassen. Gartenprofis freuen sich über die Unterstützung von Gardena-Bewässerungssystemen sowie Mähroboter von Gardena und Bosch. Heizungen können Anwender über Thermostate von Danfoss und Tado steuern.

Smart Home by Hornbach ist mit einem Preis von knapp 40 Euro eine der günstigsten Smart-Home-Zentralen. Dafür erhalten Nutzer dank Kompatibilität zu WLAN, Z-Wave und Zigbee eine leistungsfähige Smart-Home-Zentrale, mit der sie zahlreiche Komponenten verschiedener Hersteller zum Aufbau eines Smart Home verwenden können und die sich auch bequem vom Desktop aus steuern lässt.

Die Smart-Home-Zentrale Homee (Testbericht), entwickelt und gefertigt von der gleichnamigen GmbH aus Berlin, ist modular aufgebaut. Basis ist der in Würfelform erhältliche Brain Cube, der Smart-Home-Geräte auf Basis von WLAN integriert. Zusätzliche Würfel stellen Kompatibilität zu Zigbee-, Z-Wave- und Enocean-Komponenten her. Im Komplettausbau erschließt Homee damit sämtliche relevanten Funkstandards im Smart-Home-Bereich und bietet außerdem noch Erweiterungen für proprietäre Herstellertechnologien wie Hörmann Bisecure, Warema WMS und Becker Centronic Plus.

Anhand einer Kompatibilitätsliste können Anwender nachschlagen, welche Smart-Home-Produkte kompatibel zu Homee sind. Auch in der App informiert der Anbieter unter Homee-Welt über kompatible Produkte, die Anwender bei Interesse auch gleich erwerben können. Sie sind gruppiert nach Anwendungsszenarien und unterteilt nach Energie, Garagen und Garten, Komfort, Sicherheit und Smart Life. Und wer eine Fritzbox (Ratgeber) verwendet, kann die daran angeschlossenen Smart-Home-Komponenten (DECT-ULE) auch unter Homee nutzen.

Homee bietet mit der Unterstützung aller im Smart Home relevanten Funkstandards zumindest eine gute Basis. Die zwar umfangreiche, aber doch begrenzte Unterstützung von Smart-Home-Komponenten zeigt aber, dass vor den Berlinern Entwicklern noch viel Arbeit liegt. Homee kostet im Bundle mit WLAN und Zigbee knapp 250 Euro. Die Z-Wave-Erweiterung kostet aktuell 84 Euro und der Enocean-Würfel knapp 50 Euro. Die Erweiterungen für proprietäre Herstellertechnologien wie Hörmann Bisecure sind mit über 120 Euro deutlich teurer.

Ein smartes Zuhause zu verwalten, ist auch mit den Open-Source-Lösungen Home Assistant, FHEM, Iobroker, openHAB möglich. Sie erlauben Komponenten unterschiedlicher Hersteller zu managen, meist in Verbindung mit einem Raspberry. Mit den zweitmeisten Mitwirkenden aller Python basierten Entwicklungen ist Home Assistant eine der populärsten Open-Source-Lösungen fürs Smart Home. Die Einbindung von Geräten ist relativ einfach, doch Automatisierungen sind etwas komplexer.

Grundsätzlich muss man sich bei der Verwendung von Open-Source-Lösungen im Klaren darüber sein, dass die Konfiguration nicht so einfach wie bei kommerziellen Lösungen ist. Dafür hat man aber mehr Kontrolle über die Geräte.

Eine Smart-Home-Zentrale, die sämtliche smarte Komponenten für die Haussteuerung unterstützt, gibt es nicht. In dieser Bestenliste finden sich aber Lösungen, die allesamt einen offenen Ansatz verfolgen und ein möglichst breites Spektrum abdecken. Anders als bei reinen Insellösungen ist man nicht auf teure Komponenten mit proprietärer Technik angewiesen, sondern kann aus einem breiten Angebot smarter Produkte auswählen.

Wer den manuellen Aufwand von Open-Source-Lösungen scheut, aber dennoch an einer möglichst breiten Unterstützung von smarten Komponenten gelegen ist, wird von Homey Pro (Testbericht) am besten bedient. Die Smart-Home-Zentrale der niederländischen Firma Athom kann Tausende Geräte steuern, die nicht nur von namhaften Marken wie Philips Hue stammen, sondern auch unbekannte, aber leistungsfähige Geräte kleinerer Anbieter umfassen. Zudem ist Zentrale auch für Homekit-Anwender interessant, da Homey Pro sämtliche verwalteten Komponenten auch für die Apple-Lösung zur Verfügung stellt.

Samsung Smartthings (Testbericht) unterstützt zwar nicht ganz so viele Geräte wie Homey Pro, ist dank seiner Kompatibilität zu Produkten von über 200 Herstellern dennoch eine gute Basis für die Verwaltung eines smarten Zuhauses. Da Samsung einer der Haupttreiber des Matter-Standards ist, können Anwender davon ausgehen, dass die Plattform in Zukunft noch vielseitiger wird.

Dank des tollen Supports ist Smart Home by Hornbach (Testbericht) eine empfehlenswerte Smart-Home-Zentrale für Einsteiger. Die Lösung unterstützt zwar nicht so viele Komponenten wie Homey Pro oder Samsung Smartthings, ist dafür mit 40 Euro aber ein echtes Schnäppchen. Auch wenn man dafür auf die Cloud-Technik von Hornbach angewiesen ist.

Homee (Testbericht) bietet mit der Unterstützung aller im Smart Home relevanten Funkstandards zumindest eine gute Basis. Dennoch ist die Kompatibilitätsliste nicht so umfangreich wie bei Homey Pro oder Smartthings. Mit dem jüngsten Update versprechen die Entwickler allerdings für die Zukunft die Integration von Komponenten weiterer Hersteller. Das würde der Plattform gut zu Gesicht stehen. Denn sie bietet gerade in Sachen Datenschutz, komplexen Szenarien und der lokalen Ausführung von Regeln ohne Cloud-Zwang viele Vorteile.

Mehr Informationen zu einer intelligenten Haussteuerung bietet unser Themenschwerpunkt Smart Home. Für Einsteiger ins Thema empfehlen wir unseren Ratgeber Smart Home: Auch mit wenig Geld zum Erfolg. Ebenfalls interessant: Elesion als günstige Smart-Home-Alternative von Pearl. Wer smart heizen will, sollte sich den Ratgeber Smarte Thermostate für Fußbodenheizungen durchlesen und die Bestenliste Top 10: Die besten smarten Heizkörperthermostate 2022 ansehen. Und wie man den Standby-Verbrauch von Geräten reduzieren kann, erklärt der Beitrag WLAN-Steckdosen in der Praxis: Modelle, Einsatzzweck, Preise. Und im Beitrag Bessere Luft: Smarte Raumluft-Sensoren für CO₂, Radon, Ozon, Feinstaub & Co erklären wir, wie man auf Basis smarter Sensoren das Raumklima verbessern kann. Hier noch weitere Tests aus dem Smart-Home-Bereich.

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